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Red Dead Redemption (PS3)

Release:
21.05.2010
Genre:
Action
Publisher:
Rockstar Games

Red Dead Redemption: Vorschau zu Rockstars neuem PS3- und 360-Spiel

28.05.2009 19:00 Uhr
|
Neu
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Vorschau zu Red Dead Redemption: Sattelt auf, ladet eure Waffen und packt Kautabak ein! Rockstar Games schickt euch in den Wilden Westen.

Red Dead Redemption Screenshots (2) Red Dead Redemption Screenshots (2) John Marston ist eine coole Sau! Zu dieser Überzeugung kamen wir beim Five-Finger-Filet, diesem Kneipenspiel, bei dem man mit dem Messer zwischen den ausgebreiteten Fingern hin-und-hersticht. Das Minispiel ist zwar nur ein winziger Teil der Spielwelt, doch hier haben wir John ins Herz geschlossen. Wenn er mit einem betont lässigen Winken den nächsten Kontrahenten für die Fingerübung an den Tisch winkt, können wir uns keinen besseren Revolverhelden vorstellen. Allerdings ist Marston alles andere als heldenhaft. Die Narben in seinem Gesicht deuten es an: Er hat eine dunkle Vergangenheit als Gesetzloser. Doch irgendwann lässt er das alles hinter sich, zieht sich auf eine Farm zurück und gründet eine Familie. Doch eines Tages klopft das "Bureau" an seine Tür und stellt ihm ein grausames Ultimatum. Dieser zwielichtige Verein, der später das FBI werden würde, arbeitet mit allen Mitteln und lässt sich kaum als "gut" oder "böse" bezeichnen. Diese Zeiten sind vorbei.
Red Dead Redemption ist ein klassischer Spätwestern und zeigt den einst so Wilden Westen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eisenbahnen durchpflügen die Prärie, Geschäftsmänner nehmen das Gesetz in die Hand und überall zeigen sich die Folgen der Industrialisierung. In diese Welt entlässt euch das Spiel. Sie besteht aus drei riesigen Bereichen: Mexico, das Grasland im Norden und das karge Grenzland. Levels gibt es keine. Ihr dürft gehen,
wohin ihr wollt.

EUPHORISCHE PFERDE
Red Dead Redemption Screenshots (3) Red Dead Redemption Screenshots (3) Das klingt natürlich nach "GTA im Wilden Westen", doch auf den ersten Blick wird klar, dass uns hier eine Hommage an das Western-Genre und folglich ein ganz eigenes Spielgefühl erwartet. Zwei Dinge beeindruckten uns bereits zu Beginn der Demonstration: Die Weite der Prärie sowie die grandios animierten Pferde. Hier setzt Rockstar erneut auf die Animations-Engine Euphoria, musste die Technik jedoch deutlich modifizieren. Schließlich müssen Pferd und Reiter gemeinsam animiert werden und doch getrennt von einander stürzen, wenn sie getroffen werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Pferde stolpern und straucheln, getroffene Banditen sacken auf dem Sattel zusammen und wenn ihr auf eine Klapperschlange trefft, bäumt sich euer Reittier auf. Im Spiel wird es gleich mehrere Pferderassen geben, allesamt mit verschiedenen Eigenschaften. Sogar Wildpferde lassen sich fangen und abrichten. Zur Not könnt ihr aber - wie von GTA gewohnt - per Dreieck-Taste fremde Pferde stibitzen. Auch in Kutschen dürft ihr einsteigen, was uns im Rahmen einer Mission demonstriert wurde. Johns Aufgabe bestand darin, mit der Flinte die unzufriedene Kundschaft eines Händlers abzuwehren. Ein hübsches Detail: Direkt zu Beginn der bleihaltigen Ausfahrt weht es dem Kutscher den Hut vom Kopf.

BLAUE BOHNEN
Red Dead Redemption Screenshots (4) Red Dead Redemption Screenshots (4) Danach wurden wir Zeuge, wie John eine Lokomotive beschützt. Damals fuhren Züge noch langsamer, als Pferde galoppieren können. Daher müsst ihr in dieser Mission immer wieder die Lok umrunden, um Angreifer von allen Seiten fernzuhalten. Das gleichzeitige Ballern und Reiten wird dadurch erleichtert, dass euer Pferd sozusagen auf "Autopilot" geht, sobald ihr eure Schießeisen zückt. Euch stehen allerlei authentische Waffen zur Verfügung: Gewehre, Schrotflinten, Revolver, Äxte oder Lassos. Wie schon beim PS2-Vorgänger beherrscht ihr das "Dead Eye". Besiegt ihr eure Gegner, lädt sich eine Anzeige auf. Sie kann dann für eine kurze Zeitlupe genutzt werden, die euch einen gehörigen Vorteil verschafft. Habt ihr einen Revolver in den Händen, könnt ihr gar mehrere Gegner markieren, indem ihr mit dem Fadenkreuz über sie fahrt. Danach schießt John alle Kugeln in einer blitzschnellen Salve ab. Um in den Schießereien zu bestehen, nutzt ihr ein simples Deckungssystem - hinter Mauern, Felsen oder notfalls auch Tierkadavern. Eure Lebensenergie füllt ihr übrigens nicht auf, indem ihr Prärie-Hotdogs kauft. Vielmehr müsst ihr nur lange genug in Deckung bleiben, damit ihr euch wieder erholt.

DER WILDE WESTEN
Red Dead Redemption Screenshots (5) Red Dead Redemption Screenshots (5) Die ersten gezeigten Missionen versprechen solide Unterhaltung und vor allem eine grandiose Western-Atmosphäre. Viele Orte wirken wie die Kulissen eines Western-Klassikers, etwa eine trostlose Geisterstadt, die scheinbar nur von Geiern bewohnt wird. Die kümmern sich übrigens nach einer Schießerei um die Leichen und erfüllen ihren Teil der Nahrungskette. Das Land steckt voller Wildtiere, die auch aufeinander Jagd machen. Pumas und Bären können euch sogar gefährlich werden. Immerhin könnt ihr bei euren Streifzügen in die Wildnis ein kleines Geschäft machen. Die Felle erlegter Tiere könnt ihr bei verschiedenen Händlern verkaufen. Doch auf euren Ausritten werdet ihr nicht nur der örtlichen Fauna begegnen, sondern auch Siedlern und Banditen. Beispielsweise könnt ihr auf eine holde Maid treffen, die neben einer havarierten Kutsche um Hilfe bittet. Ihr solltet eurem Pferd jedoch lieber die Sporen geben, denn hinter der Kutsche verstecken sich gleich mehrere bewaffnete Räuber. Euch laufen aber auch harmlosere Gestalten über den Weg. Reisende machen am Straßenrand Rast oder ihr lauft mitten im Nirgendwo einer verirrten Seele über den Weg. An einer Stelle erlebten wir sogar, dass ein armes Würstchen von johlenden Verbrechern mit einem Pferd über die Straße geschleift wird. Ob ihr in solchen Momenten eingreift, ist euch freigestellt. In einem gewissen Maß habt ihr die Freiheit, ein guter oder gar böser Mensch zu sein, was sich auch im Verhalten der Bevölkerung wiederspiegeln soll. Letztendlich ist John Marstons Geschichte jedoch linear, so wie bereits Nico Belics Werdegang in GTA IV vorausbestimmt war.

DAS SPIEL ZUM FILMGENRE
Red Dead Redemption wird kein revolutionäres Spiel. Dank Euphoria galoppieren die Pferde zwar unverschämt realistisch und auch die Weite der Spielwelt beeindruckt, doch eine wirkliche Revolution fehlt. Sie ist auch überhaupt nicht nötig. Denn hier erwartet uns eine liebevolle Hommage an das Western-Genre voller schräger Typen, bleihaltiger Luft und schmieriger Saloons. Dass die Rockstar-Entwickler ein gutes Gespür für tolle Charaktere besitzen, haben sie bereits mit der GTA-Reihe bewiesen. Nun haben sie die Gelegenheit, diese Erfahrungen voll auszuspielen.

Video zu Red Dead Redemption:

   
Sebastian Stange
Bei meinem ersten Blick auf das Spiel erlebte ich vor allem Spielszenen aus verschiedenen Missionen. Das Gezeigte macht schon in seiner recht frühen Form einen guten Eindruck. Als leidenschaftlicher Fan von Shadow of the Colossus kann ich außerdem erleichtert feststellen, dass die Pferde-Animation den PS2-Klassiker tatsächlich in die Schranken weist. Doch von Story, Zwischensequenzen und den verschiedenen Charakteren bekam ich leider nur Andeutungen zu sehen, was mich ziemlich wurmt. Denn gerade hier sehe ich eine Menge Potenzial und freue mich jetzt schon darauf, mehr über John Marston und seine Geschichte zu erfahren. Angesichts der fähigen Entwickler mache ich mir eigentlich keine Sorgen um die Qualität der Story. Vielleicht wird es sogar möglich sein, im Vollrausch sein Pferd zu besteigen. Betrunken fahren ging ja schon in GTA IV!
   
Print-Redakteur
Moderation
28.05.2009 19:00 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
15.09.2009 23:40 Uhr
Hauptsache die OPEN WORLD wird groß genug,
damit es auch authentisch ist!
Naja, gekauft wird das sowieso!^^
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
04.07.2009 19:40 Uhr
Mann , wird das ein Spiel !
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
04.07.2009 19:40 Uhr
Mann , wird das ein Spiel !

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