Das nächste Fußball-Freudenfest für die Hosentasche?
Bayern München ist die einzige deutsche Vereinsmannschaft im gesamten Spiel.
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Seit Jahren begeistert die Pro Evolution Soccer-Reihe fußballverrückte Zocker auf der PlayStation, der Xbox und dem PC. Letztes Jahr erschien mit Pro Evolution Soccer 5 der erste Ableger der Serie für die PSP und überzeugte einerseits durch die gewohnt überragende Spielmechanik und geschmeidigen Animationen der Spieler, hatte aber andererseits auch einige Nachteile gegenüber der Heimkonsolen-Version. Diese will Konami mit dem neuen Teil ausräumen und die perfekte Simulation für unterwegs abliefern. Ob das Unterfangen geglückt ist, erfahren Sie in unserem Härtetest.
Freud und Leid
Die gute Nachricht voran: Die Schwächen des Vorgängers wurden tatsächlich ausgemerzt. Pro Evolution Soccer 6 enthält einen vollwertigen Meisterliga-Modus, wie Sie ihn von der PS2 her gewohnt sind, und auch die schmerzlich vermisste Weitwinkelkamera ist in der aktuellen Version an Bord. Umfang und Langzeitmotivation sind also im Überfluss vorhanden, von der Kameraperspektive profitiert die Übersicht, welche im Vorgänger das ein oder andere mal verloren ging.
Alles super also? Nicht ganz. Die wichtigen Kern-elemente des Spiels finden Sie zwar auch in der PSP-Fassung, allerdings verzichten mobile Gamer auf einen Kommentator, das spaßige Herausforderungstraining und die neu eingeführten Zufallsmatches der Konsolenversion. Auch die Weitwinkel-perspektive hat ihren Preis: Stellenweise ruckelt das Spiel, sofern viel Action auf dem Monitor zu sehen ist.
Machen Sie sich einen Namen!
Elfmeterschießen werden durch solch dramatisch inszenierte Sequenzen noch spannender. Hier duellieren sich gleich Zidane und Italiens Torhüter Buffon.
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Diese Aufforderung müssen auch PSP-Freunde wörtlicher nehmen, als ihnen vermutlich lieb ist. Denn wie üblich zieht auch der aktuelle Teil der Reihe im Lizenzpoker den Kürzeren gegenüber der Konkurrenz. Deutschlands WM-Kicker müssen ebenso mit Fantasienamen auskommen wie viele andere Nationalmannschaften. Auf Vereins-ebene sieht es auch nicht besser aus. Außer dem, immerhin voll lizenzierten, Kader von Bayern München werden Sie kein anderes deutsches Team finden. Bei den übrigen ausländischen Ligen ist die Situation nur einen Tick rosiger. Michael Ballacks neuer Verein Chelsea etwa heißt im Spiel "London FC". Ein Umstand, den Sie mit dem umfangreichen Editor aber relativ schnell und unkompliziert beheben können.
GAMEPLAY deluxe
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Letztlich sieht man auch bei Pro Evolution Soccer 6 über diese kleinen Makel hinweg, denn die Spielmechanik überflügelt - wie nicht anders erwartet - alle Konkurrenten. Die intensiven Zweikämpfe verlieren auch im Hosentaschenformat kein bisschen an Reiz, die spektakulären Paraden der Torhüter genießen Sie ebenso wie die schier endlosen Möglichkeiten, zu Torchancen zu kommen.
Spielerisch sind alle neuen Features, wie zum Beispiel die schnell ausgeführten Freistöße, an Bord. Auch im Taktikbereich stehen Ihnen wieder unzählige Varianten zu Verfügung, die gegnerische Mannschaft in den Wahnsinn zu treiben. Ebenfalls dabei ist der abgespeckte Aufstellungsbildschirm, der auch Anfängern gestattet, ihr Team unkompli-ziert auf das nächste Match einzustellen. Sie wählen aus einer Reihe von Vorgaben und das Programm kümmert sich eigenständig um die Aufstellung. Ideal für eine schnelle Partie zwischendurch.
Neben der bereits erwähnten Meisterliga dürfen Sie sich auch noch durch etliche andere Pokalwettbewerbe und Ligen kämpfen. Die gewonnenen PES-Punkte investieren Sie anschließend im Shop in legendäre Mannschaften, Spieler und diverse andere Goodies. Spielspaß und Motivation für mehrere Wochen sind also garantiert. Eine Multiplayer-Wertung konnten wir im Übrigen noch nicht vergeben, zum Test lag uns leider nur eine Version des Spiels vor.
Unter dem Strich begeistert das Spiel also wieder einmal alle Fußball-Enthusiasten. Eine uneingeschränkte Kaufempfehlung an jene, die das Sommermärchen künftig auch unterwegs nachspielen möchten.
