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  • Race Driver: GRID

    Vierzehn Minuten sind seit dem Start auf dem Circuit de la Sarthe vergangen. Die Augen schmerzen, als die ersten virtuellen Sonnenstrahlen des Sonnenaufgangs beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans auf die Augen des Verfassers dieser Zeilen fallen. Nach weiteren zehn Minuten höchster Konzentration sind die simulierten 24 Stunden vorbei und wir um eine Information reicher: Die 24 Stunden von Le Mans sind nicht nur schwer, sie sind höllisch schwer!

    Was für die Strecke Le Mans aus Codemasters' neuestem Rennspiel Race Driver: GRID gilt, trifft zum Glück nicht auf das ganze Spiel zu. Die Briten haben einen Hybriden entwickelt. Zu 90 Prozent handelt es sich bei GRID um ein Arcade-Spiel. Schaltet man jedoch alle Fahrhilfen ab, drehen sich die Monocoque-Boliden fahrt ihr unter anderem in der Amateurklasse Formel 1000.
Monocoque-Boliden fahrt ihr unter anderem in der Amateurklasse Formel 1000. hochgezüchteten PS-Bestien so schnell um die eigene Achse, wie man es in der Realität vielleicht erwarten könnte, wenn man auf 600 röhrenden Pferde­stärken sitzt, die im Zaum gehalten werden wollen.

    Action!
    Szenen, in denen sich der Wagen einmal überschlägt, das Rennen aber unbeirrt fortgesetzt werden kann, unterstreichen wiederum das Arcade-Gefühl. Ebenso die stellenweise extrem aggressiv, aber meist fair agierenden KI-Fahrer. So kommt es gerade in engen Kurven sowie kurz nach dem Start fast unweigerlich zu Kollisionen und nicht selten zu spektakulären Unfällen, an denen Codemasters das sehr detaillierte und in Echtzeit berechnete Schadensmodell zelebriert. Funken sprühen, zerfetzte Kotflügel Der direkte Widersacher während einer Meisterschaft wird vor dem Rennen kurz vorgestellt.
Der direkte Widersacher während einer Meisterschaft wird vor dem Rennen kurz vorgestellt. fallen ab und bleiben auf der Strecke liegen, nachfolgende Fahrer scheren plötzlich aus, um den Trümmerteilen auszuweichen, oder übersehen ein Teil und schleifen es meterweit mit sich.
    Mittendrin befindet sich der Spieler und hat einfach nur Spaß an der rasanten Action. Sehr schön: die künstliche Intelligenz fährt keineswegs perfekt wie auf Schienen die Ideallinie ab, sondern macht hin und wieder Fehler. Es ist sehr motivierend, wenn man dem Führenden verzweifelt hinterherfährt, dieser aber einen Dreher hinlegt, worauf man problemlos an ihm vorbeiziehen und den Sieg einfahren kann.

    Disziplinenvielfalt
    Abseits der Asphalt-Schlachten jagt ihr Preisgeldern, Erfahrung und besseren Sponsoren hinterher. Je besser ihr euch in den Rennen platziert, umso mehr Geld und Erfahrungspunkte werden euch gutgeschrieben. Je mehr Disziplinen ihr für euch entscheidet, umso zahlungskräftigere Sponsoren bieten sich eurem Rennstall an.Die Zahl der Disziplinen ist enorm. Muscle-­Rennen, ein Stock Car-Crashderby, Tourenwagenmeisterschaften, zahlreiche GT-Events, diverse Driftvarianten, Touge-Rennen auf japanischen Bergstraßen sowie Formel-Meisterschaften und schließlich das 24-Stunden-Rennen von Le Mans könnt ihr bestreiten. Auf den grafisch weniger anspruchsvollen, reinen Rennstrecken stechen die schönen Wagenmodelle umso stärker hervor.
Auf den grafisch weniger anspruchsvollen, reinen Rennstrecken stechen die schönen Wagenmodelle umso stärker hervor. Quelle: videogameszone.de

    Pro Region gibt es wiederum drei Lizenzen: eine für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Unabhängig vom gewählten Schwierigkeitsgrad zieht dieser merklich, aber nicht unfair an, sobald ihr ein Rennen einer höheren Lizenz bestreitet. Überhaupt zählt Race Driver: GRID zu den einfacheren Rennspielen, sofern man nicht gerade im höchsten Schwierigkeitsgrad, ohne Fahrhilfen sowie in der Cockpit-Perspektive fährt. Kracht man doch einmal in die Bande, spult man einfach die letzten Sekunden zurück und steigt kurz vor dem Unfall wieder in das Rennen ein. Je nach Schwierigkeitsgrad funktioniert das bis zu fünf Mal. Nachteile erfährt man durch Verwenden der Rückspulfunktion kaum, außer dass man ein wenig Geld verliert.

    Nicht falsch verstehen: GRID ist keineswegs zu einfach. Niemals hat man das Gefühl, dass die Gegner dem Spieler den Triumph schenken, und häufig entscheidet sich der Sieg erst in der vorletzten oder letzten Runde. Nach den eher knackigen Rennen, die ihr zu Beginn für fremde Rennställe fahrt, um genügend Geld für den eigenen Rennstall zusammenzukratzen, werden aber auch virtuelle Fahranfänger schnell mit Erfolgserlebnissen belohnt. In diesem Formel 3-Rennen drehte sich vor uns ein
KI-Fahrer, woraufhin wir den kürzesten Weg wählten.
In diesem Formel 3-Rennen drehte sich vor uns ein KI-Fahrer, woraufhin wir den kürzesten Weg wählten.

    Rennstall
    A propos Rennstall. Dieses Feature hört sich größer an, als es ist. In der Tat handelt es sich um einen klassischen Karrieremodus, in dem ihr nach und nach weitere Fahrzeuge erwerbt. Zwar dürft ihr im Spielverlauf genau einen Teamkollegen aus einem Pool von etwa 300 Fahrern einstellen, der mit euch gemeinsam Rennen bestreitet. Ihr könnt aber eurem Fahrer weder Befehle während der Rennen erteilen noch verbessern sich im Laufe der Zeit dessen Fähigkeiten. Dadurch reduziert sich das Team-Feature auf zusätzliche Preis- und Sponsorengelder, falls der Kollege auf den oberen Plätzen landet. Diese GT-Variante eines Rennwagens der schwedischen Edelmarke Koenigsegg startet gerade durch.
Diese GT-Variante eines Rennwagens der schwedischen Edelmarke Koenigsegg startet gerade durch. Quelle: videogameszone.de Die Charakterwerte der Fahrer unterscheiden sich in Punkten wie Aggressivität, Beständigkeit, Können und Aufmerksamkeit. Wer die höheren Werte besitzt, fährt deutlich besser, als billigere Fahrer.

    So viel Spaß Race Driver: GRID auch macht, einige Kritikpunkte muss sich Codemasters gefallen lassen. So wäre es gerade für die knallharte Hochgeschwindigkeitsstrecke von Le Mans sinnvoll gewesen, in der Minikarte die gesamte Strecke einzublenden und nicht nur den Teil, auf dem man sich gerade befindet. Spätestens wenn es Nacht wird in Le Mans, muss man ständig den Blick von der Strecke auf die Karte richten. Des Weiteren reagiert das Spiel einen Tick zu empfindlich auf Lenk­eingaben. Auch variiert der Schwierigkeitsgrad während der ersten Rennen stark, in denen man noch keinen Rennstall besitzt. Da muss man sich durchbeißen. Glücklicherweise gibt es bereits für das bloße Bestehen eines Rennens Geld. Dadurch kommen auch ungeübte Fahrer langsam, aber sicher zum eigenen Rennstall.

    Race Driver: GRID (X360)

    Spielspaß
    85 %
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Multiplayer
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Actionreiche Rennen
    Rückspulfunktion
    Abwechslungsreiche Disziplinen
    KI wirkt sehr menschlich
    Kleinere Designmängel
    Fazit
    Rasantes Arcade-Rennspiel mit guter Langzeitmotivation und kleineren Schwächen.
  • Race Driver: GRID
    Race Driver: GRID
    Publisher
    Codemasters
    Release
    25.03.2010

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    Cover Packshot von F1 2016 Release: F1 2016 Koch Media , Codemasters
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Race Driver: GRID
Race Driver: GRID
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22.06.2008
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