Games World
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Playstation als Startseite festgelegt.
  • Project Zero 2

    Die Geister erscheinen aus dem Nichts. Die Geister erscheinen aus dem Nichts. Wir alle kennen das Klischee vom japanischen Touristen, der im Sekundentakt Fotos schießt. Das Geschwisterpärchen Mio und Mayu muss hingegen unfreiwillig zur Kamera greifen. Die beiden haben sich im Wald verlaufen und stolpern durchs Dickicht ganz zufällig in ein Geisterdorf. Das klingt zunächst nach einem schlechten Horrorfilm aus den Achtzigern, entpuppt sich aber schnell als das gruseligste Survival-Horror-Spiel, das Sie derzeit für die Xbox bekommen können. Es wurde aber auch langsam Zeit, dass Xbox-Besitzer in den Genuss dieses Spiels kommen. Immerhin ist der Titel bereits vor über einem halben Jahr für die PS2 erschienen. Dieser Xbox-exklusive Director's Cut enthält sogar einige Spielmodi und Boni, die PS2-Spielern vorenthalten bleiben.

    Mittendrin statt nur dabei?
    So können Sie das gruselige Abenteuer jetzt wahlweise auch in einem First-Person-Modus erleben. Das ist allerdings eher als nettes Feature denn als vollwertiger Spiel-Modus zu betrachten. Die Atmosphäre, die Project Zero zu einem ganz besonderen Erlebnis macht, leidet nämlich darunter, dass die verschiedenen Kameraperspektiven entfallen. Diese sorgen nur im normalen Spielmodus für Gänsehaut pur. Außerdem erhalten Sie für das erfolgreiche Absolvieren beider Fassungen neue Kostüme und einen Survival-Modus, in dem die Geisterjagd um ein Vielfaches schwerer wird.

    Gruselig gut
    Deswegen sollten Sie das Dorf zuerst einmal in diesem klassischen Modus erforschen. Das Bonusmaterial entgeht Ihnen dadurch schließlich nicht und das Erlebnis ist viel intensiver. Schreckhafte Gemüter geben spätestens dann auf, wenn eine Horde Geister aus dem Nichts auftaucht und das Geschwisterpärchen bedroht. Hilflos sind Mio und Mayu aber nicht: Wie schon im Vorgänger können sie Geister mithilfe einer antiken Fotokamera, der Camera Obscura, bannen. Per Knopfdruck heben Sie diese an und wechseln dadurch kurzfristig in eine Ego-Perspektive. Nun müssen Sie den Sucher auf die Geister ausrichten und den Auslöser betätigen. Das richtige Timing ist dabei entscheidend. Eine kreisförmige Anzeige informiert Sie darüber, wie stark das geschossene Foto einen angepeilten Geist schädigen wird. Im Optimalfall knipsen Sie auf diese Weise ein Zero-Bild. Wenn die Möglichkeit für solch ein Foto besteht, färbt sich die Anzeige rot und gibt so über den perfekten Zeitpunkt für ein Bild Auskunft. Das ist allerdings ein sehr riskantes Unterfangen. Zero-Bilder gelingen nur dann, wenn Sie einen Geist kurz vor einem Angriff fotografieren. Betätigen Sie den Auslöser zu spät, zehrt der untote Widersacher an Ihrer Lebensenergie.

    Pimp my camera
    Um die Auseinandersetzungen etwas zu erleichtern, haben die Entwickler zahlreiche Heilpakete und Speicherpunkte im Spiel verteilt. Frust kommt auf diese Weise erfreulicherweise gar nicht erst auf. Ebenfalls hilfreich sind die Upgrades für Ihre Kamera. Beispielsweise gibt es Ersatzlinsen, die zusätzliche Effekte auf die Geister wirken. Mit deren Hilfe können Sie die Astralwesen zurückstoßen, verlangsamen oder gleich vollkommen lähmen. Diese Effekte können darüber hinaus durch gefundene Geisterkugeln verstärkt werden.

    Lahme Ente
    Diese eigentlich recht simple Methode, um Geister einzufangen, mag Horrorfans zunächst abschrecken. Tatsächlich funktioniert das ungewöhnliche Kampfsystem aber hervorragend und verstärkt die Atmosphäre. Wenn sich ein Geist plötzlich durch bedrohliches Stöhnen ankündigt, steigen Spannung und Puls ins Unermessliche. Daran kann auch die etwas veraltet wirkende Grafik nichts ändern. Trotzdem hätte man sich bei der Konvertierung von der PS2 auf die Xbox ruhig ein wenig mehr Mühe geben dürfen. Immerhin sind aber die filmreifen Kameraeinstellungen, die recht stimmigen Lichteffekte und der atmosphärische Surround-Sound gut gelungen. Außerdem läuft das Spiel stets flüssig. Bei der langsamen Fortbewegung der Hauptfiguren ist das allerdings auch kein Wunder. Gott sei Dank entfallen lange Laufwege fast gänzlich, wodurch dieses Manko nur wenig ins Gewicht fällt. Schlimmer sind da die trägen Geister. Die meisten Auseinandersetzungen werden durch die gemächlichen Bewegungen der Gegner recht einfach. Am simplen Gameplay ändern leider auch die wenigen Rätsel kaum etwas. Diese gehen über einfache Denkaufgaben nicht hinaus, lockern das Spielgeschehen aber immerhin angenehm auf. Project Zero II ist damit zwar nicht das forderndste Spiel, aber mit Sicherheit eines der gruseligsten. Horror-Fans greifen zu!

    Project Zero 2: Crimson Butterfly (XB)

    Spielspaß
    83 %
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Fazit
    Project Zero II ist zwar nicht das forderndste Spiel aller Zeiten, aber ohne Zweifel eines der gruseligsten.
  • Project Zero 2: Crimson Butterfly
    Project Zero 2: Crimson Butterfly
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Tecmo Inc.
    Release
    27.01.2005
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 10/2016 PC Games Hardware 11/2016 PC Games MMore 10/2016 play³ 11/2016 Games Aktuell 10/2016 buffed 10/2016 XBG Games 09/2016 N-Zone 10/2016 WideScreen 10/2016 SpieleFilmeTechnik 10/2016
    PC Games 10/2016 PCGH Magazin 11/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
353680
Project Zero 2: Crimson Butterfly
Project Zero 2
http://www.videogameszone.de/Project-Zero-2-Crimson-Butterfly-Spiel-56244/Tests/Project-Zero-2-353680/
15.02.2005
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2005/03/XBZ0305Project0IIgrusel.jpg
tests