Ridge Racer

Test

Spektakuläre Sprünge machen immer besonders viel Spaß. Spektakuläre Sprünge machen immer besonders viel Spaß. Namcos Rennspielserie hat die Zocker bereits auf der ersten PlayStation mit einem flüssigen und reibungslosen Gameplay begeistert. Wie schon bei der PlayStation und der PlayStation 2 erscheint auch für die PSP gleich zum Start ein Ridge Racer. Namco schafft es dabei nicht nur, die grandiose Spielbarkeit auf die PSP zu transferieren, sondern zeigt auch, was Sonys Handheld im technischen Bereich draufhat.

Guter Arcade-Racer

Das Rennspiel an sich ist arcadeorientiert, denn es geht weniger darum, rechtzeitig zu bremsen, vielmehr gilt es, Kurven mit sauberen Drifts zu durchfahren. Solange man einen Drift ausführt, wird die Vorderachse des Wagens auf der Straße verankert und man braucht deshalb auch nicht sonderlich auf die Regeln der Physik zu achten. Es ist nur wichtig, den Wagen so auszurichten, dass man möglichst wenig Geschwindigkeit verliert und die Antriebskraft permanent zur Beschleunigung nutzt.

Während Sie mit hohen Geschwindigkeiten durch die Kurven schlittern, laden sich bis zu drei Nitro-Boosts auf, die sich per Tastendruck einsetzen lassen. Damit das Spielgeschehen ständig in Bewegung bleibt, gibt es keine Hindernisse, die das Fahrzeug zu völligem Stillstand bringen, und auch kleine Zusammenstöße mit anderen Rennautos oder Fahrbahnbegrenzungen verringern die Geschwindigkeit nur geringfügig. Die KI der computergesteuerten Rennfahrer ist nicht besonders raffiniert, man wird also nicht abgedrängt oder gezielt am Überholen gehindert. Ridge Racer ist beileibe keine Simulation und bietet trotz der recht eingeschränkten Möglichkeiten viel Spaß - ganz klar ein Fall für Geschwindigkeitsfans.

Viele Strecken und Fahrzeuge

Der umfangreichste Spielmodus ist "Welt-Touren", bei dem sich der Spieler bei einer Vielzahl von Rennserien behaupten muss. Bei erfolgreichem Abschluss einer Serie wird man mit neuen Strecken und Fahrzeugen belohnt, die man dann auch in den übrigen Modi einsetzen darf. So arbeitet man sich in einzelnen Ligen voran und darf nach einiger Zeit auch hinter das Steuer von hochklassigen Sportwagen klettern.

Am Anfang sind die Rennen noch relativ einfach, doch je schneller die Fahrzeuge sind, desto weniger Fehler dürfen Sie sich erlauben, wenn Sie das Rennen gewinnen wollen. Dieses System erleichtert den Einstieg und bietet im fortgeschrittenen Spielstadium den nötigen Anspruch. Neben den Einzel- und Zeitrennen gibt es auch noch einen Mehrspieler-Modus, bei dem bis zu acht PSP-Besitzer gleichzeitig gegeneinander antreten dürfen.

Überragende Technik

Das Grandiose an Ridge Racer ist die beeindruckende Grafik. Die Straßen sind gestochen scharf und die Strecken sind detailliert und abwechslungsreich gestaltet, sogar Sonnenlicht wird vom virtuellen Asphalt reflektiert. Während man gerade noch durch eine Berglandschaft gefahren ist, führt der nächste Tunnel direkt in die Großstadt. Nette Details verzücken den Spieler ein ums andere Mal, denn gelegentlich fliegt ein Flugzeug, Hubschrauber oder ein Schwarm Vögel vorbei.

Oftmals bewundert man einfach nur einen Wasserfall oder bestaunt die Architektur eines imposanten Gebäudes. Im Gegensatz zu anderen Spielen kann man keine Macken am Bildaufbau entdecken - es gibt also keine Objekte, die wie aus dem Nichts erscheinen. Grund dafür ist wohl das ausgeklügelte Streckendesign, was aber nicht heißen soll, dass die Sichtweite dadurch eingeschränkt würde.

Obendrein liefert die PSP bei Ridge Racer konstante 60 Bilder pro Sekunde, was der Garant für ein flüssiges Spielerlebnis und ein tolles Geschwindigkeitsgefühl ist. Der umfangreiche Soundtrack lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Sogar Originaltracks und Remixe der alten Ridge Racer-Titel sind auf der UMD zu finden. Insgesamt gibt es 30 verschiedene Musikstücke, wobei es sich bei den meisten Tracks um elektronisch angehauchte Musik handelt. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es kein anderes PSP-Spiel, das Ridge Racer im technischen Bereich das Wasser reichen kann.

Bildergalerie

Wertung zu Ridge Racer (PSP)

Wertung:

91 /10
Fazit

Sehr gutes und umfangreiches Rennspiel. Technisch und spielerisch ist der Titel auf einem hohen Niveau.

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