Pro Evolution Soccer 2010: Unsere Vorschau für PS3 und Xbox 360
In PES 2010 darf man wieder an der legendären Anfield Road in Liverpool spielen.
Drei Jahre hat das kultige Stadion gefehlt.
Doch wer daraufhin das Starterfeld der Königsklasse in Pro Evolution Soccer 2009 zusammenstellen wollte, suchte Bayern München oder Werder Bremen vergeblich. Die Rechte für das europäische Top-Turnier gelten nämlich nicht automatisch für alle antretenden Mannschaften. Und da EA einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) geschlossen hat, schauen deutsche Fans in die Röhre. Wie es mit heimischen Clubs in PES 2010 aussieht, bleibt abzuwarten.
Messi (links) und Torres zieren gemeinsam das Titelbild von PES 2010.
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Vergleichsweise große Änderungen gibt es im Bereich der Taktik. PES-Spieler dürfen demnächst viel tiefer in die Fußballstrategie eintauchen als bisher. Zwar gab es schon immer Dutzende Einstellungsmöglichkeiten, aber dank des überarbeiteten Menüs kann man in wenigen Momenten Angriff, Mittelfeld und Defensive organisieren. Welche gegnerischen Spieler sollen die eigenen Verteidiger besonders bewachen? Wann muss der defensive Mittelfeldspieler hinten aushelfen und in welchen Situationen nach vorne eilen? Wie hoch darf das Pressing aller Mannschaftsteile sein? Und welche Laufwege sollen die Außenstürmer nutzen? Die Änderungen in den jeweiligen Taktikbereichen machen sich sofort bemerkbar und funktionieren hervorragend, wie wir beim Anspielen feststellten.
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Wir verlagerten in einer Halbzeitpause unser Offensivspiel in die Breite. Daraufhin rannten sich unsere Mittelfeldspieler auf den Flügeln die Lunge aus dem Leib und leiteten nach ein paar strukturierten Doppelpässen sofort einen Treffer ein. Eine weitere Neuheit sind Fertigkeitskarten, die im Formationsmenü aufgerufen werden können. Diese stellen die individuellen Fähigkeiten der Spieler dar. Der quirlige Lionel Messi beispielsweise vollführt standardmäßig seine Laufwege im Rücken der gegnerischen Verteidigung, um auf den entscheidenden Pass zu warten. Wer aus taktischen Gründen darauf verzichten möchte, deaktiviert die Karte einfach. Das Kartensystem führt also dazu, dass man seine Spielzüge und das Verhalten der Pixelkicker besser beherrschen kann.
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