Clever ausgedacht: Auch die vierte Episode der beliebten Professor Layton-Serie bietet tolle Rätsel und eine spannende Story - aber keinerlei Neuerungen. In unserem Test zu Professor Layton und der Ruf des Phantoms für Nintendo DS erfahrt ihr, wie uns das neue Rätselspiel gefallen hat.
Das hat uns an Professor Layton und der Ruf des Phantoms nicht gefallen
Quelle: Videogameszone
Das Spielprinzip des neuen Layton-Spiels ist gewohnt gut, bringt aber keine Neuerungen mit sich.
Gewohnt gutes Spielprinzip, aber ohne Neuerungen
Vom englischen Fußballtrainer Alf Ramsey stammt der berühmte Ausspruch "Never change a winning team". Und auch Entwickler Level 5 schraubt nicht an seiner erfolgreichen Mixtur aus Plaudern, Rätseln und Erforschen herum. Ihr spaziert also wieder mal durch hübsche 2D-Schauplätze und klickt mit dem Stylus auf alles, was nach Interaktion aussieht. Nach wie vor etwas nervig: Um Hinweismünzen zu finden, müsst ihr wie ein Specht auf den Bildschirm einhacken - die Dinger sind nämlich willkürlich in der Szenerie versteckt. Außerdem haben wir uns über einige Nebencharaktere geärgert: Viele Knilche stehen einfach nur herum und haben wenig bis nichts Interessantes zu erzählen. Auch die Rätsel schwanken in ihrer Qualität: Während der Großteil der Denksportaufgaben famos gelungen ist, wirken einige wenige sehr schludrig. So müsst ihr beispielsweise eine Melone in einen Korb befördern, indem ihr Trampoline aufstellt. Dummerweise macht euch die krude Physik ständig einen Strich durch die Rechnung - mit Logik hat das wenig zu tun. Der schlimmste Fauxpas ist aber eine Aufgabe, bei der ihr antike Symbole sortieren sollt: Die Dinger sind so kleinteilig und pixelig, dass man nur durch Zufall auf die Lösung kommt - wirklich ärgerlich.
Die deutsche Version
Dass die Layton-Teile bei uns immer mit großer Verspätung herauskommen, sind wir ja mittlerweile gewohnt. Dennoch ist es schlichtweg lachhaft, ein Spiel wie Der Ruf des Phantoms erst ganze zwei Jahre nach dem Japan-Release auf den deutschen Markt zu bringen. Das muss sich unbedingt ändern, Nintendo! Noch ärgerlicher, ja fast schon skandalös, ist aber eine andere Sache: In der US-Fassung und im Nippon-Original enthält das Modul ein Bonus-Rollenspiel namens Layton Life. Europäische Zocker schauen hingegen in die Röhre - das wirklich charmante Extra hat es nicht in die europäische Version geschafft. Nintendo begründet dies mit dem angeblich zu hohen Übersetzungsaufwand. Wir finden: Das ist eine faule Ausrede und alles andere als kundenfreundlich!
