Prince of Persia: Rival Swords
Rolle rückwärts: Wir haben das neue alte Prinzenabenteuer für euch angespielt!
Schüttelt das Nunchuk, um euch mit dem Seil an Blöcken wie diesem festzuhängen.
BILD: UBISOFT
Manchmal sind es die Kleinigkeiten des Lebens, die den Alltag revolutionieren: Die Milchtüte wird neuerdings mit einem wiederverschließbaren "Zapfstück" ausgeliefert und den Joghurt mit der Ecke gibt's in einer frischen Geschmacksrichtung. Auch aus dem Orient weht uns ein zarter Hauch von Innovation entgegen: Prince of Persia: The Two Thrones - im Dezember 2005 für den GameCube erschienen - geht am 29. März als kosmetisches Wii-Update mit angepasster Steuerung und einem Mehrspieler-Modus an den Start. Wir haben den Einzelspieler-Teil des "Wii-makes" in der Düsseldorfer Ubisoft-Filiale für euch Probe gespielt.
Wie Zelda im Orient
Immer noch kämpft und turnt der namenlose Prinz durch ein verwüstetes Babylon, um sein Königreich zurückzuerobern. Wer Teil 3 der Persier-Saga auf dem GameCube gespielt hat, kommt mit der Steuerung sofort klar: Gelaufen wird mit dem Analogstick des Nunchuks, C aktiviert den Sand der Zeit, die A-Taste dient zum Springen und mit dem B-Button kraxelt ihr Wände entlang.
Nichts Neues? Doch, denn spätestens, wenn man mit dem Schwert Gegner niederstreckt oder als dunkler Prinz die Peitsche auspackt, fühlt man sich sofort an die Wii-Version von Zelda: Twilight Princess erinnert: Mit sanften Fuchteleien der Wii-Fernbedienung lasst ihr eure Hiebwaffe rasseln, analog dazu aktiviert ein Schütteln des Nunchuks die Peitsche. Die B-Taste wird dadurch adäquat ersetzt.
Zum Justieren der Kamera gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder dreht ihr die Sicht mit dem Steuerkreuz, was optimal funktioniert, oder ihr neigt dazu die Fernbedienung nach links oder rechts - von dieser zweiten Variante raten wir jedoch strikt ab, da ihr im Eifer des Gefechts häufig ungewollt die Blickrichtung verändert. Die Steuermechanik funktioniert dabei recht gut, auch die Auflösung wirkt gegenüber der GameCube-Version dezent höher.
Unterm Strich ist Rival Swords ein aufgehübschstes Upgrade von Prince of Persia: The Two Thrones, das weniger durch Innovationen glänzt als vielmehr durch eine sinnvolle Anpassung an die Wii-Hardware. Und das ist seit Far Cry Vengeance bei Ubisoft ja nicht selbstverständlich!