Resistance: Fall of Man

Test

Hausmannskost

BILD: PLAYZONE BILD: PLAYZONE Schon anhand der fertigen US-Version konnten wir Ihnen die grafische Qualität des Spiels vor Augen führen. Auch die deutsche Fassung sieht ordentlich aus, lässt aber keine Kinnladen nach unten klappen. Klar, gegenüber einem PS2-Spiel wird hier geklotzt und nicht gekleckert, doch dem direkten Vergleich zu aktuellen Xbox-360-Titeln hält Resistance nicht stand. Zu verwaschen sind die Texturen, zu karg viele Umgebungen und zu steril große Teile der Optik. Selbst das konvertierte Call of Duty 3 hat mehr optische Schmankerl zu bieten und wirkt spektakulärer.

Die technischen Errungenschaften von Resistance sind erst auf den zweiten Blick erkennbar. Sieht man sich zudem die Entwicklung auf der PS2 an, erkennt man schnell, dass hier noch eine Menge Potenzial vorhanden ist und die Entwickler wohl eher auf Nummer Sicher gehen wollten. Immerhin, selbst im dichtesten Kugelhagel inmitten von 15 Gegnern, geht die Technik nicht in die Knie. Ruckler sind nicht zu verzeichnen (auch nicht im Kooperationsmodus mit einem Kumpel im Splitscreen) und spätere Levels sind extrem aufwendig konstruiert. Resistance sieht also keinesfalls schlecht aus, bombastische Effekte im Stile von Black auf der PS2 sollte man aber nicht erwarten.

Brillant oder bemerkenswert?

BILD: PLAYZONE BILD: PLAYZONE Zahlreiche 90er-Wertungen heimste Resistance bei der Veröffentlichung in den USA ein. Fast alle Redaktionen waren sich einig: Resistance ist ein hervorragendes Spiel und gehört zum Besten, was das Genre zu bieten hat. Wir wollen unseren amerikanischen Kollegen nicht widersprechen, ganz so extrem fällt unsere Euphorie allerdings nicht aus - zumindest, wenn man den Einzelspielermodus für sich betrachtet.

Resistance hat einige fantastische Ideen, der Umfang ist sehr ordentlich, die Waffenvielfalt sucht ihresgleichen und dank der schon aus Ratchet & Clank bekannten Challenge Points (unterschiedliche Zusatzziele schalten Boni und Extras frei) ist die Langzeitmotivation gesichert. Vorzüge, die sich auf dem Papier gut machen, doch in der Praxis zählen Atmosphäre und Spielspaß.

Der Insomniac-Shooter macht durchaus Spaß, wer in seinem Leben aber schon ein paar Exemplare der Gattung Ego-Shooter gespielt hat, wird große Überraschungen und ausgeklügeltes Leveldesign vermissen. Genauso wie die Grafik ist auch die Story überraschend unspektakulär und noch dazu ungelenk inszeniert. Die einzelnen Gameplay-Abschnitte sind stets recht kurz und nach jedem absolvierten Level wird der Spieler komplett aus dem Spiel herausgezogen und muss dröge Zwischensequenzen mit Standbildern über sich ergehen lassen. An die Dramatik eines Metal Gear Solid oder die Intensität eines Brothers in Arms kommt Resistance nicht einmal ansatzweise heran.

Mehrspieler-Mekka

BILD: PLAYZONE BILD: PLAYZONE Einer der gewichtigsten Gründe für die extrem hohen Wertungen dürfte ohnehin der Mehrspielermodus sein und hier können wir unseren Kollegen nur beipflichten. Resistance strotzt nur so vor Umfang und Optionen. Die Levelgröße kann wie in Ratchet Gladiator der Anzahl der Spieler angepasst werden und so ziemlich jede denkbare Option kann verstellt werden. Ob Friendly Fire, Zielhilfe oder jede einzelne Waffe, Mehrspielerfans dürfen sich nach Belieben austoben. Zählt man nun auch noch die satten 16 Waffensysteme zu der Gleichung, kommt nicht von ungefähr ein hervorragender Mehrspieler-Shooter dabei heraus.

Wertung zu Resistance: Fall of Man (PS3)

Wertung:

86 /10
Pro & Contra
Enormer Umfang und WiederspielwertVorbildlicher Mehrspielermodus
Abwechslungsreiches WaffendesignSchwankende Qualität des Leveldesigns
Fazit

Ordentliche Ballerei mit coolen Waffen und vorbildlicher Mehrspieler-Ausstattung.

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