Quelle: Codemasters
In der Bildmitte erkennt man den Tearing-Effekt. Achtet auch auf den Oberkörper der Spielfigur. Dieser dehnt sich, als wäre er aus Gummi.
Mass Effect und Fallout 3 haben vorgemacht, wie man schnelle, actionreiche Kampfsysteme geschickt mit cleveren Rollenspiel-Elementen verknüpft. Das Ergebnis: Die beiden Titel können wohl getrost als die besten Rollenspiele für die Xbox 360 bezeichnet werden. Wenn man sich anschaut, dass Rise of the Argonauts auf ganz ähnliche Weise flotte Kämpfe mit tiefgängigen Dialogen, einem interessantem Level-System und obendrein mit einem unverbrauchten Setting verquicken will, liegt die Vermutung nahe, dass hier ein weiterer Toptitel in den Startlöchern steht. Wieso dem dann leider doch nicht so ist, lest ihr auf den folgenden Seiten.
Griechische Mythologie
Quelle: Codemasters
Das Setting bedient sich stark bei der griechischen Mythologie. Ob Sartyre, Zentauren oder Sagenfiguren wie Herkules – hier findet ihr sie alle.
Das Abenteuer führt euch im Harnisch von König Iason von Ioklos quer durch Griechenland. Der Grund für den Trip ist wie so oft Rachedurst. Die bessere Hälfte des Königs wurde nämlich während der Hochzeitszeremonie vom totgesagten Clan der Schwarzzungen ermordet. Eine solche Geschichte, angesiedelt im antiken Griechenland, bietet viel Stoff für ein episches Abenteuer. Aber schon hier wurde mächtig gepatzt. So laufen die etwa 15 Stunden Spielzeit ohne jegliche Überraschungen und Twists ab. Hinter der hier zusammengefassten Story von Rise of the Argonauts steckt tatsächlich nicht mehr, als diese paar wenigen Zeilen vermuten lassen. Die Story ist lediglich Mittel zum Zweck, um eine Reise zu drei verschiedenen Inseln zu rechtfertigen. Außerdem schaut ihr noch auf einen Sprung beim Orakel von Delphi vorbei und macht einen Abstecher in die Unterwelt, bevor es zum Showdown kommt. Auf eurer Reise macht ihr dabei Bekanntschaft mit etlichen Figuren, die der griechischen Geschichte und Mythologie entnommen sind. Vier davon stehen euch dabei auch während der Kämpfe zur Seite.
Schnetzel mit Ketchup
Die philosophische Debatte gegen diesen Herren ist einer der wenigen Höhepunkte des Spiels.
Das Kampfsystem war denn auch eines der Elemente, die von den Entwicklern von vornherein als stärkstes Feature angepriesen wurden. So kann der Waffenwechsel aktiv in Kombos mit eingebunden werden und euch stehen zahlreiche göttliche Kräfte zur Verfügung, mit denen ihr eure Truppe stärken könnt. Letztendlich haben wir Rise of the Argonauts aber mit nur einer Kombo durchspielen können, der Waffenwechsel war lediglich beim letzten Endgegner wichtig und eure Party-Mitglieder lassen sich in keiner Weise in ihrem Handeln beeinflussen. Auch das Level-System hat im Prinzip gute Ideen, deren Potenzial aber zu keinem Zeitpunkt ausgekostet wird. Tatsächlich ist das Leveln der Figuren kaum vonnöten!
Auf der nächsten Seite gibt's das Fazit und die Wertung!
