Race Driver: GRID

Test

Race Driver: GRID - PlayStation 3 Quelle: videogameszone.de Race Driver: GRID - PlayStation 3 Letzten Monat konnten wir anhand einer Vorschau-Version bereits einen ersten Blick nicht nur auf den Next-Gen-Einstand, sondern auch auf die Neuausrichtung von Codemasters' prestigeträchtiger Rennspiel-Reihe werfen. Nun ist Race Driver: GRID fertig und bereit zu zeigen, ob die neu beschrittenen Wege auch den nötigen Spielspaß bringen, um gegen die Konkurrenz zu bestehen und sich vielleicht sogar an die Genrespitze zu katapultieren.

WEG VOM REALISMUS
Race Driver: GRID hat mit den vergangenen drei Teilen durchaus Gemeinsamkeiten, geht aber auch deutlich in Richtung Arcade-Racing und macht somit mehr der Need for Speed-Reihe Konkurrenz, als Gran Turismo, wie es zu PS2-Zeiten noch der Fall war. Das zeigt sich unter anderem an der Auswahl der Rennevents. So findet ihr auch in GRID Tourenwagen-, Formel-3- oder etwa Langstrecken-Rennen, das Repertoire an Veranstaltungen wird jedoch dieses Mal durch diverse Drift- und Tuning-Events und jede Menge Stadtkurse in amerikanischen, europäischen und japanischen Metropolen ergänzt. Gerade durch die Mischung aus Altbewährtem und neuen Rennevents hat das neue Race Driver eine unglaubliche Abwechslung und gigantischen Umfang zu bieten. Auch die Steuerung von Race Driver: GRID ist wesentlich arcadiger, als früher. Zwar bietet euch das Spiel diverse Fahrhilfen, aber Optionen wie Traktionskontrolle, Lenk- und Bremsassistent könnt ihr lediglich aktivieren oder deaktivieren und bieten selbst bei vollständigem Verzicht nie das anspruchsvolle Fahrgefühl eines Gran Turismo 5 Prologue. Das Fahrverhalten ist allgemein ein Element, an das ihr euch im Laufe des Spiels erst gewöhnen müsst. Immer wieder erinnert das Handling beispielsweise an das von Colin McRae: DiRT. Stichwort: Luftkissenboot. Bodenunebenheiten werden die meiste Zeit sowohl optisch durch fehlendes Kamerawackeln, als auch physisch durch eine viel zu lasche Force-Feedback-Einbindung des Dualshock 3 ignoriert. Darüber hinaus ist die Handhabung der unterschiedlichen Fahrzeug-Arten insgesamt zu undifferenziert. Insgesamt lässt sich GRID aber nach etwas Eingewöhnungszeit sehr gut kontrollieren. Fordernde, gelegentlich etwas übertrieben aggressive, KI-Gegner, die sich nicht nur mit euch, sondern auch untereinander heiße Positionskämpfe liefern und durchaus auch mal von der Piste fliegen, lassen ungemein packendes Renn-Feeling aufkommen. Genial! Hier spielt das Entwicklerteam klar seine jahrelange Erfahrung aus.

DAS RENNFAHRER-LEBEN IST KEIN PONYHOF
Race Driver: GRID - PlayStation 3 Race Driver: GRID - PlayStation 3 Die DTM-Race-Driver-Serie war noch nie ein Spiel für Schattenparker und so verlangt euch auch GRID einiges an fahrerischem Können ab. Leider ist der Schwierigkeitsgrad nicht immer gut ausbalanciert, was gelegentlich sogar Rennen auf dem zweiten von insgesamt fünf Härtegraden zu einer knallharten Angelegenheit werden lässt. Fahrfehler können durch die Rückspul-Funktion, abhängig vom gewählten Schwierigkeitsgrad, unterschiedlich oft ungeschehen gemacht werden. Eine nette Idee, die manchmal das Rennen zu einfach werden lässt und manchmal eben auch bitter nötig ist.
Bei der Gestaltung des Karriere-Modus haben die Entwickler allerdings viel Potenzial brach liegen lassen. Ihr arbeitet euch vom freien Fahrer, der zunächst für andere Teams Rennen fährt, zum Chef eines eigenen Rennteams hinauf und nehmt an Veranstaltungen in den drei Territorien USA, Europa und Japan teil. Siege bringen Geld, Ansehen und dadurch schließlich auch Sponsoren. Später könnt ihr sogar einen zusätzlichen Fahrer verpflichten. Leider ist das Team-Management sehr oberflächlich und euer Spielraum sehr begrenzt. Euer KI-Kollege etwa fährt lediglich bei den Events mit, an denen ihr selber teilnehmt und macht sich nur durch gelegentliche Kommentare über Funk bemerkbar. Strategische Absprachen mit ihm oder gar der getrennte Einsatz in einem anderen Renn-Event ist nicht möglich. Schade! Den Mehrspieler-Modus werden wir beleuchten, sobald wir mit der Verkaufsversion von Race Driver: GRID nach Release online gehen können. Schaut dazu einfach ab dem 30. Mai 2008 auf www.playdrei.de vorbei.
In technischer Hinsicht läuft der Titel die meiste Zeit stabil mit 30 Bildern pro Sekunde, die nur selten unterschritten werden. Gemeinsam mit dem sehr guten Schadensmodell und der gelungenen Soundkulisse, die durch ein dynamisch reagierendes Publikum und authentische Motorengeräusche Punkte sammelt, kann sich Race Driver: GRID absolut sehen und hören lassen.

Bildergalerie

Wertung zu Race Driver: GRID (PS3)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
Die drei Territorien USA, Europa und Japan bieten einen sehr großer Umfang an Renn-EventsDank der neuen Arcade-Ausrichtung ist GRID das bislang abwechslungsreichste Race DriverDas Rennsport-Feeling ist durch fordernde KI-Gegner, die auch Fehler machen grandios.Das sehr gute Schadensmodell sorgt für sehr spektakuläre Unfälle
Das Team-Management des Karriere-Modus ist sehr oberflächlich und nutzt sich schnell ab.Der Schwierigkeitsgrad ist nicht sehr gut ausbalanciert und sorgt so für Frustmomente

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