Prince of Persia: Rival Swords

Test

Ubisoft dreht die Zeit zurück: Der persische Prinz beehrte die Wii!

BILD: N-ZONE BILD: N-ZONE Es ist ja mittlerweile üblich, dass Spielentwickler bereits erschienene Titel einer steuerungstechnischen Frischzellenkur unterziehen und für eine weitere Runde auf die Wii schicken. Ubisoft ist da keine Ausnahme. Der generell für Spielspaß bekannte Hersteller enttäuschte zuletzt jedoch mit der Wii-Portierung von Far Cry Vengeance. Nun stellt sich natürlich die Frage, was Spieler vom "aufgewärmten" Abenteuer des persischen Prinzen zu erwarten haben. Kann es überzeugen? Und vor allem: Ist es auch interessant, wenn man die GameCube-Fassung bereits gespielt hat? Unser Test verschafft Klarheit.

Neue Kontrolle, alte Story

An der großartigen Hintergrundgeschichte, die bereits mit dem ersten Teil Prince of Persia: The Sands of Time begann, hat Ubisoft nichts verändert. Unser Held kehrt mit der Herrscherin der Zeit nach Babylon zurück, um seinen rechtmäßigen Platz auf dem Thron einzunehmen. Dort ist aber alles verwüstet. Kaileena wird von einem düsteren Krieger getötet und der Sand der Zeit ergießt sich über die Stadt: Menschen und Tiere werden zu Monstern - auch der Prinz. Im Gegensatz zu den anderen mit Sand infizierten Babyloniern ist seine Verwandlung jedoch nicht dauerhaft. Doch ab und zu mutiert er zum hartherzigen dunklen Prinzen, der Ketten schwenkend durch die Stadt hetzt. Dabei kommt auch ihr nicht umhin, eure Hände zu schwingen.

Das Schicksal liegt in Euren Händen

BILD: N-ZONE BILD: N-ZONE Ubisoft hat ganze Arbeit geleistet und die Steuerung vollkommen an die Wii-Fernbedienung und das Nunchuk angepasst. Jede der beiden Controllerhälften steuert eine Waffe des Prinzen - die Wii-FB den Dolch und das Nunchuk die Sekundärwaffe. Habt ihr euch in den dunklen Prinzen verwandelt; setzt ihr mit dem Nunchuk eure todbringende Klingenkette ein. Zudem lässt sich durch richtige Schwungkombinationen eine Vielzahl von Combos ausführen. Das geht gut von der Hand.

Sogar bei den Geschicklichkeitseinlagen, wo eure Waffen zum Einsatz kommen müssen, genügen Gesten mit dem Wii-Controller. Man hat beinahe das Gefühl wirklich seinen Dolch in die Mauer zu rammen, wenn der Prinz dies tut, um sich an einem Vorsprung festzuklammern. Bei den Angriffen aus dem Hinterhalt - besser bekannt als Speedkills - kommen Wii-FB und Nunchuk zum Zug.

Sobald der Speed Kill eingeleitet wurde, schwingt ihr das Nunchuk nach unten, um den Gegner zu packen. Wenn der Dolch des Prinzen blau aufleuchtet, vollführt ihr die gleiche Bewegung mit der Wii-FB. Das funktioniert einwandfrei und lässt euch ganz tief in die Welt des Prince of Persia eintauchen. Schade, dass Ubisoft den internen Lautsprecher der Fernbedienung nicht genutzt hat.

Das hätte für zusätzlichen Pepp gesorgt. Gut gelöst wurde hingegen das Justieren der Kamera. Entweder benutzt ihr das Steuerkreuz um die Kamera zu drehen, oder ihr neigt die Wii-FB nach links oder rechts. Da bei dieser Methode die Bewegungserkennung erst nach einiger Zeit anspricht, müsst ihr nicht befürchten, dass euch dieses Feature bei den Kämpfen dazwischenfunkt. Auf Wunsch könnt ihr diese Option aber auch ausschalten und nur das Steuerkreuz verwenden.

Liebloser Aufguss?

BILD: N-ZONE BILD: N-ZONE Abgesehen von der genialen Wii-Steuerung kann Rival Swords jedoch nicht wirklich überzeugen. Obwohl die optische Präsentation durchwegs stimmig ist und für gelungene Morgenland-Atmosphäre sorgt, reizt sie die Wii überhaupt nicht aus. Die Grafik wurde im Vergleich zur GameCube-Fassung nur minimal verbessert und zu allem Überfluss haben sich kleine Grafikfehler - wie zitternde Texturen - eingeschlichen, die es früher nicht gab.

Sonst ist Rival Swords scheinbar eine direkte Portierung der GameCube-Fassung - samt Einspieler-Modus. Die von Ubisoft angepriesene Neuerung, der Zweispielermodus, hat es leider nur in die Version für Sonys PSP geschafft. Wer das Original auf dem Cube also bereits gezockt hat, sollte sich genau überlegen, ob die durchdachte Steuerung einen Neukauf rechtfertigt. Und selbst Prince of Persia-Unkundige sollten eventuell zur GameCube-Version greifen. Diese kostet mittlerweile nur noch einen Bruchteil des "Wii-Makes" und macht beinahe genauso viel Spaß.

Bildergalerie: Prince of Persia: Rival Swords
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Wertung zu Prince of Persia: Rival Swords (Wii)

Wertung:

82 /10
Pro & Contra
gelungene Einbindung der Wii-Steuerungtolle Geschichte
Grafik nur Cube-Niveaukein Multiplayer
Fazit

Ein tolles Spielerlebnis, aber eben eine 1:1 Portierung, die sich für PoP-Kenner kaum lohnt!

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