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  • Resident Evil Outbreak

    Resident Evil Outbreak Der geneigte Resident Evil-Fan konnte es dem Special unserer letzten Ausgabe bereits entnehmen: Leider ist Resident Evil Outbreak in Europa nicht onlinefähig. Während sich Splatterfreaks in Japan und den USA im Netz mit Freunden blutige Schlachten gegen die Gehirnfresser liefern, gehen wir hierzulande offline auf die Hatz nach Zombies. Nichtsdestotrotz ist man nicht auf sich alleine gestellt; auf dem Weg durch das Land der Untoten ist man im Team mit zwei computergesteuerten Mitstreitern unterwegs.

    Befehlsgewalt
    Zu Beginn des Spiels wählt man unter acht verschiedenen Charakteren seine Lieblingsfigur aus. Natürlich unterscheiden sich diese in diversen Fähigkeiten: Der Polizist Ryman hat von Anfang an eine dicke Pistole dabei, die Reporterin Ashcroft knackt kleinere Schlösser im Handumdrehen und das kleine Mädchen Yoko kann dank ihres Rucksacks mehr Gegenstände tragen. Hat man sich für einen Favoriten entschieden, folgen einem die anderen zwei Charaktere der Truppe auf Schritt und Tritt und werden von der PS2 gesteuert. Jedoch handeln die Leidensgenossen nicht ausschließlich auf eigene Faust. Die Verbindung aus rechtem Analogstick und der L2-Taste erlaubt es dem Spieler, einen von bis zu zehn Befehlen zu erteilen. Von gewünschter Hilfestellung bei Zombieübermacht über simples Halten der Stellung bis hin zum direkten Angriff kann man die Teamkol-legen so je nach Situation befehligen. Auch das Tauschen von Gegenständen geht so vonstatten: Hat jemand im Team zum Beispiel eine dringend benötigte Waffe, kann man ihn darum bitten oder im Tausch einen anderen Gegenstand dafür anbieten. Wird man selbst um die Herausgabe eines wertvollen Guts angebettelt, gibt man das Teil her oder antwortet durchaus mit einem harschen "Nein".

    Die Zusammenarbeit klappt im Großen und Ganzen ziemlich gut. Die Kumpanen reagieren umgehend auf die Befehle und sind fast immer bereit, ihr Hab und Gut herauszurücken. Abgesehen von der Möglichkeit, mehr Gegenstände mitzuführen, hat ein Team eine gößere Feuerkraft als ein Einzelkämpfer, was bei der Übermacht der Zombies sehr nötig ist. Die Intelligenz der Untoten hat seit dem letzten RE-Auftritt ebenfalls zugenommen. So stellen für manche Gegner, zum Beispiel die Hunter, Türen kein Hindernis mehr dar - was in Anbetracht der Tatsache, dass die Verwaltung des Inventars in Echtzeit geschieht, für eine gewisse Rastlosigkeit beim Spieler sorgt. Um den Panikfaktor zu erhöhen, spielt man außerdem nicht nur gegen Hunderte von Zombies, sondern auch gegen die Uhr: Alle Spielfiguren sind mit dem T-Virus infiziert und ein Infektions-O-Meter informiert über das Voranschreiten der Krankheit. Erreicht diese Anzeige 100 %, bevor man das Heilmittel, genannt "Daylight", gefunden hat, mutiert man zum Untoten und das Spiel ist vorbei.

    Fünf Kuchenstücke
    Dass Resident Evil Outbreak eigentlich für das Spielen im Netz konzipiert wurde, erkennt man vor allem am Spielaufbau. Man folgt nämlich nicht einer durchgehenden Story, sondern spielt sich durch fünf mehr oder minder große Levels - unter anderem eine riesige Bar oder ein unterirdischer Industriekomplex. Dies findet zwar zeitgleich mit der Handlung des zweiten und dritten Teils der Serie statt, doch haben die Handlungsstränge ansonsten miteinander nichts zu tun. Um dieses große Manko auszugleichen, wird man durch freispielbare Extras wie neue Klamotten, Musikstücke und neue Schwierigkeitsgrade motiviert, die Szenarien mehrmals und vor allem besser und schneller durchzuspielen. Die Rechnung geht allerdings nicht auf - die Abschnitte sind innerhalb von ca. ein bis zwei Stunden durchgespielt und abgesehen von den unbestritten spaßigen Kämpfen sind es vor allem die Rätsel, die schnell langweilen. Capcom hat es sich nämlich leicht gemacht und die Knobeleinlagen fast 1:1 aus alten Teilen der Resident Evil-Serie kopiert. So findet man Schlüssel, um Züge auf Plattformen he-runterzulassen, oder hebt Kisten mittels eines Gabelstaplers hoch, um danach auf höhere Ebenen zu gelangen.

    Als Alt mach Neu
    Allerdings wurden auch ein paar Neuerungen eingebaut, die durchaus für frischen Wind in Raccoon City sorgen. Allen vo-ran wurde die Steuerung vom Steuerkreuz endlich auf den linken Analogstick übertragen, was die Kontrolle der Spielfigur ungemein erleichtert. Auch kann man nun abgesehen von den üblichen Waffen wie Messern, Pistolen und Gewehren auch auf Haushaltsgegenstände wie Besen oder Metallrohre zurückgreifen, um sich der Hirn-esser zu erwehren. Diese Hilfsmittelchen können bei überzogener Benutzung sogar kaputt gehen; dann bleibt nur die Flucht oder das Verstecken in einem Wandschrank oder unter einem Bett. Die optische Darstellung ist gewohnt gut: Die Levels vermitteln wie immer eine sehr klaustrophobische Atmosphäre und strotzen vor kleinen Details, die oft auftretenden Zwischensequenzen sind ordentlich gemacht und löblicherweise wurde ein 60-Hertz-Modus integriert. Soundtechnisch wird Resident Evil-üblich mit gruseligem Zom-biegegrunze und deftigen Treffergeräuschen von Nahkampfwaffen nicht gegeizt. Zuletzt leider noch ein Kritikpunkt: die altbekannten Ladezeiten. Beim Durchschreiten einer Tür (und das kommt sehr oft vor) starrt man mitunter bis zu 30 Sekunden auf den Ladebildschirm; beim ersten Resident Evil auf der PSone war das noch zu verkraften, in heutigen Zeiten ist so etwas einfach unverzeihlich!

    Resident Evil Outbreak (PS2)

    Spielspaß
    78 %
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Fazit
    Nettes Resident Evil light, das zwar dank Teamaspekt Spaß macht, aber nicht lange motiviert.
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08.10.2004
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