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  • Silent Hill: Homecoming für die Xbox 360 im Test

    Das Rohr ist eine eher langsame Waffe, daher ist häufiges Ausweichen nötig. Das Rohr ist eine eher langsame Waffe, daher ist häufiges Ausweichen nötig. Es gibt Momente im Leben, da kommt einfach alles zusammen. Wenn man nach Hause kommt und feststellen muss, dass Vater und Bruder verschollen sind und sich die eigene Mutter in einem katatonischen Zustand befindet zum Beispiel. Wenn dann zu allem Überfluss auch noch der Hund abgehauen und der Keller überschwemmt ist, weiß man, dass einem ein ziemlich beschissener Tag bevorsteht. Einen ebensolchen durchlebt ihr in Silent Hill: Homecoming in der Rolle von Alex Shepherd. Dessen Vorväter gründeten vor ungefähr 150 Jahren das verschlafene Nest Shepherd’s Glen, das in einem direkten Zusammenhang mit dem mysteriösen und titelgebenden Silent Hill steht.
    Wo genau die Verbindung liegt, verraten wir an dieser Stelle natürlich nicht. Nur so viel: Die Geschichte eröffnet dem geneigten Fan einen interessanten Subplot, der sich sehr gut in das bizarre Universum der Reihe einfügt. Sehr viel mehr hat Homecoming aber nicht mit den Vorgängern zu tun. Das beginnt schon beim Hauptdarsteller. Der ist nun ein junger Soldat und dementsprechend versiert im Kampf gegen die entstellten Monsterhorden, die die Straßen von Shepherd’s Glen und Silent Hill unsicher machen.

    Horror light
    Warum hebt der Bürgermeister mitten in der Nacht Gräber aus? Oder legt er sie gar frei? Warum hebt der Bürgermeister mitten in der Nacht Gräber aus? Oder legt er sie gar frei? Für den Spieler besteht also kaum mehr ein Grund, vor den Monstern wegzurennen. Mit dem geschickten Kombinieren aus schnellen, aber schwachen und starken, dafür eher langsamen Angriffen sowie einem Ausweichmanöver ist es prinzipiell möglich, eure Kontrahenten zu verkloppen, ohne dabei selbst Schaden zu nehmen. Das ist ein Novum für die Serie. Denn vorher hatte es sich eher empfohlen, die entstellten Bestien weiträumig zu umgehen. Die Charaktere waren bislang zu ungeschickt im Umgang mit Waffen – genau daraus ergab sich eine Art des Horrors für den Spieler, die ihn in einen permanenten Stresszustand versetzte.
    In der geschnittenen deutschen Version ist es außerdem nicht möglich, menschliche Gegner mit Finishing Moves zur Strecke zu bringen. Mit diesen kann man in der US-Version noch Nägel mit Köpfen machen. Oder besser gesagt: Äxte mit Köpfen. Kein sehr schönes Bild.
    Nicht dass wir solch garstige Szenen gutheißen würden, aber durch solche Schnitte verliert die deutsche Version ein wenig an genau der Atmosphäre, die das neue, amerikanische Entwicklerteam anstrebte. Silent Hill: Homecoming ist nicht mehr so subtil wie die Vorgänger aus japanischer Hand, sondern setzt auf expliziten Horror. Jede Kreatur wird prominent in einer Zwischensequenz vorgestellt.

    Alt und neu
    Schusswaffen sind gerade zu Beginn des Spiels rar gesät. Schusswaffen sind gerade zu Beginn des Spiels rar gesät. Einerseits ist es ja begrüßenswert, wenn eine Serie nicht auf der Stelle tritt, sondern sich weiterentwickelt, neue Dinge bietet, andere Ansätze ausprobiert. Andererseits haben die Entwickler von Double Helix zu viel von der ursprünglichen Faszination, die vom subtilen Horror von Silent Hill ausging, geopfert. Klar, man erkennt Homecoming natürlich trotzdem an, dass es ein Spross der Silent Hill-Familie ist. Die Wechsel in die düstere Paralleldimension sind genauso vorhanden wie Rätsel und Schiebe-Puzzles. Nur ist der Titel nicht sonderlich gruselig. Hier hat man es eher mit einem Action-Adventure mit leichten Grusel-Ambitionen zu tun. Und dem muss man sich als Fan bewusst sein, um vergnügliche zehn Stunden mit diesem Spiel zu verbringen. Doch selbst wenn wir von Vergleichen mit den Vorgängern mal absehen, bleibt der Titel immer noch weit hinter anderen Genre-Konkurrenten wie Dead Space zurück. Denn während Homecoming als Silent Hill-Ableger vieles anders macht, so bietet es als Action-Adventure zu wenig Neues, zu wenig Überraschendes und zu viel Standardkost, wenngleich mit Verneigungen vor einigen Horror-Streifen wie Jacob’s Ladder und dem Silent Hill-Film. Falsch macht das Spiel kaum etwas, so richtig glänzen kann es aber auch nicht. Den Sprung in die nächste Konsolengeneration hat der Titel jedoch gut genommen, auch wenn es nicht an ein BioShock herankommt. Besonders die Monster sehen herrlich eklig und plastisch aus, der düs­tere Soundtrack von Akira Yamaoka ist so gut wie eh und je und das Spiel mit Licht und Schatten sorgt in Kombination mit dem Filmkorn-Effekt für eine herrlich morbide Stimmung.

    Lohnenswert?
    Die Dialoge laufen sehr einfach ab. Die Dialoge laufen sehr einfach ab. Für wen genau ist also dieses Spiel? Für Fans? Oder doch eher für Serien-Neulinge? Schwer zu sagen, denn es gibt sowohl Fans, die mit dem neuen Ansatz ganz und gar zufrieden sind, als auch solche, die das Serien-Erbe verraten sehen. Neuzugänge hingegen finden sich mit dem expliziten Ansatz möglicherweise leichter zurecht, als es bei den subtilen Vorgängern der Fall wäre – oder können den großen Wirbel um Silent Hill nun noch weniger nachvollziehen. Auf Silent Hill trifft deswegen auch das für ­Videospiele wenig schmeichelhafte Urteil zu: Es ist ein perfekter Kandidat, um es sich für ein Wochenende aus der Videothek auszuleihen.

    BONUS-INFO
    GESCHNITTEN ///
    Bei menschlichen Gegnern sind in der deutschen Version keine Finishing Moves möglich.

    Silent Hill: Homecoming (X360)

    Spielspaß
    74 %
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Die Geschichte fügt sich gut in das bizarre Silent Hill-Universum ein.
    Mal wieder ein genial gruseliger Soundtrack von Akira Yamaoka
    Gutes Kampfsystem mit zwei Angriffen und einem Ausweichmanöver ...
    ... nur raubt genau das dem Spiel einen Großteil der gruseligen Atmosphäre.
    Simple Rätsel, die nicht die Kopfnuss-Qualitäten alter Episoden erreichen
    Selbst Genre-Neulinge haben nach gerade einmal zehn Stunden alles gesehen.
    Fazit
    Keine Sekunde langweilig, aber auch nicht gruselig oder innovativ.
  • Silent Hill: Homecoming
    Silent Hill: Homecoming
    Developer
    Double Helix Games
    Release
    20.03.2009
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679233
Silent Hill: Homecoming
Silent Hill: Homecoming für die Xbox 360 im Test
http://www.videogameszone.de/Silent-Hill-Homecoming-Spiel-33027/Tests/Silent-Hill-Homecoming-fuer-die-Xbox-360-im-Test-679233/
18.03.2009
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2009/03/x3_xbox_360_t_silent_hill_homecoming_01.jpg
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