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  • Pokémon: So entstehen die Namen und Formen der Nintendo-Monster

    Die beliebten Pokémon aus Japan bekommen hierzulande manchmal recht seltsame Namen und Formen. Was hinter diesem kreativen Prozess wirklich steckt, verraten wir euch in diesem Artikel. Videogameszone.de analysiert.

    Mittlerweile gibt es 646 Pokémon. Sie sehen alle sehr verschieden aus und haben ebenso unterschiedliche Namen. Dass es keine leichte Aufgabe ist, den Monstern Form und Name zu verpassen, könnt ihr euch sicherlich vorstellen. Trotzdem hagelt es seitens mancher Pokémonfans immer wieder Proteste. Kritisiert werden die sich ständig wiederholenden Schemata von Anlehnungen der Pokémonformen an die gleichen Tiere oder gar an Maschinen. "Die neuen Pokémon sehen eher wie Digimon aus", mosern einige Spieler. Und bei manchen deutschen Pokémon-Namen dreht sich denselben Leuten der Magen um. Tatsächlich ist es sehr schwierig nach fünf Generationen einer überaus erfolgreichen Serie immer noch neue Ideen zu entwickeln, das Charakterdesign abwechslungsreich zu halten und sich trotzdem nicht vom typischen Pokémon-Stil zu entfernen. Ken Sugimori, seines Zeichens Art Director und damit Leiter der Gruppe bei Game Freak, die für die Designs der Pokémon verantwortlich ist, hat einen nicht gerade einfachen Job. Schaut man sich die Ergebnisse seines Schaffens jedoch genauer an, muss man ihm eine Menge Respekt zollen. Jedes einzelne Pokémon hat in Form und Name eine logische Daseinsberechtigung, egal, ob diese subjektiv gefallen.

    Floink: Ein weiterer Floink... ähm Flop in der deutschen Namensgebung ist das neue Feuerschwein. Floink: Ein weiterer Floink... ähm Flop in der deutschen Namensgebung ist das neue Feuerschwein. Quelle: Nintendo Offiziell sind die genauen Arbeitsschritte nicht bekannt, doch laut Wikipedia entwarf Sugimori die ersten 151 Pokémon komplett selbst und hatte bei allen anderen Generationen immer das letzte Wort. Als Art Director und Character Designer kann also er hauptsächlich verantwortlich gemacht werden. Sugimori lässt sich dabei vor allem von Aquarien und Zoos inspirieren. Die Bandbreite an Tierarten (und anderen Dingen, z.B. Gegenständen und Fabelwesen), die für Pokémon genutzt wurde, ist enorm. Euch ist sicher bereits aufgefallen, dass sich in jeder Generation einige Schemata wiederholen, beispielsweise der Typ der Starter-Pokémon oder der Pokémon auf den ersten Routen (zum Beispiel Taubsi, Hoothoot, Schwalbini, Staralili, Dusselgurr oder Rattfratz, Wiesor, Zigzachs, Bidiza, Nagelotz). Auf dem ersten Blick sieht es nach Einfallsarmut aus, doch wenn man alle Wesen einzeln betrachtet, so fällt doch die Vielfalt auf, die Pokémon bietet. Vor allem die Detailverliebtheit, die Sugimori und sein Team an den Tag legen, erkennt man nicht immer so an, wie es sein sollte. Seien es markante Merkmale wie Pikachus rote Bäckchen und Ursarings gelber Ring auf dem Bauch oder aber winzige Details, die erst auffallen, wenn man sich die Pokédex-Einträge anschaut wie bei Pandir ("Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei gleich gemusterte Pandir sich begegnen, ist vier Milliarden zu eins"). Hinter der Arbeit, Pokémon zu designen, steckt eine Menge Recherche, Wissen über die Tierwelt und vor allem Herzblut!

    Ein weiterer Punkt ist die Namensgebung. Auch darüber ist nicht viel bekannt. Wahrscheinlich ist es aber, dass auch hierfür Sugimori und sein Team verantwortlich sind. Die japanischen Namen werden für die restlichen Länder meist originalgetreu umgesetzt. Ein Beispiel: Shnebedeck heißt im Japanischen ユキカブリ (Yukikaburi). Dabei steht yuki für Schnee und kaburi heißt Bedeckung. Man sieht nun am deutschen Namen Shnebedeck, dass viel Wert auf Originalität gesetzt wird. Dass dabei die Umsetzung manchmal etwas seltsam klingt, liegt sicherlich daran, dass die Namen aus Wörtern der eigenen Muttersprache bestehen. Yukikaburi würde sich vermutlich für Japaner ähnlich seltsam anhören wie für Deutschsprachige Shnebedeck oder gar (nach wörtlicher Übersetzung) Schneebedeckung. Gut, dass man trotzdem immer noch die Wahl hat, seine gefangenen Taschenmonster umzubenennen oder sich gar eine importierte Version zu kaufen. Zugegeben, Dusselgurr und Unratütox klingen wirklich doof, doch wenigstens haben sie eine für das Wesen logische Zusammensetzung. Und viele Pokémon tragen auch im deutschen coole Namen: Somnivora ("Traumfresser"), Demeteros (eine "dreifache Muttergöttin" aus der griechischen Mythologie) oder Fermicula (fer[rum] = Eisen + [Ter]mi[te] + [Pachy]co[ndy]la = eine Ameisengattung) zeugen von durchdachten Namensschöfpungen und komplexen Gedankengängen während des kreativen Prozesses der Mitarbeiter von Nintendo. Für die deutschen Pokémon-Namen ist übrigens höchstwahrscheinlich Nintendo of Europe zuständig. Höchstwahrscheinlich deshalb, weil darüber nie offiziell gesprochen worden ist.

    Für Pokémon Heartgold und Soulsilver erschienen einige Artworks, die sich sehen lassen können. Für Pokémon Heartgold und Soulsilver erschienen einige Artworks, die sich sehen lassen können. Quelle: Nintendo Man sieht also: Sowohl das Design als auch die Namensgebung der Pokémon ist keineswegs einfach und "dahingeklatscht". Im Gegenteil ist es eine beachtliche Leistung, nach fünf Generationen und 646 Pokémon plus zig weiteren menschlichen Charakteren immer noch viele und gute Ideen zu haben. Da kann man auch darüber hinwegsehen, dass sie sich nicht nur an der Tierwelt, sondern auch an Aliens (Megalon), Glocken (Bronzong) und gar Mülltüten (Unratütox) orientiert wird. In unserer Bildergalerie findet ihr weitere Beispiele für Artworks, die es wert sind, besonders hervorgehoben zu werden. Zuletzt bleibt die Frage: Welche Pokémon findet ihr in Form und Name total daneben, welche dagegen spitzenmäßig? Und welche Arten von Pokémon würdet ihr euch für die Zukunft noch wünschen? An welche Tiere oder Gegenstände hat sich noch kein Pokémon-Design gelehnt? Hinterlasst uns einen Kommentar und diskutiert mit!


  • Pokémon Schwarze Edition
    Pokémon Schwarze Edition
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Game Freak
    Release
    04.03.2011
    Es gibt 10 Kommentare zum Artikel
    Von Sixnend
    Der Name ist doch voll in Ordnung. Denkst du da vielleicht an "Krüppel"? ;)Das Aussehen finde ich auch okay, jedes…
    Von DryBone
    Es gibt so viele Namen die einem einfach gefallen, zB. Voltula, Elektek, Pikachu usw. Aber wie Huba sagte ist Kryppuk…
    Von Sixnend
    Meine Lieblingsnamen:Tauboga, Knakrack, Lucario, Magmar, Yanma, Vegimak, Brockoloss, Stalobor, Mewtu, Symvolara,…

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    • Es gibt 10 Kommentare zum Artikel

      • Von Sixnend Gesperrt
        Zitat von DryBone
        Es gibt so viele Namen die einem einfach gefallen, zB. Voltula, Elektek, Pikachu usw. Aber wie Huba sagte ist Kryppuk das mit Abstand unpokemonlichste Pokemon das es gibt:-S Sein Name klingt einfach nur :-$und über sein Aussehen muss man gar nicht erst reden.
        Der Name ist…
      • Von DryBone Erfahrener Benutzer
        Zitat von Huba16
        Der größte Flop für mich ist Kryppuk. Name klingt richtig blöd und es sieht aus wie von nem 3 jährigen gezeichnet. Das beste Pokemon vom Aussehen her ist Reshiram es ist einfach genial gezeichnet und sieht richtig Anmutig und nach Drachen-Pokemon aus. Der beste Name…
      • Von Sixnend Gesperrt
        Meine Lieblingsnamen:
        Tauboga, Knakrack, Lucario, Magmar, Yanma, Vegimak, Brockoloss, Stalobor, Mewtu, Symvolara, Echnatoll (geht in die Richtung von Isso, Woingenau und Ohrdoch), Galapaflos, Aerodactyl, Rokkaiman, Morbitesse, Monozyto, Voltula, Zapplarang, Laternecto, Gladiantri, Ramoth, Kindwurm, Krawumms…
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Pokémon Schwarze Edition
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Die beliebten Pokémon aus Japan bekommen hierzulande manchmal recht seltsame Namen und Formen. Was hinter diesem kreativen Prozess wirklich steckt, verraten wir euch in diesem Artikel. Videogameszone.de analysiert.
http://www.videogameszone.de/Pokemon-Schwarze-Edition-Spiel-28082/Specials/Pokemon-So-entstehen-die-Namen-und-Formen-der-Nintendo-Monster-840863/
24.08.2011
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2011/02/Pokemon_Black_White_34.jpg
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