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  • Red Dead Revolver

    Mit Vornamen heißt dieser Typ 
vermutlich Schleswig! Mit Vornamen heißt dieser Typ vermutlich Schleswig! Das waren noch Zeiten! Ein Mann, sein Pferd, seine Waffe und gute Reflexe. Mehr war im Wilden Westen des späten 19. Jahrhunderts nicht nötig. Gewaschen wurde sich einmal in der Woche, Messer und Gabel waren nur was für reiche Schnösel und zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen konnte der Durchschnittsbürger nicht einmal buchstabieren. Letzteres gilt heute zwar auch nicht unbedingt als gesichert, dennoch hat die Zivilisation Recht und Ordnung in die Welt gebracht. Red Harlow, der Protagonist von Take 2s Westernballade, kann sich auf das Gesetz leider nicht verlassen, er muss selbst für Gerechtigkeit sorgen. Vor seinen Augen wurde sein Vater kaltblütig erschossen. Seitdem streift er allein und verschlossen durch die karge Landschaft, stets vom Gedanken getrieben, den Täter eines Tages zur Rechenschaft ziehen zu können. Seine Reise führt ihn ins kleine Kaff Brimstone, in dem alle Fäden der Vergangenheit zusammenlaufen.

    Rockstar inside
    Man muss es neidlos anerkennen: Das Label Rockstar bürgt auch bei Red Dead Revolver für Charme und Stil. Die Spiele mit Western-Szenario kann man zwar an einer Hand abzählen, dennoch setzt sich Rockstar San Diegos lange verschollenes Projekt sofort an die Spitze des Genres. Schon der Vorspann trifft hervorragend den Stil berühmter Italo-Western der späten Sechzigerjahre. Red Harlow ist vom Leben schwer gezeichnet und alles andere als ein strahlender Held. Mit unbarmherziger Waffengewalt kämpft er sich seinen Weg durch wahre Fluten von Banditen. Dabei schaut ihm der Spieler über die Schulter, er kann die Kamera aber jederzeit frei um den wortkargen Cowboy herumschwenken. Zieht man die Waffe, so positioniert sich die Kamera fest hinter Red und ein Fadenkreuz gibt die Richtung an, in die geschos-
    sen wird. Dann fliegen die Fetzen und in wenigen Minuten gleicht jede Umgebung einem Friedhof. Revolver leisten auf kürzere Distanzen treue Dienste, wenn ein Gegner weiter weg steht, greift man zum Gewehr. Das klingt soweit alles recht unspektakulär, doch Red bedient sich einer Technik, die auf den ersten Blick an die berühmte Bullet-Time von Max Payne erinnert. Auf Knopfdruck verlangsamt sich das Geschehen um Red herum und per Fadenkreuz visiert man einzelne Körperpartien des Gegners an. Nachdem man alle Markierungen gesetzt hat, regnen tödliche Geschosse im Millisekundentakt auf den Gegner ein. Dieser Effekt wurde zum einen optisch sehr ansprechend ins Spiel eingebunden und macht eine Menge Spaß, dient aber zudem auch noch der Punktegewinnung. Wer gleich mehrere Gegner auf einmal auf diese Art ins Visier nimmt, erspielt sich in der Endabrechnung mehr Geld, das für neue Waffen, Ausrüstung und Boni verwertet wird.

    Immer wieder neu
    Damit die Ballerei nicht zu eintönig wird, haben sich die Entwickler einiges einfallen lassen. Im Verlauf des Spiels prügelt man sich im Saloon mit ungewaschenen Widersachern, nimmt vom Sattel seines Pferdes aus einen fahrenden Zug auseinander, schleicht sich heimlich durch Minen und besteht spannende Duel-le (siehe Extra-Kasten). Damit aber nicht genug, denn häufig steuert man sogar andere Charaktere. Diese sind teilweise Verbündete von Red, die sich an Nebenschauplätzen ihrer Haut wehren. Außerdem stehen regelmäßig Bosskämpfe an, die neben einem schnellen Finger am Abzug auch einen Hauch Grips vom Spieler verlangen. Zwar wirken manche Spielabschnitte etwas simpel, alles in allem kommt so aber vor allem keine Langeweile auf. Simpel ist leider auch die Optik. Verwaschene Texturen und meist recht kleine Umgebungen reizen die Konsole nicht gerade aus, dank clever eingesetzter Grafikfilter und einiger netter
    Effekte fällt das im Spiel aber kaum auf. Nicht zuletzt gleicht auch die grandiose Akustik dieses Manko wie-
    der aus. Zahlreiche lizenzierte Musikstücke aus waschech-ten Italo-Western, krachende Waffengeräusche und ein hervorragend umgesetzter Surround-Sound versetzen den Spieler mitten in die äußerst blei-
    haltige Wüste. Was Red Dead Revolver letztlich die höchsten Wertungsregionen verbaut, sind Detailfehler. So kann die künstliche Intelligenz zu keinem Zeitpunkt überzeugen, einige Animationen wirken abgehackt und nach spätestens zehn Stunden ist der Spaß auch schon vorbei. Für einen Film wahrhaft epische Ausmaße, für ein Spiel hätte man sich da schon etwas mehr erhofft. Immerhin gibt’s einen Mehrspieler-Modus für bis zu vier Spieler, der kurz-fristig motiviert, auf lange Sicht aber nicht zu fesseln vermag. Solo-Spielern stehen höhere Schwierigkeitsgrade und neue Missionsziele im Bounty-Hunter-Modus zur Auswahl. Zum Test lag uns leider nur eine NTSC-Version vor. In der nächsten Ausgabe klären wir, ob die PAL-Anpassung gelungen ist.

    Red Dead Revolver (PS2)

    Spielspaß
    85 %
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Red Dead Revolver
    Red Dead Revolver
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Release
    28.05.2004
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Red Dead Revolver
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http://www.videogameszone.de/Red-Dead-Revolver-Spiel-29672/Tests/Red-Dead-Revolver-322280/
23.06.2004
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