BILD: N-ZONE
Erkauft wird diese Dauer-Action durch vorgegebene Ereignisse und einen hohen Grad an Linearität. Auch die Intelligenz der Gegner ist nicht besonders hoch - doch dies wird gut dadurch kaschiert, dass sich die Feinde meist hinter Kisten verschanzen und durch regelmäßiges Auftauchen nach eurem Leben trachten.
Eisen ist gesund!
Die Solinger Metall-Manufaktur wäre stolz darauf, einen solchen Großabnehmer für ihre gestählten Klingen zu haben: Da der Yakuza Pistolen allein zu öde sind, fuchteln die Jungs gerne mal mit Schwertern um sich. An bestimmten Punkten - etwa alle 20 Minuten im Spiel - mutiert eure Wii-Fernbedienung zur rasiermesserscharfen Riesenklinge. Mit dem Nunchuk blockt ihr dabei die Angriffe eures Rivalen und eröffnet mit der rechten Hand den Angriff.
Die Bewegungen werden, wie wir in der letzten N-ZONE schon herausgefunden haben, hier zwar nicht 1:1 auf den Bildschirm übertragen, stattdessen gibt es acht vorgegebene Aktionen. Die Balance zwischen den Pistolen-Schießereien und den Schwertmissionen ist während des ganzen Spiels aber gut ausgewogen - da vor jedem Klingenstreich außerdem ein Checkpoint platziert ist, bleiben Frustmomente weitgehend erspart.
Der Technik-Check
BILD: N-ZONE
Grafisch ist Red Steel ein durchweg nettes Spiel, das anhand hübscher Bodenspiegelungen, netter Lichteffekte und dem gut inszenierten Slow-Motion-Zielmodus zeigt, was man aus der ersten Generation an Wii-Software herausholen kann. Dass das Ende der Fahnenstange aber bei weitem noch nicht erreicht ist, zeigt manche verwaschene Textur, außerdem ruckelt es hier und da. Vor allem im Multiplayer-Modus, in dem sich bis zu vier Spieler ohne die Beteiligung von computergesteuerten Bots mit Pistolen duellieren, geht die Aufbaurate manchmal in die Knie.
