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    Project Cars im Test: Perfekt für alle, die sich wie ein Rennfahrer fühlen wollen - Wertungs-Update

    Endlich kommt Project Cars auf den Markt: Im Test der PC- und PS4-Versionen erfahrt ihr, ob sich die mehrfachen Verschiebungen gelohnt haben und ob das Community-unterstützte Rennspiel dem entfachten Hype auch gerecht wird. Hinweis: Den Test des Online-Modus liefern wir nach, sobald wir das Spiel unter echten Bedingungen testen konnten!

    Rausch der Geschwindigkeit. Herantasten an den Grenzbereich. Erfahren der Gefühlslage eines Rennfahrers am Limit. Das ist Project Cars, das wir endlich im Test haben. Ein Review, das das Spiel seziert und den Testern ihre eigenen Grenzen aufzeigt. Denn schnell wird klar, dass dieses Rennspiel der englischen Slightly Mad Studios vor allem eines kann: Den Spieler zum Rennfahrer machen, mit allen Schikanen (sic!) und emotionalen Abgründen, die der Rennsport bieten kann. Project Cars ist kein Umfangs-Muskelprotz wie Gran Turismo, kein stromlinienförmiger Schönling wie Forza Motorsport 5 und kein beinharter Fahr-Simulator wie Assetto Corsa. Stattdessen ist es eine Mischung aus all diesen Titeln, mit Anleihen hier und da, eigenen Ideen und doch nie die vollständige Quintessenz seiner Konkurrenten. Klingt wie eine halbgare Mischung oder ein gescheiterter Versuch? Mitnichten! Project Cars ist zwar nicht das beste Rennspiel für alle Motorsportfreunde, und auch nicht fehlerfrei – aber es ist perfekt für alle, die sich wie ein echter Rennfahrer fühlen wollen.

    Hinweis : Bei uns findet ihr auch Tuning Tipps für Project Cars, mit denen ihr auch auf schwächeren Rechner mehr als 60 Bilder pro Sekunde aus eurer Hardware kitzelt, ohne auf die schöne Grafik verzichten zu müssen.

    Am Anfang der Entwicklung, als Project Cars noch C.A.R.S. (Community Assisted Racing Simulation) hieß und nur wenigen Eingeweihten bekannt war, riefen die Entwickler die Rennspiel-Fans zu Spenden auf. Obwohl Slightly Mad Studios mit Titeln wie Need for Speed Shift und Shift 2 Unleashed bereits einen guten Namen hatten, wollten sie diesmal ohne einen Publisher im Rücken ein Rennspiel entwickeln, das nicht weniger als einen neuen Standard setzen sollte. Auf der eigenen Crowdfunding-Plattform World of Mass Development (WMD) sammelten die Entwickler schnell einen üppigen siebenstelligen Betrag und ergänzten das Budget mit eigenen Mitteln, so dass Project Cars wuchs und wuchs. In meist wöchentlichen Builds konnte die Community die Entwicklung verfolgen und mit Feedback beeinflussen. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir wollen jetzt prüfen, ob die englischen Entwickler und ihre Fans es tatsächlich schafften, mit Project Cars etwas Besonderes zu erschaffen. Und dazu begeben wir uns direkt auf die Rennstrecke.

    Project Cars - Video-Review

    05:55
    Project Cars: Video-Test der grandiosen Rennsimulation
    Spielecover zu Project CARS
    Project CARS

    Project Cars mit dem PS4-Controller

          

    Echter geht's derzeit nicht: Regen, Helmkamera, Fahrhilfen aus - einfach grandios! (PS4) Echter geht's derzeit nicht: Regen, Helmkamera, Fahrhilfen aus - einfach grandios! (PS4) Quelle: PC Games Bevor wir detaillierter auf den Spielumfang eingehen, wollen wir eine Runde fahren – die Wahrheit liegt nicht nur im Fußball bekanntlich auf dem Platz. Der Grand Prix-Kurs im belgischen Spa Francorchamps ist seit den frühen Tagen von Project Cars enthalten und einer der schönsten, die man als Rennfahrer erleben kann. Es gibt anspruchsvolle Kurven, die Adrenalin in Massen produzieren; fiese Bodenwellen, die speziell beim Anbremsen berücksichtigt werden müssen; und schließlich ein tolles Geschwindigkeitsgefühl dank der inmitten eines Walds gelegenen Strecke. Für die erste Fahrt schnappen wir uns das 1er M Coupe von BMW und absolvieren eine Testfahrt ohne Gegner. Zu Beginn des Spiels möchte Project Cars wissen, ob man sich als Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi sieht – das beeinflusst die Fahrhilfen, die man später natürlich auch nach Belieben anpassen kann. Da das PS4-Gamepad nun mal kein Lenkrad ist, erscheint "Fortgeschrittener" am sinnvollsten.

    Gleich auf der ersten Runde fallen einige Details auf: Project Cars nutzt den gesamten Bereich der analogen Tasten des Gamepads auf – das machen viele Rennspiele falsch. Oft ist es nämlich egal, ob man die Taste ganz oder halb drückt, der Wagen gibt bereits Vollgas. Bei Project Cars kann man dagegen sehr gut Gas und Bremse dosieren, prima! Die Lenkung ist dagegen extrem empfindlich, was im ersten Moment abschreckend wirkt. Der Wagen tänzelt, schaukelt sich auf, Gegenlenken provoziert noch mehr Geschaukel und zack, überholt uns auch schon das Heck. Also versucht man am Besten, sich selbst neu zu kalibrieren und den meist exponentiellen Verlauf des Lenkwegs aus anderen Rennspielen zu vergessen. Project Cars reagiert hier in der Standardeinstellung sehr direkt und linear, was ungewohnt ist, sich aber schnell als genial herausstellt. Man braucht mehr Fingerspitzengefühl, wird dafür aber mit sehr präzise lenkbaren Fahrzeugen belohnt. Wer mag, konfiguriert sich alle Totzonen, Spielräume und sonstige Details im üppigen Menü nach Wunsch – solch einen Umfang kennen meist nur PC-Spieler.

    02:31
    Project Cars: Video-Grafikvergleich - PC vs. Xbox One vs. PS4
    Spielecover zu Project CARS
    Project CARS

    Project Cars auf dem PC mit Lenkrad Im Regen trumpft Project Cars mit tollen Grafikeffekten auf. Die Wetterwechsel sind fließend. (PC) Im Regen trumpft Project Cars mit tollen Grafikeffekten auf. Die Wetterwechsel sind fließend. (PC) Quelle: PC Games Apropos PC, wir machen die Gegenprobe mit Project Cars für PC: Gleiche Strecke, gleiches Auto, gleiche Einstellungen, nur das gute alte Xbox 360-Gamepad. Fährt sich genauso, mit kleinen Unterschieden, die am Controller liegen. Jetzt sind wir neugierig und schalten alle Fahrhilfen ab. Mit dem Ergebnis, dass sich die Rundenzeiten erst mal deutlich verschlechtern, der Wagen sich wie ein rohes Ei auf Kopfsteinpflaster anfühlt und die Anspannung beim Fahrer merklich steigt. Ja, man kann so spielen, will man aber nicht. Besser, viel besser, klappt es dagegen mit einem Fanatec-Lenkrad, das mit mächtigem Force Feedback und Kupplungspedal am PC zeigt, wie Project Cars am besten funktioniert. Dann wird der PC zur Rennsemmel, der Spieler zum Rennfahrer und die Welt schrumpft auf einen Punkt am Horizont zusammen, auf den man sich bei 250km/h konzentriert. Ob Project Cars dann auch als waschechte Rennsimulation mit Konkurrenten wie Assetto Corsa oder iRacing mithalten kann, klären wir weiter unten in diesem Test. Doch erst mal zurück zur PS4-Version.

    Nicht jeder, der Rennspiele liebt, hat auch ein gutes Lenkrad samt Pedalen zuhause stehen. Wer also mit Project Cars geliebäugelt hat, die Kosten und den Platzbedarf aber scheut, darf aufatmen. Das Rennspiel lässt sich mit Fahrhilfen wie ABS und Traktionskontrolle auch via Gamepad wunderbar steuern. Gewicht und Aufhängung der Autos sind trotz fehlendem Force Feedbacks nachvollziehbar, Bodenwellen spürbar und das Fahrverhalten generell beherrschbar. Natürlich verdrehen spätestens an dieser Stelle die Rennsimulations-Puristen die Augen, rümpfen die Nasen und sprechen diesem Test seine Berechtigung ab. Doch bitte nicht so voreilig, dem Simulationsaspekt speziell der PC-Version widmen wir uns noch. Daher weiter im Text mit Testfahrten auf der PS4, mit Gamepad und Helmkamera.

    Project Cars – Die totale Immersion

          

    Die Helmkamera ist phänomenal - der automatische Blick zum Kurveninneren hilft ungemein beim schnellen Fahren. (PS4) Die Helmkamera ist phänomenal - der automatische Blick zum Kurveninneren hilft ungemein beim schnellen Fahren. (PS4) Quelle: PC Games Project Cars schafft etwas, das es derzeit auf der PS4 nicht gibt: den Spieler zum Rennfahrer zu machen. Das liegt an der hervorragend umgesetzten Steuerung, der fantastischen Grafik und vor allem der Helmkamera. Dieses Detail ist der ganz große Wurf von Slightly Mad Studios. Hier erlebt der Spieler das Rennen mit dem selben eingeschränkten Blickfeld wie ein echter Rennfahrer. Auch der hat vor sich Armaturenbrett, Lenkrad, A-Säule und so weiter – kann aber seinen Kopf bewegen. Da das ohne Hardware (Oculus Rift, Project Morpheus) nur mittels rechtem Analogstick geht (und im Renngeschehen höchst unpraktisch ist), haben die Slightly Mad Studios eine intelligente Kameraführung entwickelt, die selbstständig und im richtigen Moment zum Scheitelpunkt der Kurve blickt. Das klingt simpel, wirkt sich aber massiv auf die so genannte Immersion aus – besser als in jedem anderen Rennspiel kann man so die Kurven optimal ansteuern, ohne mit Krücken wie Analogsticks hantieren zu müssen. Weiteres geniales Detail, das die Immersion noch verstärkt: Tempoabhängig werden Teile des Bildschirms unscharf, so dass der Eindruck hoher Geschwindigkeit verstärkt wird und der Spieler sich wie ein echter Rennfahrer vor allem auf die vor ihm liegenden Teile der Rennstrecke konzentriert. Das sind vermeintliche Kleinigkeiten, aber so vergisst der Spieler schneller, dass er ein Gamepad in der Hand hat und vor einem Fernseher sitzt – dadurch wird er Teil des Spiels und erlebt das Renngeschehen viel intensiver. Spitze!

    Natürlich möchte man nicht nur mit einem BMW in Spa rumkurven, sondern auch andere Marken und Kurse ausprobieren. Kein Problem, in Project Cars stehen für Einzelrennen und Multiplayer-Modus von Beginn an alle rund 80 Autos und 110 Kurse an 30 Orten zur Verfügung. Man muss nichts freischalten, kann aber auch nichts freischalten. Der Spieler hat somit von Anfang die Qual der Wahl, ob er mal eine Runde mit einem Kart dreht, einen Le Mans Prototypen auf einem Straßenkurs testet oder einen Klassiker der Rennsportgeschichte wie den Lotus 48 an seine Grenzen bringt. Neben der Möglichkeit einer Testfahrt und eines Rennens gegen KI-Gegner kann man sich mit anderen Spieler im Online-Modus messen oder eine Karriere als Fahrer beginnen. Den Test des Multiplayer-Modus reichen wir nach – wir wollen Project Cars unter Realbedingungen testen, sobald das Spiel veröffentlicht wurde.

    Project Cars und der Karriermodus

          

    Ein Pokalgewinn im Karrieremodus - das motiviert. Ein Pokalgewinn im Karrieremodus - das motiviert. Quelle: PC Games Der Karrieremodus ist für viele sicher ein wichtiger Kaufgrund bei Rennspielen. Während den einen das Verbessern ihrer Rundenzeiten als Langzeitmotivation reicht und den anderen der Online-Modus am wichtigsten ist, wollen viele Spieler ihren Aufstieg vom Nobody zum neuen Superstar der Rennsportszene erleben. Project Cars bietet dafür einen Karrieremodus an, der ohne Handlung auskommt, sondern eine vorgegebene Reihenfolge bestimmter Events abspult. Man darf zwar einzelne Rennen überspringen, lässt sich dadurch aber auch Einladungen zu weiteren Veranstaltungen entgehen. Im Gegensatz zu den anderen Spielmodi gibt es hier keine freie Wahl von Strecken und Autos, man muss dem Terminplan folgen. Der Modus beginnt immer mit der kleinsten Klasse im Spiel, den Karts mit 125cc Hubraum. Wer also diese wieselflinken Geschosse verabscheut, hat Pech gehabt. Spaß machen die Rennen nach kurzer Eingewöhnungsphase aber schon, und man kann schon mal die eine oder andere Einstellung für später ausprobieren.

    Es ist möglich, die Rennwochenenden abzukürzen und nur die Rennen zu fahren, von denen es jeweils zwei gibt. Mit heruntergeschraubtem Können der KI-Gegner und Begrenzung der Renndauer auf zwei Runden kann man so schnell und bequem durch den Karrieremodus pflügen. Man kann aber auch die Dauer auf reale Längen erhöhen und die Computerfahrer auf 100% ihres Könnens hochschrauben – dann empfiehlt sich unbedingt das Training vor dem Qualifying! Tatsächlich ist Project Cars das erste Spiel, bei dem Training und Qualifying nötig erscheinen und sogar Spaß machen. So lernt man das Handling der sich ständig ändernden Autos auf den immer neuen Strecken kennen, tastet sich an die Grenzbereiche während des dynamisch wechselnden Wetters heran und beginnt, seinen Wagen zu tunen, um mit den Gegnern mithalten zu können. Wie gesagt, man muss sich das Leben nicht so schwer machen, aber es ist viel befriedigender und emotional packender, den steinigen Weg zu gehen. Auch ohne Rivalitäten mit anderen Fahren oder um die eigene Karriere herum gestrickte Geschichtchen wie etwa in Grid.

    02:48
    Project Cars: Minimale Details vs. Maximale Details im Video
    Spielecover zu Project CARS
    Project CARS
    • Es gibt 4 Kommentare zum Artikel

      • Von Underclass-Hero Erfahrener Benutzer
        Eine kurze Erwähnung und vorallem ein Vergleich mit Gran Turismo 6 und Forza Motorsport 5 wäre wohl drin gewesen, so hätte ich direkt gewusst, wo der Titel nun genau steht.

        Interessant.
        Soll ein Test auf eurer Seite nicht genau das Herumklicken und Zusammensuchen von Informationen für mich als…
      • Von FlorianStangl Erfahrener Benutzer
        Die Xbox-Version kam erst HEUTE. Also war es für diesen Test einfach zu spät. Leider.



        Das ist eine Frage der Herangehensweise. Die Fakten sind seit langem bekannt und in den im Text verlinkten Artikeln sowie auf der ebenfalls verlinkten Themenseite nachzulesen. Wer sich für das Spiel schon eine Weile…
      • Von Underclass-Hero Erfahrener Benutzer
        Bisschen enttäuschend, dieser Testbericht.
        Mal wieder wird die X-Box One völlig ignoriert, als existiere sie gar nicht.
        Nichtmal oben in der Übersicht wird angezeigt, dass es das Spiel auch für die X-Box One gibt.
        Kein Wunder, dass sich der Kasten so schlecht in Deutschland verkauft, wenn die Medien sie so…
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1158165
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Test: Perfekt für alle, die sich wie ein Rennfahrer fühlen wollen - Wertungs-Update
Endlich kommt Project Cars auf den Markt: Im Test der PC- und PS4-Versionen erfahrt ihr, ob sich die mehrfachen Verschiebungen gelohnt haben und ob das Community-unterstützte Rennspiel dem entfachten Hype auch gerecht wird. Hinweis: Den Test des Online-Modus liefern wir nach, sobald wir das Spiel unter echten Bedingungen testen konnten!
http://www.videogameszone.de/Project-CARS-Spiel-28603/Tests/Review-Update-mit-Wertung-1158165/
13.05.2015
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2015/05/Project_Cars_PC-03-pc-games_b2teaser_169.jpg
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