play³ X3 N-ZONE PlayBlu XBG Games

Shaun White Snowboarding (Xbox 360)

Release:
13.11.2008
Genre:
Sportspiel
Publisher:
Ubisoft

Shaun White Snowboarding im Test

13.11.2008 08:00 Uhr
|
Neu
|
Es geht bergab in Ubisofts Winterausflug. [br]Mit dem Snowboard und leider auch mit der Motivation.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis ein Videospiel mit Shaun White, dem Tony Hawk der rollenlosen Boards, unter das Volk geworfen werden würde. Und weil die meisten Entwickler derzeit der Meinung sind, dass eine "Open World" immer alles besser macht (bald wird man bei Pro Evolution Soccer wohl selbst zum Stadion fahren müssen), hat Ubisoft Montreal die Assassin's Creed-Engine genutzt, um Shaun White Snowboarding zu kreieren. Herausgekommen ist ein Spiel, das zwar vor guten Ansätzen strotzt, bei dem man sich allerdings alle fünf Minuten fragt, was die Verantwortlichen sich eigentlich gedacht haben.
Weiße Pracht: Halsbrecherische Stunts im Schnee sorgen für Punkte! Weiße Pracht: Halsbrecherische Stunts im Schnee sorgen für Punkte!
Bergtour

Von Beginn an stehen euch alle vier - über die ganze Welt verteilten - frei befahrbaren Berge zur Auswahl. Auf jedem lassen sich 13 Single-Player- sowie zwei Multiplayer-Contests finden, die von Wettrennen gegen andere Boarder über Trick-Contests und Slaloms bis hin zu ausgefalleneren Varianten wie dem Air-Time-Wettbewerb reichen, bei dem ihr einen bestimmten Teil der zur Verfügung stehenden Zeit in der Luft verbringen müsst.

Im Death Race könnt ihr eure Gegner mit Schneebällen bewerfen. Ist aber sinnlos, da nicht die Platzierung, sondern nur die gefahrene Zeit von Bedeutung ist. Im Death Race könnt ihr eure Gegner mit Schneebällen bewerfen. Ist aber sinnlos, da nicht die Platzierung, sondern nur die gefahrene Zeit von Bedeutung ist. Zudem sind pro Berg jeweils zwölf Münzen versteckt, die ihr dem guten Shaun White bringen müsst, damit er euch nach und nach mit Bonus-Skills wie einem Speed-Booster oder dem Air-Jump ausstattet. Nachdem ihr ihm sämtliche dieser Geldstücke überreicht habt, werden außerdem einige zusätzliche Contests freigeschaltet. Solltet ihr in allen Challenges die höchste von vier Vorgaben erfüllen, werdet ihr dann auf Shauns Ultimate Challenge mitgenommen, an deren Ende ihr gegen den
Meis­ter selbst antreten dürft.
Shaun White gibt euch auch selbst gern mal Tipps. Shaun White gibt euch auch selbst gern mal Tipps.
Motivationsloch

So weit werden es aber nur die wenigsten bringen, da es dem Spiel leider nicht gelingt, diejenigen Spieler ausreichend zu motivieren, die sich nicht gleich am Anfang von den unübersichtlichen Karten der Berge erschlagen fühlen. Von Beginn an stehen 80% aller Challenges zur Verfügung und die paar, die noch nicht zugänglich sind, werden erst freigeschaltet, nachdem zum Teil völlig überzogene Vorgaben erfüllt wurden. Diese Karte zeigt euch ein Drittel eines Berges. Übersicht ist was anderes. Diese Karte zeigt euch ein Drittel eines Berges. Übersicht ist was anderes. Zwar ist es durchaus okay, einige Aspekte eines Spiels nur den absoluten Cracks zugänglich zu machen, wenn jedoch für den Otto Normalspieler kein Anreiz besteht, sich zu verbessern, da das Belohnungssytem bei ihm nicht greift, ist das - vorsichtig ausgedrückt - als unglücklich zu bewerten.
Auf der Suche nach Münzen werdet ihr viel per pedes unterwegs sein. Auf der Suche nach Münzen werdet ihr viel per pedes unterwegs sein.
Auch die Hoffnung, dass die erspielbaren Bonus-Skills helfen könnten, wird jäh zerstört, wenn man feststellen muss, dass sie nur im Free-Roam-Modus, nicht aber in den Wettbewerben einsetzbar sind. Und dass dieser Erkenntnis ein stundenlanges Suchen nach Münzen inklusive reichlich Herumgelatsche (ihr könnt das Snowboard jederzeit abschnallen und zu Fuß gehen) vorausgeht, macht sie noch bitterer.

Gute Ansätze

Dies alles ist umso ärgerlicher, da Shaun White Snowboarding viele gute Ansätze hat. Das Handling des Boards überzeugt bis auf wenige Aussetzer und die Steuerung ist recht schnell erlernt, bietet aber genügend Tiefgang. Zudem sind viele verschiedenen Snowboards mit deutlich spürbaren individuellen Eigenschaften erwerbbar. Die Anzeige rechts oben, zeigt euch die Punkte eurer Gegner an. Da ihr im Single-Player immer als erster in die Half-Pipe dürft, bringt sie absolut nichts und verdeckt nur den Bildschirm. Die Anzeige rechts oben, zeigt euch die Punkte eurer Gegner an. Da ihr im Single-Player immer als erster in die Half-Pipe dürft, bringt sie absolut nichts und verdeckt nur den Bildschirm. Ein breites Board lässt euch weiter springen und ist somit eher für Trickwettbewerbe geeignet, während ein schnelleres sich logischerweise für Wettrennen anbietet. Der Soundtrack mit seinen 37 Songs ist durchaus hörenswert und zu "Ballroom Blitz" von Sweet oder "Social Distortions Version"
von Ring of Fire die Berge hinabzu­boarden, macht einfach Spaß. Auch die Challenges sind abwechslungsreich und originell.

Weiter geht's auf der nächsten Seite!

Moderation
13.11.2008 08:00 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar