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  • Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy

    Wer Gegner in explosive Fässer schmeißt, genießt waghalsige Flugeinlagen. Wer Gegner in explosive Fässer schmeißt, genießt waghalsige Flugeinlagen. Wie sich die Ereignisse doch gleichen. Wie John Vattic in Second Sight wacht auch Nick Scryer ohne Erinnerungen in einer Gefängniszelle auf und hat prompt ein Erlebnis der übersinnlichen Art nach dem anderen. Allerdings wird bereits nach den ersten fünf Minuten klar, dass Midway sich nicht lange mit Themen wie Charakterentwicklung oder dichter Atmosphäre aufhält. Bei Psi-Ops wird, was die Action angeht, auf die Kacke gehauen - das aber mit viel Liebe zum Detail. Nach und nach erfährt der Spieler die Vergangenheit von Nick, erlernt neue Fähigkeiten und bekommt eine überaus absurde und bisweilen sogar trashige Geschichte vorgesetzt. Die Pro-tagonistinnen haben stets einen Erfurcht erregenden Vorbau, die männlichen Hauptdarsteller lassen dagegen einen markigen Spruch nach dem anderen los. Inhaltlich sollte man sich auf viele Klischees einstellen und von der "Größenwahnsinniger Schurke will die Weltherrschaft"-Story nicht allzu viele Überraschungen erwarten. Das macht aber nichts, denn Psi-Ops nimmt sich sogar selbst nicht allzu ernst und fesselt vor al-lem durch das variantenreiche Gameplay.

    Frisches Konzept
    Glaubwürdige Physik ist heutzutage in Videospielen nichts Besonderes mehr. In Kombination mit den übersinnlichen Fähigkeiten wie Telekinese schafft es Psi-Ops allerdings, eine sehr ausgefallene Spielumgebung zu bieten. Der Experimentierfreudigkeit des Spielers sind nahezu keine Grenzen gesetzt und so sind die ersten drei Stunden des Spiels denn auch ein richtig großer Spaß. Gegner werden mittels Geisteskraft durch die Luft geschleudert, leicht entflammbare Gasflaschen zu todbringenden Geschossen und immer wieder bieten sich Gelegenheiten, seiner sadistischen Ader freien Lauf zu lassen. Anders kann man Situationen kaum beschreiben, in denen der Spieler beispielsweise riesige Ventilatoren im Belüftungssystem einschaltet, woraufhin die hilflosen Gegner in ihr Verderben gesogen werden. Was in der US-Version noch in einem Blutbad für stabile Mägen endete, ist in der deutschen Fassung schon fast wieder zu harmlos. Der rote Lebenssaft wurde komplett entfernt und die teils deftigen Splattereinlagen sind ebenfalls verschwunden. Diese Einschnitte haben auf den spielerischen Gehalt glücklicherweise keinen Einfluss; Spaß macht die temporeiche Actionposse dennoch. Die Fähigkeiten von Nick sind hervorragend implementiert und ermöglichen viel Abwechslung. Es bleibt dem Spieler überlassen, ob er sich mit schnöder Waffengewalt durchschlägt, Gegner per Telekinese von einer Wand zur anderen schleudert oder Nicks Geist in den Körper eines feindlichen Soldaten eindringen lässt und mit dessen Hilfe die gegnerischen Reihen dezimiert. Das so genannte Remote Viewing ermöglicht es gar, seinen Körper zu verlassen und unsichtbare Räumlichkeiten zu inspizieren oder Informationen zu beschaffen. Dabei sollte neben der Anzeige für Lebensenergie allerdings auch immer der Balken des Psi-Energie-Vorrats im Auge behalten werden. Jede übersinnliche Aktion kostet Kraft, die anschließend wieder aufgeladen werden muss. Dazu sammelt man Power-ups ein und saugt erledigten oder besser noch taufrischen Feinden das Hirn leer. Einfallsreichtum erfordern dagegen die gelegentlichen Bosskämpfe, in denen es audiovisuell so richtig zur Sache geht und der Puls rast. Nur mit dem geschickten Einsatz der übersinnlichen Fähigkei-ten kann man die teilweise bildschirmfüllenden Fieslinge ausschalten. Zwar sind diese Auseinandersetzung nie über-trieben schwer, erfordern aber zumindest ein wenig Grips und nicht nur einen schnellen Finger am Abzug.

    Schönheitsfehler
    Ganz perfekt ist das Spiel dennoch nicht. Während die technische Umsetzung solide gelungen ist, hapert es an einigen Details. So ist die jederzeit aufrufbare Karte in der Praxis nur selten eine Hilfe und häufig irrt man etwas ratlos durch die insgesamt recht ähnlichen Umgebungen, weil die Missionsbeschreibung wieder mal recht vage war. Dadurch wird das Spiel künstlich in die Länge gezogen und der zweite Durchlauf dauert dann auch prompt nur noch fünf bis acht Stunden. Entwickler Midway ist bemüht, die langfristige Produktqualität zu erhöhen, und Psi-Ops verdient sich die Auszeichnung Geheimtipp redlich. Dennoch wäre am Ende mehr drin gewesen und in der zweiten Hälfte geht dem Titel etwas die Puste aus. Immerhin gibt's ein spannendes und toll inszeniertes Finale, viele freischaltbare Extras und sogar einige unterhaltsame zusätzliche Spielmodi.

    Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.) (PS2)

    Spielspaß
    84 %
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.)
    Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.)
    Developer
    Midway Games
    Release
    09.2004

    Aktuelles zu Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (.dt)

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Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (.dt)
Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy
http://www.videogameszone.de/Psi-Ops-The-Mindgate-Conspiracy-dt-Spiel-28749/Tests/Psi-Ops-The-Mindgate-Conspiracy-331260/
08.09.2004
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