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  • Salt & Sanctuary im Test: Auch auf PC eine tolle Alternative für Souls-Fans Updated
    Quelle: Ska Studios

    Salt & Sanctuary im Test: Auch auf PC eine tolle Alternative für Souls-Fans

    Salt & Sanctuary im Test: Das kleine Dark Souls mit Einflüssen von Metroid oder Castlevania rockt! Zwar müsst ihr auf deutsche Bildschirmtexte aufgrund der miesen Lokalisierung verzichten, dafür stimmen Atmosphäre, Spieldesign und Spielzeit. In unserem Review erfahrt ihr, weshalb das Spiel ein Geheimtipp für Souls-Fans ist.

    Update: Salt & Sanctuary für PC

          

    Die bereits zum PS4-Release angekündigte PC-Umsetzung von Salt & Sanctuary ist da. Seit dem 17. Mai ist das Action-Rollenspiel via Steam zu haben, und wir finden für die PC-Portierung vor allem lobende Worte. Das Indie-Projekt von Ska Studios lebt nicht von bahnbrechender Technik - entsprechend moderat fallen die Systemanforderungen aus. Salt & Sanctuary läuft auch auf betagteren Systemen entsprechend rund - trotz fehlender Grafikoptionen für optische Details. Einstellen lassen sich lediglich die Auflösung sowie der Betrieb in Vollbild oder Fenster (mit oder ohne Rand). Uns reichte das im Testlauf allerdings vollkommen aus. Wer jedoch gerne bestimmte Aspekte der Optik justieren möchte, der findet im Menü keine Möglichkeiten dafür.

    Löblich derweil: Bei Verwendung eines Gamepads lässt euch Salt & Sanctuary die Wahl, ob Xbox- oder Playstation-Buttons angezeigt werden. Wer auch am PC mit einem Dualshock-Controller spielen möchte, wird also nicht durch eine angezeigte Xbox-Belegung irritiert. Daran könnten sich selbst manche größeren Produktionen ein Beispiel nehmen. Per Maus und Tastatur lässt sich Salt & Sanctuary ebenfalls spielen (die Tastenbelegung ist vollständig anpassbar). Die Steuerung fällt unserer Ansicht nach so gut aus wie sie mit diesen Eingabegeräten ausfallen kann. Das Action-Rollenspiel ist mit Maus und Tastatur durchaus beherrschbar, eigentlich aber eindeutig für Controller ausgelegt.

    Die aber wohl beste Nachricht: Vor einiger Zeit lieferten die Macher eine überarbeitete deutsche Übersetzung für das Action-Rollenspiel nach, die natürlich auch in der PC-Fassung zum Einsatz kommt - und mit der sich endlich spielen lässt. Im Vergleich zum englischen Original wirken die deutschen Texte zwar mitunter etwas ungelenker, aber sie stammen offensichtlich nicht mehr aus einem Übersetzungs-Tool und bereiten auch keine Kopfschmerzen mehr. Wenn ihr über ausreichende Englischkenntnisse verfügt, würden wir nach wie vor zum Original raten. Wer aber auf Deutsch spielen möchte, der muss um Salt & Sanctuary inzwischen keinen Bogen mehr machen. Super!

    Da die PC-Fassung inhaltlich ansonsten natürlich der PS4-Version gleicht (lokales Koop-Spiel ist möglich), folgt im Anschluss nun unser unveränderter Test für Salt & Sanctuary auf Playstation 4. Für die Überbrückung der Wartezeit auf Dark Souls 3 taugt Salt & Sanctuary inzwischen freilich nicht mehr. Der dritte Teil der Souls-Reihe ist längst erschienen. Dafür kommt Salt & Sanctuary aber vielleicht genau recht für alle, die mit Dark Souls 3 gerade abgeschlossen und Lust auf mehr haben.

    Salt & Sanctuary im Test

          


    Düsteres Fantasy-Setting, geheime Pfade, mächtigen Waffen, gigantische Bossgegner, From Software lieferte mit Dark Souls oder Demon's Souls epische Abenteuer. Der Entwickler revolutionierte eben mal schnell das Action-Rollenspiel-Genre, in dem Spielern genügend Platz für das eigene Erleben der unvergleichlichen Dark Fantasy-Welten bot. Nichts wird vorgekaut und mundgerecht serviert. Spieler werden nicht wie geist- und seelenlose Konsumenten behandelt, sondern dürfen - ja müssen - sich frei an den Herausforderungen der Spielwelt messen, um sich mit wohligem Gefühl in den Welten zu verlieren. Dass dieses Prinzip erfolgreich ist, erkennen logischerweise auch andere Entwickler. Dadurch profitieren vor allem Spieler. Egal ob Lords of the Fallen, DarkMaus oder eben auch Salt & Sanctuary, viele ähnliche Spiele strömen auf den Markt.

    Deutsche Bildschirmtexte im Spiel wirken maschinell übersetzt. Die deutschen Texte sind wirklich unverständlich übersetzt. Quelle: pcgames.de Einige sind vielleicht nicht so ausgereift oder fordernd wie die FromSoft-Originale, jedoch bringen sie stimmungsvolle Welten auf die Mattscheibe und befriedigen somit wenigstens etwas die Sehnsucht nach Dark Souls 3. Mit Salt & Sanctuary liefern die Ska Studios (I made a game with zombies in it/ Charlie Murder) beispielsweise ein klassisches 2D-Action-Rollenspiel im Stile von Dark Souls. Garniert wird das Ganze mit Elementen aus Nintendos Metroid oder auch Konamis Castlevania. Bisher kommen nur PS4-Spieler in den Genuss des Abenteuers, eine Version für PC sowie PS Vita ist aber in Arbeit. Für unseren Test haben wir die PS4-Version ausführlich gespielt.

    Dark Souls in 2D

          

    Eine Leiter öffnet einen neuen Weg. Wie in Dark Souls tretet ihr Leitern hinab, um sehr gut platzierte Abkürzungen zu schaffen. Quelle: pcgames.de Bereits beim Spieleinstieg finden Dark Souls-Fans neben der Charakter-Erstellung auch weitere zahlreiche Parallelen zu den From Software-Abenteuern: So startet der Spieler auf einer Art Piratenschiff (Angelehnt an die Niemandswerft in Dark Souls 2) und scheitert planmäßig am ersten Bossgegner (Die "Reise in den Nexus" in Demon's Souls). Irgendeine böse Macht entführte die Lady des Schiffes. Nach dem virtuellen Ableben wacht der Spieler an einem Strand wieder auf und beginnt seine Reise. In puncto Gameplay kupfert Salt & Sanctuary unverhohlen ab. Neben einer Lebensleiste gibt es auch eine Ausdauerleiste und Attribute wie Strength, Dexterity oder Endurance und mehr. Spieler nutzen Schwerter, Schilde, Speere, Zweihänder, Äxte, Morgenstern und sogar Ringe. Erledigt ihr Gegner, erhaltet ihr Salz statt Seelen. Geht ihr drauf, nimmt ein Gegner euer Salz auf oder ein geflügeltes Wesen erscheint und bunkert eure Beute. Kehrt an den Ort zurück, um euer Hab und Gut wiederzuerlangen.

    Aufgrund des Designs von Figuren und Spielwelt fallen die dreisten Gameplay-Kopien aber kaum ins Gewicht. Der Grafikstil sowie die Gestaltung von Levels und die blutigen Kämpfe sorgen für eine düstere Atmosphäre. Aus Dark Souls bekannte Features wie unsichtbare Wände, coole Abkürzungen oder sogar Mimics sorgen für einen bekannten Aha-Effekt und zaubern Dark Souls-Fans ein Lächeln ins Gesicht. Als Speicherpunkte dienen in Salt & Sanctuary entweder ein großer Altar oder ein kleineres Sanktuarium. Die Altäre entsprechen einem bestimmten Eid, dem ihr beitreten dürft. Wechselt ihr den Eid, so sündigt ihr. Bei einem versteckten NPC hebt ihr dies wieder auf. Mithilfe spezieller Statuen, richtet ihr euch am jeweiligen Altar Händler, Schmiede oder Schnellreise-Helfer ein. Durch die Eide gibt es auch einen Koop-Modus. In unserem Testlauf fehlten aber offenbar die Mitspieler. Wir konnten keine Helfer beschwören und wurden auch nicht invasiert. In den kleineren Sanktuarien zündet ihr lediglich eine Kerze an. Sie dienen nur zur Auffrischung eurer Tränke und als Punkte zum Wiedereinstieg, falls ihr bei einem Boss scheitert.

    02:14
    Salt and Sanctuary: Entwickler demonstrieren Koop-Modus

    Minimale Gameplay-Veränderungen

          

    Der Spieler platziert einen Gegenstand auf dem Altar um zu speichern. Aktiviert den Altar um zu speichern, eure Gesundheit wiederherzustellen oder aber euren Charakter zu leveln. Quelle: pcgames.de Das von Gegnern hinterlasse Salz nutzt ihr am Altar zum Rangaufstieg und gleichzeitig zur Erhöhung eurer Lebens- und Ausdauerleiste. Im unnötig komplizierten Skilltree verbessert ihr danach einzelne Attribute. Dafür investiert ihr durch Level-ups erhaltene Perlen. Auch die Nutzung von Rüstungen oder Waffen höherer Gattungen und mehr permanent verfügbare Heiltränke schaltet ihr auf diese Art im Talentbaum frei. Steckt ihr Treffer durch Gegner ein, sinkt eure maximale Lebensleiste Stück für Stück. Die sogenannte Müdigkeit setzt ihr aber im Sanktuarium wieder zurück. Generell nehmen die Entwickler nur minimale Änderungen am Dark Souls-Prinzip vor. So geht dem Abenteuer objektiv betrachtet ein klein wenig die spielerische Eigenständigkeit flöten. Dark Souls-Fans sind aber nicht objektiv, sondern dürsten nach weiteren Abenteuern in eben genau dieser Art.

    Jedes Levelgebiet enthält zudem einen Bossgegner, der euch einzigartiges Crafting-Material und meist auch einen Schlüssel zu weiteren Gebieten oder Türen zu versteckten Items hinterlässt. Für spielerisch frischen Wind sorgen kleinere, aus Nintendos Metroid bekannte Elemente. So vollführt ihr einen Wandsprung, nachdem ihr von einem NPC das entsprechende Branding erhalten habt. Eine weitere Fähigkeit schaltet in der Spielwelt vorhandene Obelisken frei. Dadurch lauft ihr kopfüber an der Decke entlang, bis ihr das passende Gegenstück findet. Somit nutzen die Entwickler sämtliches Potential der 2D-Spielwelt. Abkürzungen zwischen den wunderschön gestalteten Levelabschnitten wurden sehr sinnvoll und lohnenswert platziert und sorgen ebenfalls für Aha-Momente. Neben dem Salz gibt es im Spiel noch die Währung Gold. Damit kauft ihr bei Händlern ein oder werdet nach dem virtuellen Ableben gegen ein geringes Sümmchen zum Altar zurückgebracht. Im Grunde aber dürft ihr die Währung getrost vernachlässigen, denn viele der Waffen oder Rüstungen findet ihr auch im Spiel. Beim Schmied verbessert ihr eure Ausrüstung mit Salz.

    Viel zu leichte Bosskämpfe

          

    Im Bosskampf mit dem Mad Alchemist muss der Spieler gewirkten Zaubern ausweichen. Bosskämpfe sind wunderschön abwechslungsreich gestaltet, leider aber generell zu leicht. Quelle: pcgames.de Das Abenteuer schwächelt bei den eigentlich einfallsreich gestalteten Bossgegnern: Die Kämpfe sind viel zu leicht. Dark Souls-Veteranen wissen einfach, wie bestimmte Gegner ausgeschaltet werden. So nutzt ihr beispielsweise Blitz auf der Waffe gegen den Drachen. Habt ihr das Angriffsmuster der Bosse durchschaut, so blockt ihr den physischen Schaden mit eurem Schild oder weicht Magie-Attacken aus. Per Vorwärtsrolle gelangt ihr flink hinter den Gegner und teilt dann ordentlich aus. Fühlt ihr euch für einen Bossgegner zu schwach? Erledigt einfach Gegner im Levelabschnitt zuvor und sammelt somit Salz, um euren Helden zu leveln. Außerdem besorgt euch Materialien für Waffen- und Rüstungs-Upgrades oder nutzt Items, um eure Waffen temporär mit Buffs (beispielsweise Giftschaden) auszustatten.

    Ein verwirrend gestalter Talentbaum für neue Fähigkeiten. Der unübersichtliche Talentbaum erschlägt den Spieler förmlich. Daran müsst ihr euch zunächst gewöhnen. Quelle: pcgames.de Neben den einfachen Bosskämpfen gibt es in Salt & Sanctuary weitere Dinge, die uns nicht so gut gefallen. Es fehlen gelungene deutsche Bildschirmtexte sowie ein übersichtlicher Talentbaum am Altar. Auf der PS4 müsst ihr somit umständlich die Systemsprache der Konsole auf Englisch stellen, um das Abenteuer im Original genießen zu dürfen. An den völlig überladenen Skilltree nach dem Levelaufstieg müsst ihr euch wohl oder übel gewöhnen. Allgemein gilt: Wer bisher weder mit Dark Souls noch Bloodborne etwas anfangen konnte, der wird wohl auch mit diesem Action-Rollenspiel keine Freude haben. Zu stark sind die Parallelen zu den großen From Software-Originalen. Übrigens: Eine Karte der Spielwelt gibt es - ebenfalls in Anlehnung an Dark Souls - nicht. Ihr braucht also ein gewisses Maß an Frustresistenz, sofern ihr Schwierigkeiten mit der Orientierung in verzweigten Spielwelten habt.

    Wartezeit auf Dark Souls 3 verkürzen

          

    Am 12. April erscheint Dark Souls 3 in Deutschland. Salt & Sanctuary unterhält euch gut 15 bis 20 Stunden. Falls ihr es bis zum Release des From Software-Rollenspiels nicht mehr aushaltet und keine neuen Durchgänge in Demon's Souls oder den beiden Dark Souls-Vorgängern geplant habt, empfehlen wir euch den Kauf für 17,99 Euro im PlayStation Store. Ihr werdet das Design der Spielwelt und Gegner mögen - ebenso die riesige Auswahl an Waffen, Rüstungen, Zaubern oder versteckten Geheimgängen. Auch wenn die Bosskämpfe ein wenig zu einfach ausfallen, werdet ihr Spaß beim Erkunden und Entdecken der wundervoll gestalteten Spielwelt haben. Außerdem: Eingefleischte Dark Souls-Fans brauchen weder eine Karte der Spielwelt noch deutsche Bildschirmtexte.


    Salt & Sanctuary (PS4)

    Spielspaß
    86 %
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Salt & Sanctuary (PC)

    Spielspaß
    86 %
    Grafik
    -
    Sound
    -
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Dark Souls-typisches Spielgefühl
    viele Waffen, Rüstungen oder Zauber
    jede Menge Geheimnisse samt unsichtbarer Wände
    abwechslungsreich gestaltete Levels und Gegner
    tolle Soundkulisse
    gute Spielzeit
    viele Möglichkeiten zur Charakterentwicklung
    Mimics und fiese Fallen
    unnötig kompliziert gestalteter Talentbaum
    Bosskämpfe für Dark Souls-Profis zu leicht
    keine Karte der Spielwelt
    Fazit
    Tolles Action-Rollenspiel im Stile von Dark Souls mit jeder Menge Bosskämpfen, Geheimnissen und einem tollen Art-Design.

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Salt & Sanctuary
Salt & Sanctuary im Test: Auch auf PC eine tolle Alternative für Souls-Fans
Salt & Sanctuary im Test: Das kleine Dark Souls mit Einflüssen von Metroid oder Castlevania rockt! Zwar müsst ihr auf deutsche Bildschirmtexte aufgrund der miesen Lokalisierung verzichten, dafür stimmen Atmosphäre, Spieldesign und Spielzeit. In unserem Review erfahrt ihr, weshalb das Spiel ein Geheimtipp für Souls-Fans ist.
http://www.videogameszone.de/Salt-und-Sanctuary-Spiel-56862/Tests/Review-2D-Dark-Souls-1190632/
22.05.2016
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2016/03/salt-and-sanctuary-test-review-11-pc-games_b2teaser_169.jpg
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