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Shin Megami Tensei: Persona 3 (PS2)

Release:
4. Quartal 2007
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Atlus

Shin Megami Tensei: Persona 3

21.03.2008 15:17 Uhr
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Neu
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Rollenspiel meets Pokémon meets Dating-Sim. Die verkopfteste aller RPG-Serien wird noch ein Stück eigenartiger.

Dating-Sim: Wenn Sie die hübsche Yuko klarmachen, wird das mit einem Schäferstündchen belohnt. Leider mit Abblende. Dating-Sim: Wenn Sie die hübsche Yuko klarmachen, wird das mit einem Schäferstündchen belohnt. Leider mit Abblende. Wäre die Videospielwelt eine Schule, wären die Spiele die Schüler und die Genres die Cliquen, dann wären die Rollenspiele die Nerds. Final Fantasy kommt zwar auch mit den coolen Kids klar, sein Klassenkamerad Shin Megami Tensei hingegen ist ein introvertierter Sonderling, der nur mit wenigen Gleichgesinnten rumhängt ... Ein außergewöhnlicher Vergleich, aber auf Persona 3 passt er wie die Faust aufs Auge. Denn neben dem serientypischen Depri-Szenario spielt diesmal der ganz normale Schulalltag eine große Rolle. Dieser diente zwar bereits in etlichen Vorgängern als Setting, hier spielen Sie ihn aber effektiv selbst: Im Unterricht werden Sie abgefragt, nach der Schule besuchen Sie Sport-Clubs, am Wochenende verabreden Sie sich mit Freunden, gehen in die Karaoke-Bar oder zocken am PC. Erst um Mitternacht eines jeden Tages wird die Alltags-Sim von einem Dungeon Crawler abgelöst. Dann beginnt eine "versteckte" Stunde, die sogenannte Dark Hour. Die meisten Menschen bekommen davon nichts mit, weil sie sich in Särge verwandeln. Einige wenige Leute machen die Metamorphose aber nicht durch und fallen gnadenlosen Schattenwesen zum Opfer. Sie können es sich denken: Sie sind eine von diesen Personen. Anstatt sich unterbuttern zu lassen, treten Sie aber einer Spezialeinheit bei, die den Monstern den Krieg erklärt hat.

Schizophrenie
Pauker: MMORPGs und TV lenken nur ab. Also lieber in der Bibliothek büffeln. Pauker: MMORPGs und TV lenken nur ab. Also lieber in der Bibliothek büffeln. Das Besondere an den Teammitgliedern: Durch ein makaberes Ritual können sie Facetten ihrer Persönlichkeit kurzzeitig manifestieren und im Kampf einsetzen. Halten Sie sich den Evoker, einen pistolenartigen Gegenstand, an die Schläfe und drücken ab, erscheint eine der sogenannten Persona und beharkt Gegner mit Elementar-Attacken oder wirkt unterstützende Support-Zauber - je nach Klasse und erlernten Fähigkeiten. Wechseln Sie die Persona durch und nutzen Sie so die Schwächen der Gegner aus, erhalten Sie einen Zug extra. Eine taktische Note, die der Serie eigen ist. Ebenfalls Merkmal der Megaten-Reihe ist die Möglichkeit, seiner Persönlichkeit durch neu rekrutierte Monster Ausdruck zu verleihen, diese sogar zu gänzlich neuen Persona verschmelzen. Eine wahnsinnig komplexe Angelegenheit, bei der Spieler, die gern Tabellen analysieren, voll auf ihre Kosten kommen. Eine Grundlage für erfolgreiche Monsterfusionen ist das aber nicht. Persona 3 ist komplex, überfordert jedoch nicht. Und das, obwohl es stellenweise so vollgestopft wirkt, dass man meinen könnte, die Entwickler wollten zu viel von allem.

Tagesplanung
Fusion: Aus zwei oder mehreren Wesen kreieren Sie neue Persona. Soziale Kontakte bescheren dabei Boni. Fusion: Aus zwei oder mehreren Wesen kreieren Sie neue Persona. Soziale Kontakte bescheren dabei Boni. Schulalltag, Kopfschüsse, Schattenwesen - augenscheinlich mag das so gar nicht zusammenpassen. Doch die Persona schlagen eine Brücke zwischen all diesen Elementen. Weil sie Teil Ihrer Persönlichkeit sind, haben soziale Kontakte Einfluss auf deren Stärke. Freundschaften bedürfen also der Pflege. Da Sie sich - wie im echten Leben - aber nicht um alles gleichzeitig kümmern können, müssen Sie oft Prioritäten setzen. Obendrein eröffnen gewählte Aktivitäten wiederum neue Möglichkeiten! Treten Sie beispielsweise dem Kendo-Club bei, lernen Sie die hübsche Yuko kennen. Um Ihre Chancen bei ihr zu vergrößern, gucken Sie sich im Kino bei französischen Schnulzen ab, wie man Mädels um den Finger wickelt. Die Spielwelt entwickelt sich so stets weiter - vorausgesetzt sie wollen das. Bis auf das Drücken der Schulbank bleiben nämlich sämtliche Aktivitäten, sogar die Ausflüge in die Dungeons, vollkommen Ihnen überlassen.

Erschreckend normal
Kopfschuss: Wer Schwächen ausnutzt, erhält einen Zug extra. Persona können sie dafür direkt im Kampf durchwechseln. Kopfschuss: Wer Schwächen ausnutzt, erhält einen Zug extra. Persona können sie dafür direkt im Kampf durchwechseln. Obwohl viele Kernelemente der Shin Megami Tensei-Reihe vorhanden sind, stellt der dritte Teil einen Bruch dar. Auch technisch. Zwar sieht Persona 3 für ein PS2-Spiel wirklich gut aus und hat professionelle, englische Sprecher spendiert bekommen, die Präsentation hat diesmal aber einen recht starken Hang zum Japanophilen. Charakterportraits im -Anime-Stil sind kein Neuland für die Serie, das Charakterdesign von Shigenori Soejima ist allerdings nicht mehr so düster wie Kazuma Kanekos Figuren aus Lucifer's Call. Schlimm ist das nicht, ganz im Gegenteil darf man das Design sogar als sehr gelungen bezeichnen. Für Serien-Fans jedoch vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig.

   
Bildergalerie: Shin Megami Tensei: Persona 3
Bild 1-3
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Videogameszone-
Spielspaß-Wertung:
86 %
Leserwertung
(0 Votes):
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Grafik:
Sound:
Multiplayer:
9/10
8/10
-/10
Komplett offene Spielwelt – Sie bestimmen selbst, wie Sie Ihren Tag verbringen
Erweckt gelegentlich den Eindruck, zu viel von allem zu wollen
Taktisches Kampfsystem, verknüpft mit der Möglichkeit, selbst Monster zu sammeln
Im Kampf lässt sich nur die eigene Figur steuern, Kameraden agieren selbstständig
Alternativer, einfacher Schwierigkeitsgrad für Serien-Neulinge
   
Christian Schönlein
Wenn ich nach einer Rollenspiel-Empfehlung gebeten werde, die nicht Final Fantasy ist, nenne ich immer zuerst die Shin Megami Tensei-Reihe. Zumindest die Hauptreihe und die Persona-Serie. Schade, dass bislang so wenige Titel bei uns erschienen sind. Aber egal ob Sie Vorgänger importiert haben oder die Serie gar nicht kennen – Persona 3 ist für jede Spielergruppe recht außergewöhnlich. Obwohl der Einstieg mit gerade mal zwei Stunden für ein Rollenspiel recht knapp ausfällt, ist die Gewöhnungsphase an die Genre-Kombination etwas länger. Die Verknüpfung von Dungeon Crawler und Dating-Sim fand ich anfangs doch recht suspekt und Kazuma Kanekos (u. a. Charakter-Design von Lucifer‘s Call) düsteren Stil habe ich schmerzlich vermisst. Aber inzwischen finde ich das Setting so erfrischend, dass ich selbst nach dem Test noch fleißig an meinen virtuellen sozialen Kontakten arbeite und das Spiel sogar ein zweites Mal in Angriff nehmen will, um Alternativen auszuprobieren.
   
Moderation
21.03.2008 15:17 Uhr
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