Risen-Review zur Xbox 360: Unser Test zur Xbox 360-Umsetzung von Risen - doch wir vergeben (noch) keine Wertung. Warum? Das erfahrt ihr im folgenden Artikel.
In unserem Test zu Risen für die Xbox 360 vergeben wir eine Wertung, die auf der offiziellen Verkaufsversion basiert. Wie Publisher Koch Media ankündigt, erscheint in den ersten vier Wochen nach Release ein Patch zum Download, der grafische Mängel aus dem Spiel entfernen soll. Bislang ruckelt das Spiel und enthält viele Pop-Ups. Der bereits angekündigte Patch soll diese Probleme offenbar beheben. Einen ausführlichen Vergleich der Grafik von Risen auf PC und Xbox 360 haben wir ebenfalls für euch vorgenommen.
Quelle: videogameszone.de
Risen - XBOX 360 (10)
So viel Gothic steckt in Risen
Nach dem Gothic 3-Debakel von 2006 mussten die Essener Entwickler Piranha Bytes einiges an Schelte einstecken. Das Spiel war damals zum Verkaufsstart technisch in einem katastrophalen Zustand. Konsoleros bekamen davon wenig mit. Nun melden sich die Essener Entwickler Piranha Bytes mit Risen zurück, einem Versuch, die erboste Fan-Basis wieder zu besänftigen, und ihrem ersten Versuch, auch die Xbox 360-Spieler für sich zu gewinnen (auch wenn die Umsetzung für die Konsole von WizarBox stammt). Doch obwohl das Kind einen anderen Namen trägt, kann Risen seine Gothic-Wurzeln nicht verleugnen. Wie für die PC-Vorgänger gewohnt, entwarf Piranha Bytes eine raue, glaubwürdige Welt, die voll gepackt ist mit echten Typen, also keinen 0815-NPCs.
Story: Befriedigend
Als namenloser Held strandet ihr zu Beginn des Abenteuers auf einer Insel, wisst aufgrund von Gedächtnisverlust jedoch nicht, wo ihr seid und weswegen überhaupt. Alles ist eben genau so, wie man es aus den Quasi-Vorgängern kennt.
Quelle: videogameszone.de
Risen - XBOX 360 (14)
Durch die Erkundung des Eilands findet ihr schnell heraus, dass es zwei große Fraktionen in der Spielwelt gibt, den Weißen Orden und die Banditen, die sich beide um mysteriöse Tempel und mit Monstern zanken. Während Erstgenannte die Bevölkerung unterdrücken und ausbeuten, arbeiten die Banditen dem entgegen. Im Verlauf der Geschichte steht es euch offen, sich einer der beiden Parteien anzuschließen, ab dem zweiten Akt (von insgesamt vier) macht es aber kaum mehr einen Unterschied, abgesehen von den erlernbaren Talenten. Das Problem: Im ersten Akt von Risen erkundet ihr die Insel, erhaltet ständig neue Aufgaben, lernt NPCs kennen, baut euren Charakter aus und so weiter - Risen bietet also genau das, was ein gutes Rollenspiel auszeichnet.
Nach einigen Stunden gelangt ihr jedoch an den Punkt, an dem ihr euch für eine der "Gilden" entscheiden müsst, um weiterzukommen; dadurch legt ihr euch fest, ob ihr künftig den Stabkampf beziehungsweise die Magie erlernen möchtet (aufseiten des Weißen Ordens) oder euch lieber auf Schwert- oder Axtkampf konzentriert (das Spezialgebiet der Banditen). Mehr Einfluss hat die Entscheidung im Grunde nicht, denn egal welche Gruppierung ihr wählt, ab diesem Zeitpunkt verläuft die Story von Risen gleich und schwächelt mehr und mehr. Akt 2 lässt euch noch über die Insel hetzen und allerlei Nebenquests lösen, doch die letzten beiden Akte führen euch nur noch in triste, dunkle Tempelruinen und Katakomben, in denen ihr euch Stunde um Stunde mit immer gleichen Gegnern herumschlagt - ein kleines Ärgernis.
Der Schluss überrascht dann leider auch nicht, sondern lässt sich früh vorhersehen. Was sich nun sehr ärgerlich anhört, fängt Piranha Bytes mit den ersten beiden Akten auf, die immerhin deutlich länger ausfallen, als die schwächelnden letzten beiden. Somit seid ihr gut zwei Drittel der Spielzeit mit wunderbar geschriebenen Quests und Charakteren beschäftigt, bevor ihr euch in die dunklen Grabkammern aufmacht.
Quelle: videogameszone.de
Risen - XBOX 360 (11)
Umfang: Befriedigend
Nach knapp 38 Stunden hatten wir die vier Akte der Geschichte durchlebt und der Abspann flimmerte über den Bildschirm. Wer ausschließlich die Haupt-Quests erledigt und sich so schnell durch die Geschichte hangelt, könnte durchaus ein wenig schneller das Ende erreichen. Wer stattdessen jedem Charakter in der Spielwelt helfen möchte und jeden Winkel erkundet, darf ruhig noch ein paar Stunden mehr einplanen. Außerdem nimmt die Fraktionswahl und die Entscheidung, ob Sie Magier, Fern- oder Nahkämpfer spielen möchten, Einfluss darauf, wie schnell beziehungsweise einfach ihr durch das Abenteuer kommt. Magier zum Beispiel brauchen sicherlich länger als Kämpfer, da sie gerade am Anfang mehr Schwierigkeiten in den Kämpfen haben. Wir gehen von einer Spielzeit zwischen 30 und 45 Stunden aus. Spieler, die wirklich jeden Winkel der Welt abgrasen, lassen sich von Risen sicherlich auch 60 Stunden oder länger in den Bann ziehen.
