Resident Evil: Revelations (3DS)

Release:
27.01.2012
Genre:
Action
Publisher:
Capcom

Resident Evil: Revelations im Test für Nintendo 3DS - Zurück zu alten Stärken!

27.01.2012 17:35 Uhr
|
Neu
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Resident Evil: Revelations im Test für Nintendo 3DS: Mittlerweile sind es 15 Jahre, die Capcoms Survival-Horror-Spielereihe auf dem Buckel hat. Nach den letzten Ablegern für die PS3, Xbox und auch den 3DS mehrten sich kritische Stimmen aus den Reihen der Fans - Resident Evil 5 und Mercenaries hätten sich zu sehr von ihren Wurzeln entfernt und Story und Atmosphäre zugunsten der Balleraction vernachlässigt. Revelations wartet daher mit einer großen Story, düsteren Spielumgebungen, einer schaurigen Atmosphäre und trotzdem einer Menge Action auf - und das auf dem Nintendo-Handheld! Der 3DS wird erwachsen.


Vor allem die spannend inszenierten Zwischensequenzen sehen einfach fantastisch aus - sowohl in 2D also auch in 3D! Vor allem die spannend inszenierten Zwischensequenzen sehen einfach fantastisch aus - sowohl in 2D also auch in 3D! [Quelle: Capcom] Resident Evil: Revelations im Test für Nintendo 3DS: Uns haben die zuletzt erschienenen Resi-Spiele zwar immer noch sehr gut gefallen (auch Mercenaries!), doch das Flair der früheren Teile ging für uns im Laufe der Jahre immer mehr verloren. Von daher war unsere Skepsis groß und die Erwartungen an Story und Atmosphäre entsprechend niedrig.

Doch was wir dann gute zehn Stunden lang erleben durften, hat uns eines Besseren belehrt: Revelations glänzt mit einer spannenden Story, einer grandiosen Horror-Atmosphäre inklusive vieler Schreckmomente, sinnvoll erweitertem Gameplay-Features und Steuerungsmöglichkeiten sowie nicht zuletzt einer überragenden Technik, die auf dem 3DS ihresgleichen sucht. Für uns ist Revelations der erste Megahit 2012!

Das hat uns an Resident Evil: Revelations für den 3DS gefallen:

Die kurzweilige Story mit ihren vielen Überraschungen und Wendungen wird in zum Teiln in FOrm von TV-Sendungen erzählt. Die kurzweilige Story mit ihren vielen Überraschungen und Wendungen wird in zum Teiln in FOrm von TV-Sendungen erzählt. [Quelle: Capcom] Spannende Story

Nachdem uns in Resident Evil: Mercenaries lediglich das nackte Resi-Gameplay ohne jegliche Hintergrundgeschichte geboten wurde, legten die Entwickler bei Revelations großen Wert auf eine spannende Story, wie wir sie von den Fassungen für Heimkonsolen kennen. Die Handlung wird dabei anfangs in Rückblenden erzählt, was einen schönen Einstieg darstellt. Zuerst schlüpft ihr in die Rolle der aus den Vorgängern bekannten Jill Valentine, die in Begleitung des Serienneulings Parker auf dem verlassenen Kreuzfahrtschiff "Queen Zenobia" nach ihrem früheren Partner Chris Redfield sucht. Dieser ist auf dem Kahn bei Nachforschungen gegen einen Virus der Vereinigung Veltro spurlos verschwunden – sein letztes Lebenszeichen war ein Notsignal. Die nächste Rückblende entführt euch in die einst von Mutanten belagerte und nach einem Gegenschlag der Menschen verwaisten Stadt Terragriga, wo ihr mit Jill und Parker im Auftrag der BSAA, einer Organisation gegen Bioterrorismus, den Strand nach Biomasse untersucht.

Zurück auf der Queen Zenobia bekommt ihr es dann mit den "BOW" genannten Gegnern zu tun, bevor ihr euch im nächsten Abschnitt als Chris in Begleitung seiner neuen Partnerin Jessica in einer Eiswüste und an einer Flugzeugabsturzstelle herumtreibt. Nach und nach erfahrt ihr mehr über die Geschehnisse, Zusammenhänge und Hintergründe der Story – ihr erlebt etwa die Flucht aus Terragriga vor den BOWs und weitere in der Vergangenheit liegende Ereignisse. So springt ihr häufig zwischen den Schauplätzen, was einerseits für Abwechslung sorgt, andererseits auch etwas über die überschaubare Anzahl an wirklich unterschiedlichen Umgebungen hinwegtäuscht. Aber nicht nur die Schauplätze wechseln oft: Neben den beiden aus Jill und Parker sowie Chris und Jessica bestehenden Teams spielt ihr mit einem weiteren, teils etwas albern aus der Reihe tanzendem Duo: Quint und Keith, die mit ihrer unbekümmerten Art für etwas Humor und frischen Wind im Spielverlauf sorgen. Die Story und deren Inszenierung sind den Entwicklern von Capcom hervorragend gelungen, sodass Revelations sich nicht hinter den großen Teilen der Resi-Reihe verstecken muss und von Mercenaries enttäuschte Handheld-Horror-Fans wieder glücklich stimmen wird.

Das Ballern und die Action steht in Resident Evil: Revelations eindeutig im Vordergrund - das Gameplay ist bis auf wenige Neuerungen stark an das des vierten Teils angelehnt. Das Ballern und die Action steht in Resident Evil: Revelations eindeutig im Vordergrund - das Gameplay ist bis auf wenige Neuerungen stark an das des vierten Teils angelehnt. [Quelle: Capcom] Tolle Action

Das Gameplay erinnert an das legendäre Resident Evil 4, in dem der Schwerpunkt auf der Action liegt. Von der Ballerorgie Mercenaries ist Revelations dennoch weit entfernt, denn trotz der vielen Kämpfe müsst ihr stets auch sehr bedacht vorgehen und etwa Munition sparen, Gegner analysieren oder auch mal euren Partner ranlassen. Besonders die fast durchgehend herrschende Knappheit an Munition erlaubt es euch nicht, wild durch die Gegend zu ballern.

Mit eurer Spielfigur, auf die ihr meistens von hinten und beim Zielen und Schießen über die Schulter blickt, durchstreift ihr die Abschnitte und sammelt dort Informationen und fürs Weiterkommen wichtige Items wie etwa Schlüssel oder Embleme ein. Wie zuvor seid ihr dabei in der Bewegungsfreiheit etwas eingeschränkt – während ihr euch kinderleicht über Geländer schwingt, wird die Spielwelt oft von kniehohen Objekten begrenzt, über die ihr nicht hinwegkommt, und das auch nicht sollt. Dies kann jedoch verschmerzt werden, da es dem Spielspaß keinen Abbruch tut.

Neben euren Waffen steht euch diesmal auch ein 'Genesis' genannter Biomasse-Scanner zur Verfügung, mit den ihr Feinde analysiert und versteckte Items aufstöbert. Neben euren Waffen steht euch diesmal auch ein "Genesis" genannter Biomasse-Scanner zur Verfügung, mit den ihr Feinde analysiert und versteckte Items aufstöbert. [Quelle: Capcom] Scannen, Balsteln, Ballern & Mehr

In Revelations erwartet euch ein reichhaltiges Angebot an Waffen und Ausrüstungsgegenständen. Neu ist der Genesis-Scanner, mit dem ihr Biomasse analysiert. Wenn ihr lebende oder ausgeschaltete Gegner scannt, bekommt ihr dafür immer wieder Heilkräuter. Auch zum Aufspüren versteckter Gegenstände, die ihr ohne Genesis nicht erkennen würdet, eignet sich das neue Spielzeug. Besonders in den höheren Schwierigkeitsstufen ist der Einsatz des Genesis-Bio¬scan¬ners unverzichtbar, da ihr so eure knapp bemessenen Munitionsvorräte und Gesundheit aufstocken könnt. Eure Waffen könnt ihr im Spielverlauf dank eines clever durchdachten Upgade-Systems aufrüsten und modifizieren – außerdem erwarten euch ein paar interessante Items wie besondere Granaten, die vor der Explosion erst noch Gegner anlocken. Diese Neuerungen bereichern das Gameplay, verleihen dem Spiel mehr Tiefgang und trösten zumindest ein wenig über die simplen Rätsel hinweg.

Technik mit Wow-Effekt
Was die Grafik anbelagt, zählt Revelations zu den schönsten Spielen für den 3DS. Hierfür sorgen nicht nur die detaillreichen Texturen udn schönen Animationen, sondern auch der beliebig im Spiel (!) einstellbare 3D-Effekt. Was die Grafik anbelagt, zählt Revelations zu den schönsten Spielen für den 3DS. Hierfür sorgen nicht nur die detaillreichen Texturen udn schönen Animationen, sondern auch der beliebig im Spiel (!) einstellbare 3D-Effekt. [Quelle: Capcom]
Bringen wir's mit nur wenigen Worten auf den Punkt: Revelations sieht fantastisch aus – vor allem in Verbindung mit dem hervorragenden, zusätzlich im Spiel regulierbaren 3D-Tiefeneffekt! Bereits bei unseren ersten Anspielsessions hat uns die Grafik mit ihren tollen Details, Effekten und Animationen beeindruckt, doch wir waren skeptisch, ob das hohe technische Niveau den gesamten Spielverlauf über gehalten wird. Und ja: Auch wenn es die ein oder andere weniger ansehnliche Ecke in den Spielumgebungen gibt, ist die Gestaltung der Spielwelt insgesamt sehr gelungen. Dasselbe gilt auch für die Spielfiguren, die nicht nur top aussehen, sondern zudem auch noch gut vertont wurden. So wurden Synchronsprecher für die deutsche Sprachausgabe eingesetzt, die bis auf kleine Ausnahmen einen ordentlichen Job abgeliefert haben. Auf Wunsch könnt ihr das Spiel aber auch auf Englisch mit den Originalsprechern genießen. Die cineastische Musikuntermalung passt sich dem Geschehen auf dem Bildschirm an und trägt wie die Soundeffekte viel zur gelungenen Atmosphäre bei – Kopfhörer sind beim Spielen von Revelations Pflicht!

01:41
Resident Evil: Revelations - Terragrigia
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27.01.2012 17:35 Uhr
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Dein Kommentar
Benutzer
Bewertung: 1
31.01.2012 13:57 Uhr
Die Story finde ich ganz und gar nicht "hanebüchen". Natürlich ist es die alt bewährte Resident Evil "Terroristen setzen Virus in Stadt xy frei" - Story. Allerdings ist es umso schwerer aus diesem recht althergebrachten Konzept immer wieder neue Aspekte herauszukitzeln und den Gamer nicht zu langweilen.…
Community Officer
Bewertung: 0
28.01.2012 14:08 Uhr
Zitat: (Original von Tetsujin;9344135)
88% ernüchternd?

what.

Die Wertung ist genau das, was ich erwartet habe. Revelations ist sicherlich kein Meilenstein, aber auf jeden Fall ein guter Ableger der Serie.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
28.01.2012 00:05 Uhr
Zitat: (Original von 28cm;9343894)
naya, die bewertung ist ernüchternt.


88% ernüchternd?

what.

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http://www.videogameszone.de/Resident-Evil-Revelations-3DS-235258/Tests/Resident-Evil-Revelations-im-Test-fuer-Nintendo-3DS-Zurueck-zu-alten-Staerken-865575/
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