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  • Resonance of Fate-Test: Kann sich das Rollenspiel für PS3 und Xbox 360 gegen Final Fantasy 13 behaupten?

    Die Rollenspielflut dieser Tage ist enorm. Kann sich dieser Underdog gegen die großen Produktionen von Sony und Square Enix behaupten? Das klären wir in unserem Test!

    Screenshots aus unserem Test zu Resonance of Fate (5) Screenshots aus unserem Test zu Resonance of Fate (5) Gerade mal zwei fortlaufende Serien findet man im Portfolio von Entwickler tri-Ace. Die Ableger von Valkyrie Profi le und Star Ocean fügten jedoch selten Neues zu den ursprünglichen Konzepten hinzu, dafür konzentrierte man sich auf deren Perfektionierung. Ob das bei der jetzt erscheinenden Neuproduktion Resonance of Fate wieder der Fall sein wird, ist natürlich noch nicht abzusehen - ein Augenmerk auf die Perfektionierung eventueller Nachfolger aber ist auf jeden Fall wünschenswert. Denn dieser erste Teil ist lange nicht perfekt, der Einstand dank innovativem Gameplay und einem ungewöhnlichen Setting jedoch gelungen.

    TRIO INFERNALE
    In der fernen Zukunft ist die Erdoberfläche unbewohnbar. Eine gigantische Maschine, der Turmbau zu Basel, ist das letzte Refugium der Menschheit. In dieser Welt übernehmt ihr die Rolle über ein dreiköpfiges Kopfgeldjäger- Gespann, mit dem ihr die Geheimnisse des Turms erkunden werdet. Was genau die Rollen von Vashyron, Zephyr und Leanne in dieser deprimierenden Endzeitvision sind, darüber lässt euch das Spiel aber lange Zeit im Ungewissen. So beginnt die Geschichte mit einer Filmsequenz, in der Zephyr und Leanne Hand in Hand vom Rand des Turmes Basel ins Ungewisse stürzen. Schnitt. Ein Jahr und mehrere Monate später. Zephyr und Leanne sitzen auf einer Couch, ihr Kumpel Vashyron setzt sie in Kenntnis, dass ein neuer Auftrag ansteht. Wie die beiden überlebt haben? Woher sie Vashyron kennen? Darüber verliert das Spiel kein Wort. Stattdessen bekommt ihr gerade in den ersten Kapiteln Smalltalk und viele komödiantische Szenen präsentiert, die den Charakteren ein Profi l verleihen sollen. Erst sehr viel später weichen Frotzeleien und Situationskomik schwermütigen Themen wie der Todessehnsucht der Figuren, die eine zentrale Rolle spielt.

    Fashion Victim: Karohemd, Lederjacke, schicke Brille. Der hippe Zephyr testet seine neue Garderobe unter Extrembedingungen. Fashion Victim: Karohemd, Lederjacke, schicke Brille. Der hippe Zephyr testet seine neue Garderobe unter Extrembedingungen.

    METALL-WELTEN
    In Städten - neben den Kampfschauplätzen die einzigen Orte, an denen man die Figuren direkt steuert - wird der maschinelle Charakter der Spielwelt durch viel Bewegung inszeniert. Zahnräder drehen sich, Lichter flackern, überall ragen metallene Gebilde aus dem Boden und farblich regieren Braun- und Grautöne. Technisch erreicht Resonance of Fate zwar lange nicht das Niveau eines Final Fantasy XIII, die Welt wirkt aber schlüssig. Außerdem sind die Umgebungen nicht so abwechslungsarm wie nach unseren ersten Ausflügen nach Basel befürchtet. So verschlägt es uns beispielsweise in eine bewaldete Gegend, in der Ruinen zwischen den Metallpfeilern hervorragen. In noch tieferen Regionen des Turmes ist es hingegen dermaßen kalt, dass wir uns auf der Jagd nach einem Irren durch ein vereistes Areal kämpfen. Dennoch sind alle Gegenden überschattet vom maschinellen Charakter Basels.

    RESONANCE OF FASHION
    Aber wie es mit Maschinen halt immer so ist: Sie gehen gerne mal kaputt. Um sich über die vielen, in hexagonale Felder unterteilten Gegenden fortbewegen zu können, müssen diese erst mal wieder ans Stromnetz. Dies funktioniert mittels sogenannter Energiezellen, die wir Gegnern im Kampf abluchsen. Außerdem versehen wir einzelne Bereiche durch spezielle Energiezellen mit Sondereffekten, die uns dann wiederum Boni in den Kämpfen bescheren. Das Bahnen neuer Wege ist aber nicht der einzige Zweck dieser Hex-Puzzelei. Wir verbummelten immer wieder viel Zeit beim Aufdecken gesamter Stockwerke des Turmes, um dabei versteckte Schatzkisten zu finden. In diesen finden sich häufig Kleidungsstücke, mit denen wir unsere Figuren ausstatten. Was in westlichen RPGs zum Standard gehört, hat man im japanischen Rollenspiel eher selten gesehen: Wie auch immer wir unsere Recken ausrüsten, Kleidung, Haarfarbe und Accessoires werden im Kampf und sogar in allen Zwischensequenzen dargestellt! Allerdings haben die Kleidungsstücke keinerlei Auswirkungen auf die Figuren. Was anfangs noch sehr motiviert, verliert im späteren Spielverlauf daher seinen Reiz. Hier hätten die Entwickler ihre innovativen Ideen ruhig weiterdenken und ausweiten dürfen.

    Rostig: Egal ob Wald, eisige Höhlen oder Ruinen - der maschinelle Charakter von Basel überschattet die gesamte Spielwelt. Rostig: Egal ob Wald, eisige Höhlen oder Ruinen - der maschinelle Charakter von Basel überschattet die gesamte Spielwelt.

    HELDEN DES SCHLACHTFELDES
    Überhaupt spielen Statuswerte kaum eine Rolle. Lediglich Sonder- Items, die wir im Waffenladen erstehen, verringern zum Beispiel die Anfälligkeit für Giftangriffe. Darüber hinaus schlägt sich nur der Umgang mit einem der gerade mal drei Waffentypen (Pistole, Maschinengewehr und Wurfwaffen) in Statistiken nieder: Je öfter eine bestimmte Waffe verwendet wird, desto besser erlernt der jeweilige Charakter die Handhabung. Simpel. Etwas komplexer wird es allerdings beim Anpassen der Knarren sowie bei den Schusswechseln selbst. Im Kampf gibt es zwei Möglichkeiten zur Fortbewegung. Steuern wir die Helden direkt, können Gegner unsere Aktionen unterbinden. Deswegen wollen wir, so oft es geht, die Heldenaktionen einsetzen. Bei diesen rennen die Kopfgeldjäger auf direktem Wege von Punkt A nach Punkt B und nehmen währenddessen Gegner ins Visier, ohne selbst getroffen zu werden. Allerdings kostet jede Heldenaktion einen Aktionspunkt. Gelingt es nicht, diese regelmäßig durch gelungene Aktionen wieder aufzuladen, gerät das Trio in Panik und wird leicht verwundbar. Schaffen wir es hingegen, die Heldenpunkte zu behalten und dabei auch noch die Marschrouten so festzulegen, dass eine Figur zwischen ihren beiden Kumpanen hindurchläuft, werden sogenannte Tri-Attacks möglich.

    Dann rennen alle drei Helden um die Gegner herum und halten gemeinsam drauf. So komplex und so schwer zu erklären dieses System auch ist - schnell hat man sich an die Funktionsweise gewöhnt. Sobald man das geschafft hat, wirft einen das Spiel aber auch schon in die ersten Dungeons, in denen das Terrain nicht mehr eben, sondern mit Rampen, Containern und Barrikaden versehen ist. Dies hat immense Auswirkungen auf die Taktik, wodurch die Kämpfe stets herausfordernd bleiben. Obendrein haben etliche Gegner - allen voran die Endbosse - mehr als eine Energieleiste. Eine Teslaspinne etwa schützt ihren verwundbaren Kern durch vier dicke Wände, die wir zunächst zerstören müssen. Welches Körperteil eines Gegners die Partymitglieder ins Visier nehmen, hängt dabei auch von deren Position auf dem Schlachtfeld ab. Taktisch wird hier viel geboten! Und wenn wir doch einmal im Kampf fi elen, eröffnete uns das Spiel die Möglichkeit, den Kampf gegen einen kleinen Obolus mit komplett gefüllten Anzeigen erneut zu versuchen. Ein schöner Mittelweg zwischen Lust und Frust: Denn jeder Kampf erfordert so unsere gesamte Aufmerksamkeit, wenn wir nicht permanent unser virtuelles Guthaben für einen Neuversuch verprassen wollen.

    Drama, Baby! Erst nach vielen Kapiteln weichen Frotzeleien und Situationskomik schwermütigen Themen wie der Todessehnsucht der Figuren. Drama, Baby! Erst nach vielen Kapiteln weichen Frotzeleien und Situationskomik schwermütigen Themen wie der Todessehnsucht der Figuren.

    SCHÖNE, NEUE HELDEN
    Unsere Wertungsdebatten bei Resonance of Fate waren fast so ausufernd wie beim Konkurrenten Final Fantasy XIII. Letzteres gibt sich sehr klassisch, ist dabei aber so bombastisch inszeniert, dass man voll und ganz von der Spielwelt gefangen genommen wird. Resonance of Fate hat weit mehr innovative Ideen zu bieten: Allein die Spielwelt freizulegen, hat seinen Reiz. Aber da es sich hier lediglich um Karten handelt, auf denen man einen Cursor steuert, und weil gefundene Gegenstände keine Auswirkung auf den Spielverlauf haben, zog uns das Spiel nie so sehr in seinen Bann wie der Square-Enix-Titel. Außerdem vermissten wir einen RPG-typischen Motivator: das Gefühl, seine Party wirklich selbst zu managen und so erstarken zu lassen. Drei Waffentypen sind für ein Rollenspiel von über 40 Stunden Spielzeit eben nicht viel. In der Reihe von recht klassischen RPGs wie Star Ocean, White Knight Chronicles und Final Fantasy müssen die innovativen Ansätze eines Resonance of Fate aber auf jeden Fall gewürdigt werden. Daher zücken wir den Hitstempel und hoffen, dass tri-Ace hier das verfolgen wird, was es in den letzten Jahren im Rahmen der Star Ocean-Reihe bereits einmal geleistet hat: den Ausbau und die Perfektionierung eines gelungenen neuen Ansatzes.

    Resonance of Fate (PS3)

    Spielspaß
    85 %
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Interessantes Setting und spannende Charaktere – das Spiel lockt mit frischem Ansatz.
    Taktisches, völlig neuartiges Kampfsystem; Inszenierung in bester John-Woo-Manier
    Alle Kleidungsstücke werden in Kämpfen und Zwischensequenzen dargestellt.
    Kleidungsstücke sind ein rein optisches Feature. Charaktere können kaum konfi guriert werden.
    Die manuelle Zielerfassung ist den hektischen Kämpfen etwas problematisch.
    Ihr steuert die Helden nicht immer direkt. Das erschwert das Eintauchen in die Spielwelt.
  • Resonance of Fate
    Resonance of Fate
    Publisher
    Sega
    Developer
    tri-Ace
    Release
    26.03.2010
    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von wiffl
    Sieht echt nice aus. Für mich eine angenehme alternative zu FF welches mir viel zu quietschig ist.

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    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von wiffl Benutzer
        Sieht echt nice aus. Für mich eine angenehme alternative zu FF welches mir viel zu quietschig ist.
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Resonance of Fate
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Die Rollenspielflut dieser Tage ist enorm. Kann sich dieser Underdog gegen die großen Produktionen von Sony und Square Enix behaupten? Das klären wir in unserem Test!
http://www.videogameszone.de/Resonance-of-Fate-Spiel-29944/Tests/Resonance-of-Fate-Test-Kann-sich-das-Rollenspiel-fuer-PS3-und-Xbox-360-gegen-Final-Fantasy-13-behaupten-743472/
28.03.2010
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2010/03/scr_custom.jpg
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