Red Faction 2

Test

Wer nicht genügend Platz zum Agieren hat, schnappt sich einfach die richtige Waffe und schafft sich welchen. Wer nicht genügend Platz zum Agieren hat, schnappt sich einfach die richtige Waffe und schafft sich welchen. Für Würfelbesitzer ist dies die erste "Revolution" im Ego-Shooter-Bereich. Das PS2-Pendant zieht schon seit einem knappen halben Jahr weite, destruktive Krei- se und konnte bereits viele Spieler begeistern. THQ und deren In-House-Entwicklerteam Cranky Pants Games wollten diesen außergewöhnlichen Shooter auch den anderen Plattformen zugänglich machen. Und da kommt er auch schon.

Zukunftsmusik

Die Erde wird durch einen sinnlosen Kampf um Macht und Kontrolle immer weiter an den Rand der Vernichtung getrieben. Eine Untergrundorganisation namens Red Faction möchte der vorherrschenden Ungerechtigkeit endlich ein Ende bereiten und wehrt sich erbittert gegen den korrupten Diktator Sopot. Mit in dieser Gruppe sind einige mit Nanotechnologie ausgestattete Söldner, von denen der Spieler den Sprengstoffexperten Alias das gesamte Spiel hindurch kontrolliert. Aufgrund der besonderen Geo-Mod-Engine kann im Verlauf des Actionspektakels so gut wie die gesamte Architektur in den Levels beseitigt werden. Im Klartext heißt das: Hat man einen Granatwerfer im Gepäck und steht vor einer verschlossenen Tür, ballert man sich einfach eine neue. Neben der Möglichkeit, sich mit genügend Feuerkraft eine Abkürzung quer durch die Levels zu ballern, besitzt der Charakter eine Karma-Anzeige. Je nachdem, wie man sich Zivilisten gegenüber verhält (also am Leben lässt oder umbringt), füllt oder lehrt sich dieser Balken und entscheidet am Ende des Spieles darüber, welche der fünf verschiedenen Endsequenzen man zu sehen bekommt. Apropos Ende. Nach nur sieben bis acht Stunden hat man das brachiale Actionwerk geknackt, was nicht gerade viel ist. Sehr hohen Wiederspielwert bieten allerdings die vielen freischaltbaren Extras. Nach immer größeren Erfolgen kann man sich nette Artworks oder sämtliche Zwischen- und Endsequenzen anschauen.

Fackeln und Mistgabeln, nur moderner

Doch bis dahin ist es ein bleihaltiger Weg. Hartnäckige, aber auch recht unterbelichtete Gegnerscharen, die an Abgefahrenheit immer mehr zunehmen, wollen aus dem Weg geräumt werden. Dazu stehen insgesamt 15 unterschiedliche Waffensysteme zur Verfügung, von denen jedes zu gegebener Zeit die ideale Anwendung findet. In einigen Bereichen übernimmt der Spieler die Kontrolle über eines von verschiedenen Vehikeln. Panzer, Hubschrauber, U-Boote oder ein Mech-Anzug lassen sich wunderbar dazu missbrauchen, alles, was sich bewegt, einfach umzumähen. Allerdings ist der Spielfluss bei der Übernahme von einem Panzer oder einem Mech-Anzug etwas träge. Aufgrund der geringen Länge fällt dieses Faktum aber nicht besonders negativ ins Gewicht. Red Faction 2 bietet aber auch die Möglichkeit, zusammen mit drei Kumpels heiße Gefechte zu veranstalten. Sieben Mehrspieler-Modi mit 40 Karten und einer stolzen Zahl von 41 Spielermodellen können durchaus überzeugen. Damit auch hier die sichtbaren Auswirkungen auf das Bauwerk bestehen bleiben, haben die Entwickler sämtliche herumliegenden Waffenmodelle als Bitmaps dargestellt. Verzichtbare Animationen der Spieler wurden ebenfalls weggelassen. Dadurch soll eine
konstante und spielbare Bildwiederholungsrate gewährleistet bleiben. Auch im Einspieler-Modus kommt die Engine nie ins Ruckeln. Hübsche Texturen und gelungene Animationen aller Figuren runden das positive Bild ab. Richtig wuchtig kommt die Soundkulisse rüber. Krachende Explosionen und atmosphärische Musik lassen perfektes Endzeit-Feeling aufkommen. Einzig und allein die deutsche Synchronisation ist ziemlich in die Hose gegangen und stört etwas das akustische Gesamtbild.

Bildergalerie

Wertung zu Red Faction 2 (GC)

Wertung:

84 /10

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