Rogue Galaxy
Aus dem Osten nix neues. Aber es muss ja nicht immer innovativ sein.
BIZARR In den Weiten des Alls treffen Sie auf allerhand seltsame Zeitgenossen – wie diese Hacker-Echse.
Cel-Shading ist schon lange nichts Neues mehr, der Soundtrack bleibt nicht wirklich hängen, die Story ist etwas unspektakulär, das Echtzeit-Kampfsystem lässt wenig Platz für Strategie und die Dungeons sind recht geradlinig. Rogue Galaxy hat wahrlich nichts zu bieten, was es im Genre nicht schon einmal besser gegeben hätte. Die vorhandenen Elemente sind aber gut genug umgesetzt und miteinander verknüpft, dass ein unterhaltsames Rollenspiel dabei herauskam.
FLIEGER, GRÜSS MIR DIE SONNE
Aufgrund einer Verwechslung erhält der 17jährige Jaster Rogue die Chance, als Weltraumpirat das All zu erforschen. Dabei treffen Sie auf sieben weitere Recken, die Sie auf der Reise begleiten. Nach etwa zehn Spielstunden ist die Party komplett, die Story weiß aber immer noch nicht so recht, wohin sie eigentlich will. Trotzdem macht das Abenteuer auch schon während der Anfangsphase mächtig Spaß. Das liegt vor allem am schnellen Echtzeit-Kampfsystem. Mit je einer Taste lösen Sie Nah- oder Fernkampfangriffe aus, mit der Dreiecks-Taste rufen Sie hingegen ein Menü auf, aus dem Sie Spezialfähigkeiten und Items auswählen, oder Teammitgliedern konkrete Befehle geben. Ihre Kampfgenossen machen aber auch von sich aus der Situation entsprechende Vorschläge, die Sie mit einem Druck auf die L1 und L2-Schultertasten bestätigen und so auslösen können. Damit Sie mit den immer härter werdenden Gegner mithalten können, leveln Sie nebenher die Charaktere auf einem Sphärobrett-ähnlichen Bildschirm auf. Auf einer Art Spielfeld verteilen Sie hier gefundene Items, um neue Fähigkeiten zu erhalten.
ZEITVERTREIB DELUXE
Neben dem Hauptabenteuer gibt es in der Welt von Rogue Galaxy noch jede Menge anderer Dinge zu erforschen. Da die europäische Version um einige Inhalte wie spezielle Items erweitert wurde, sogar mehr als in der japanischen Originalfassung! In einer Erfinderwerkstatt tüfteln Sie beispielsweise an neuen Waffen und Gegenständen und mit gefangenen Käfern nehmen Sie an Insekten-Kampfturnieren teil. Wer sich die Zeit nimmt wirklich alles zu erforschen, erhöht die reine Spielzeit von etwa 40 Stunden noch mal gehörig. Einige Elemente kennt man aber bereits aus anderen Level 5-Rollenspielen. So ist es wieder möglich, Items zu fusionieren und somit aufzuwerten. Anders als beispielsweise in Dragon Quest, wo dies mit Hilfe eines Alchemie-Topfes ausgeführt wurde, verfüttert man Items diesmal aber an einen gefräßigen Frosch namens Toady. Sie sehen, auch der typische Level 5-Humor ist wieder mit von der Partie.
SCI-FI-ANIME ZUM SELBERSPIELEN
Auch technisch schlägt Rogue Galaxy in die gleiche Kerbe, wie Dark Chronicles und Dragon Quest. Der Cel-Shading-Look mag inzwischen ausgelutscht sein, funktioniert aber richtig gut. Die englischen Sprecher sorgen zudem für einen Schuss Humor. Japanische Situationskomik hat hier ebenso Platz wie popkulturelle Anspielungen. Alles in allem also tatsächlich nichts Neues, sondern lediglich Altbewährtes. Aber getreu dem Motto "Never change a winning team" macht Rogue Galaxy gerade deswegen selbst ohne Innovationen Spaß und ist auch für Rollenspielneulinge bestens geeignet.
zu rogue galaxy: ich werde mir den titel vielleicht holen, wenn ich ihn irgendwo günstig sehe.
sieht interessant aus. ich mag den humor. nur das echtzeit-kampfsystem ist nicht so meins. mehr als bei ffxii muss nicht sein, da (wie im test beschrieben) die taktische note flöten geht.
Seit ich damals diesen fantastischen Trailer auf der Playzone-DVD gesehen habe, will ich dieses Spiel haben!
Ich bin auch nicht so anspruchsvoll...
Ich liebe Cel-Shading!!!
Ich greife auf jeden Fall zur Geldbörse! ^^