Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Playstation als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Saints Row 2

    Es macht "Bang" und zurück ist eure alte Gang! THQ bringt den knallharten Banden-Alltag der 3rd Street Saints zurück auf die Xbox 360.

    Eine gewaltige Explosion erschüttert die Stadt Stilwater und eine riesige Yacht fliegt in die Luft! Mit an Bord: der Hauptdarsteller des Spiels! So spektakulär und schockierend endete Saints Row. Doch ist der Held wirklich tot? Keine Bange, auf die Beantwortung dieser Frage müsst ihr nicht bis zur Veröffentlichung von Saints Row 2 am 17. Oktober warten. Und bitte verschont mich mit Beschwerden über diesen Spoiler. Der musste sein, denn schließlich knüpft die Handlung des zweiten Teils nahtlos an die erwähnte Schlusssequenz an. Okay, nahtlos stimmt nicht ganz, denn seit dem Finale des ersten Teils sind zu Beginn von Saints Row 2 immerhin schon fünf Jahre vergangen. Der Hauptdarsteller aus dem Vorgänger hat tatsächlich den Anschlag überlebt und erwacht aus dem Koma. Und wie könnte es auch anders sein, er dürstet nach Rache. Die Handlung von Saints Row 2 soll daher auch viel düs­terer ausfallen als die des ersten Abenteuers.

    Pimp your Life
    Wie im ersten Teil handelt es sich beim Hauptcharakter in Saints Row 2 nicht um eine vorgegebene Spielfigur. Vielmehr dürft ihr euch erneut mit einem sehr umfangreichen Editor einen Gangster ganz nach euren Vorstellungen basteln. Durch noch mehr Komplexität sind euch bei der Erstellung erneut Tür und Tor geöffnet. Ganz gleich, ob Männlein oder Weiblein, muskulös oder fett, jung und knackig oder alt und runzlig, haarig wie ein Bär oder glatt wie ein Babypopo, die Möglichkeiten mit dem Charakter-Editor sind beachtlich. Überhaupt lautet im Spiel das Motto "Customization is everything" ("Maßanfertigung ist alles"). Diesen Leitsatz beherzigen die Entwickler so sehr, dass ihr diesmal nicht nur euren Charakter nach euren Vorstellungen gestalten dürft, sondern auch eure Gang, eure fahrbaren Untersätze und sogar eure Bude. Die Gang könnt ihr mit coolen Klamotten ausstatten und sogar einen Gang-Gruß festlegen. Dabei verrenken die Mitglieder eurer Bande im Gangster-Rapper-Stil die Finger. Sieht manchmal aus wie bei einem Gichtkranken, gilt aber bei Nachwuchs-Homies als ultrahip. Fahrzeuge dürft ihr mit fetten Felgen oder protzigen Stoßstangen aufmotzen. Richtig abgefahren wird es, wenn ihr eure sogenannte "Crib" (eure Wohnung, kommt von Krippe) "pimpt". Haust ihr anfangs noch in einer Bruchbude, könnt ihr - das nötige Kleingeld vorausgesetzt - nach und nach einen stilvollen Unterschlupf draus machen. Am Ende winken ein überdimensionaler Plasma-Fernseher im Schlafzimmer und eine Stange mitsamt Stripperin im Wohnzimmer. Während all der Pimperei begleitet euch stets die Farbe Lila, denn diese ist auch im zweiten Teil die Couleur der 3rd Street Saints, eurer Gang.

    Lahmer GTA-Klon?
    Das eigentliche Spielprinzip hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht geändert und das ist gut so, denn schon Teil eins war kein liebloser Klon der populären Grand Theft Auto-Serie. Natürlich haben sich die Entwickler das eigentliche Konzept von der GTA-Reihe abgeguckt, aber auf Spiele in großen, offenen Spielwelten hat Rockstar ja nun mal kein Monopol. Schon im ersten Saints Row gab es aber einen signifikanten Unterschied im Ablauf des Spiels. Um die Story-Missionen absolvieren zu können, musstet ihr euch Respekt verdienen, indem ihr Nebenmissionen - Aktivitäten - erledigt habt. Es führte also für den Spieler kein Weg daran vorbei, sich mit den Aktivitäten auseinanderzusetzen und er konnte diese nicht links liegen lassen wie in der GTA-Reihe. Obendrein stieg der Schwierigkeitsgrad in den Nebenmissionen stetig an.

    Ins Visier genommen
    Die Hauptmissionen laufen nach dem altbewährten Schema ab. Nach einer Zwischensequenz wird euch auf dem Radar angezeigt, wo ihr als Nächstes hinmüsst. Im Vorgänger standen euch lediglich Autos als fahrbare Untersätze zur Verfügung, in Saints Row 2 haben es aber auch andere Vehikel ins Spiel geschafft. Unter anderem dürft ihr Boote, Jetskis, Flugzeuge, Helikopter und ATVs lenken. Seid ihr am Einsatzort angekommen, wird fleißig geballert. Dabei könnt ihr auch im zweiten Teil das Fadenkreuz mit dem rechten Ministick frei bewegen. Auf Wunsch habt ihr diesmal die Möglichkeit, mit einem Klick auf den rechten Ministick in die Über-die-rechte-Schulter-Perspektive zu wechseln, in der die Ansicht etwas näher an das Geschehen heranzoomt. In der Vorabversion, die wir spielen durften, funktionierte das Zielen in dieser Perspektive aber noch etwas träge. Und in der normalen Ansicht fiel es uns ebenfalls schwer, Feinde genau anzuvisieren, da das Fadenkreuz sehr hakelig reagierte. Zusätzlich wurde das Zielen durch zappelige Gegenspieler erschwert, die sich eher weniger schlau verhielten und gelegentlich zudem erst sehr spät auf die Spielfigur reagierten.

    Menschlicher Schild
    Immerhin gibt es aber auch ein neues Spielelement in den Schusswechseln. Ihr könnt Feinde oder Passanten als lebendige Schutzschilde verwenden. Dies hat den Vorteil, dass euch der Bleihagel der Widersacher nicht durchsiebt. Nehmt ihr ein Mitglied einer verfeindeten Bande als Schild, werden dessen Kollegen sogar zögerlicher und schießen nicht mehr blind auf euch, da sie ihren Kameraden nicht verletzen wollen. Habt ihr keine Verwendung mehr für euren Schutzschild, könnt ihr die Person wegstoßen oder exekutieren. Klingt hart, ist aber so. Dieses Feature gab es übrigens auch schon in Der Pate von Publisher-Riese Electronic Arts.

    Neue Spielsachen
    In einem Action-Titel dürfen brandneue Waffen natürlich nicht fehlen. In Saints Row 2 hat es daher neben den üblichen Knarren auch ein Raketenwerfer mit Laser-Zielsystem und Lenkraten geschafft. Ansonsten dürft ihr erstmals auch auf Haftgranaten zurückgreifen. Diese könnt ihr komfortabel auf vorbeifahrende Fahrzeuge werfen, die ihr dann mit einem simplen Druck auf den Auslöser explodieren lasst. Und ja, die Haftgranaten bleiben auch an menschlichen Gegnern kleben. Mit etwas Geschick könnt ihr Rivalen so mit mehreren Explosionen am Stück in der Luft jonglieren.

    Wie gehabt
    Keine Veränderungen haben die Entwickler an den Bildschirmanzeigen und bei der Navigation durch die Menüs vorgenommen. Wichtige Spielelemente wie die Gesundheitsanzeige blieben ebenfalls unverändert. Nehmt ihr Schaden, füllt sich diese automatisch wieder, allerdings eher langsam. Muss es einmal schneller gehen, dürft ihr abermals Nahrungsmittel wie fette Burger mampfen, die ihr euch zuvor in einem Fast-Food-Laden gekauft habt. Diese füllen eure Gesundheitsanzeige schneller auf. Sprinten könnt ihr zudem erneut nur, solange es eure Ausdaueranzeige zulässt. Auch diese regeneriert sich jedoch wieder automatisch. Noch nicht ganz ausbalanciert wirkte die Steuerung der Fahrzeuge, die noch etwas schwammig war. Immerhin durften wir aber schon in schicken Coupés mit Flügeltüren Platz nehmen und am Steuer auch wieder spontan Taximissionen oder Entführungen starten. Neu ist nun, dass ihr einen Tempomaten zu Hilfe nehmen könnt. Dieser legt euer Fahrtempo auf die aktuelle Geschwindigkeit fest, ohne dass ihr weiterhin Gas geben müsst. Dies ist vor allem dann komfortabel, wenn ihr aus einem Auto heraus ballert. Zudem weist euch ein Navigationssystem wieder den Weg. Diese Idee hatte sich Rockstar ja für GTA IV beim ersten Saints Row abgeschaut. Natürlich dürft ihr auch wieder an Renn-Events teilnehmen oder über Sprungschanzen fliegen.

    Karate Kid
    Ebenfalls neu ist diesmal, dass ihr eurem Charakter verschiedene Kampfstile beibringen könnt. Diese schaltet ihr in diversen Kampfveranstaltungen frei und sogar Finishing Moves im WWE-Stil beherrscht eure Spielfigur dann. Ein ähnliches Feature hatten ja bereits die beiden Open-World-Spiele True Crime: Streets of L. A. und True Crime: New York City (dt.) von Activision zu bieten. Darüber hinaus könnt ihr Saints Row diesmal in vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden durchspielen und im Gegensatz zum Vorgänger erwarten euch erstmals während der Missionen auch Checkpoints! Damit erspart ihr euch beispielsweise lange Fahrtwege, wenn ihr eine Mission mehrfach wiederholen müsst. Saints Row schafft somit schon im zweiten Anlauf, was GTA immer noch nicht auf die Reihe kriegt. Obendrein setzen die Entwickler auf noch mehr Möglichkeiten, im Stadtgebiet die Sau rauszulassen. Zum Beispiel dürft ihr jetzt auf hohe Gebäude klettern und dann einen Base Jump wagen. Dabei müsst ihr rechtzeitig den Fallschirm öffnen, um nicht platt wie ein Pfannkuchen auf den Boden zu klatschen. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler den Bug der Vorabversion noch beseitigen, der dafür sorgte, dass der Spielcharakter während eines Base Jumps urplötzlich in Unterhosen am Fallschirm baumelte.

    Aus alt mach neu
    In technischer Hinsicht basiert Saints Row 2 logischerweise auf der Engine des ersten Teils. Allerdings haben die Entwickler diese sehr wohl weiterentwickelt. In erster Linie fällt dies durch eindeutig detailliertere Texturen auf, hauptsächlich bei den Charakteren. Dadurch sehen vor allem die Zwischensequenzen nun besser aus als im Vorgänger, allerdings sind diese nicht ganz so schick wie in Grand Theft Auto IV. Der Schauplatz ist zwar derselbe wie im Vorgänger geblieben und die Straßenzüge und Gebäude wurden beibehalten, allerdings erlebte das komplette Spielareal eine Art Evolution, denn fast an jeder Ecke kamen Bauwerke hinzu oder vorhandene wurden vergrößert. Im Spiel wird dies übrigens so erklärt, dass die Ultor Corporation sich große Teile von Stilwater unter den Nagel gerissen hat und der Stadt zu wirtschaftlichem Aufschwung verhelfen möchte. Laut den Entwicklern wird die machthungrige Ultor Corporation eine wichtige Rolle in der Handlung spielen. Sehr zu begrüßen ist auch, dass nun unbeteiligte Passanten zahlreicher vorhanden sind als im ersten Teil und sich auch realistischer verhalten. Ihr dürft euch auf junge Damen freuen, die mit einem Notebook auf dem Schoß im Gras sitzen oder eine Gruppe Hausfrauen, die im Park gemeinsam Yoga macht. Allerdings müssen wir so ehrlich sein und zugeben, dass der immense Echtheitsgrad der simulierten Welt in GTA IV in der Vorabversion von Saints Row 2 nicht erreicht wurde. Im Vergleich zu Liberty City in GTA IV wirkte unser jüngster Trip nach Stilwater wie ein Ausflug in eine Geisterstadt. Dafür spendieren die Macher ihrem neuen Sprössling aber immerhin ein dynamisches Wettersystem und Tag-und-Nacht-Wechsel. Explosionen sahen zudem wieder genauso beeindruckend aus wie schon im ersten Teil. Insgesamt betrachtet ist der Grafikstil allerdings immer noch sehr farbenfroh.

    Soundcheck
    Sitzt ihr in einem Fahrzeug, könnt ihr einen von zehn verschiedenen Radiosendern auswählen. Diese beschränken sich auf die Musikrichtungen Modern Rock, Hip Hop & Rap, Elektronische Musik, Funk, College Radio, Klassik, Reggae, Easy Listening, Hard Rock und 80er-Jahre. Außerdem könnt ihr in ganz Stilwater wieder 50 versteckte CDs einsammeln. Für jeweils zehn davon schaltet ihr einen zusätzlichen Song frei. Außerdem verfügt eure Spielfigur erneut über einen MP3-Player, sodass ihr auch dann nicht auf musikalische Untermalung verzichten müsst, wenn ihr zu Fuß unterwegs seid.

  • Saints Row 2
    Saints Row 2
    Publisher
    THQ
    Developer
    Volition Inc
    Release
    28.11.2008
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
657513
Saints Row 2
Saints Row 2
http://www.videogameszone.de/Saints-Row-2-Spiel-31329/News/Saints-Row-2-657513/
20.09.2008
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2007/09/00596226.jpg
news