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  • Zu teuer, keine UMDs, noch mauer minis-Store: Darum könnte die PSP Go floppen

    Auf der E3 2009 entzückte uns Sony vor allem mit der Enthüllung der PSP Go - schlank, edel designt und handlich ist sie, die überarbeitete PlayStation Portable. Doch nur wenige Minuten und 30 Feature-Ankündigungen später klappten uns die Kinnladen herunter. Grund: der Preis.

    Sowohl die PS3 Slim-Enthüllung auf der Gamescom als auch die PSP-Go-Ankündigung auf der E3 2009 waren schlecht gehütete Geheimnisse - Sony hielt ungefähr so dicht wie der Opa aus der Granufink-Werbung. Entzückt waren wir dennoch, als wir die PSP Go vor Augen hatten und auf dem Showfloor der E3 2009 schließlich selbst Hand anlegen konnten. Und von wegen, es kommt immer nur auf die Größe an! Das neue Handheld ist nicht nur um 50 Prozent kleiner, sondern auch 40 Prozent leichter als das aktuelle PSP-3000-Modell. Obendrein verfügt die PSP Go über ein Schiebedisplay, das ähnlich wie bei vielen Handy-Geräten einfach nach oben geschoben wird, um das Bedienfeld freizulegen.

    Das Display ist mit 3,8 Zoll zwar um eine Ecke kleiner (die normale PSP hat eine Bildschirmdiagonale von 4,3 Zoll), doch an der Auflösung von 480 x 272 Pixel hat sich nichts geändert. Auch das CPU-Herz schlägt weiterhin mit bis zu 333 MHz bei einem Hauptspeicher von 64 MB. Die größte Änderung ist der Wegfall des UMD-Laufwerks, welches durch einen 16-GB-Flash-Memory ersetzt wurde. Werden dadurch gekaufte UMDs nutzlos? Nein, keine Sorge. Sony plant einen Adapter, mit dem ihr den Inhalt der kleinen Discs direkt auf die neue Go ziehen könnt. Klingt alles äußerst vielversprechend, so viel steht fest. Doch rechtfertigt all das den doch recht hohen Preis von 249,99 Euro? Ein Handheld in dieser Preisklasse in großer Stückzahl zu verkaufen, stellen wir uns schwierig vor. Schließlich bekommt man für 70 Euro weniger bereits eine Xbox 360, für einen Aufpreis von 50 Euro gibt's dann schon eine PS3 Slim. Auch im Vergleich zum weltweiten Dauerbrenner, dem Nintendo DS, ist der Preis der PSP Go enorm hoch. Der DS Lite ist bereits für 130 Euro erhältlich, der neue DSi wechselt für circa 165 Euro den Besitzer. Ob Sony damit Marktanteile zurückerobern kann? Wir sind skeptisch und führen euch nachfolgend fünf Punkte auf, die einem Erfolg der PSP Go widersprechen.

    UMD adé: Kein Ver- und Ankauf möglich!

    Das war einmal: UMDs sind mit Beginn der PSP Go für den Allerwertesten... oder eben für die PSP-3000. Das war einmal: UMDs sind mit Beginn der PSP Go für den Allerwertesten... oder eben für die PSP-3000.

    Während Sony mit der PSP Go seine, sagen wir nicht erfolgreiche, UMDs ausrangiert und künftig auf nicht-physische Daten setzt (Spiele und Programme werden über das PSN heruntergeladen), lassen sich selbige natürlich nicht mehr umtauschen, verkaufen oder eben ankaufen. Wer einmal ein Spiel aus dem PSN heruntergeladen hat, der kann es bei Nichtgefallen lediglich vom Flash-Speicher löschen - Geld gibt's keins zurück. Dementsprechend gut werden sich die PSP-Go-Besitzer vor dem Erwerb eines Spiels informieren, ob dies tatsächlich taugt. 30 Euro oder mehr aus dem Fenster zu werfen, wäre äußerst ärgerlich. Für das Herunterladen eines Spiels müsst ihr euch zudem in der Nähe eines Internet-Hotspots befinden. Seid ihr das nicht, könnt ihr euch auch kein Spiel herunterladen. Alternativ verbindet ihr die PSP Go mit eurem internetfähigen PC. Ob sich all das durchsetzen wird? Wir sind skeptisch.

    Wo zum Teufel ist der zweite Analog-Stick?

    Suchbild: Wer findet den zweiten Analog-Stick? Suchbild: Wer findet den zweiten Analog-Stick?

    Zugegeben, richtig glücklich sind wir mit dem Analog-Stick der PlayStation Portable noch nie gewesen. Umso mehr hätten wir uns für die PSP Go einen besseren, präziseren gewünscht. Aber sei es drum. Viel besser wäre es gewesen, wenn Sony zumindest zwei Analog-Sticks auf der PSP Go untergebracht hätte. Denn: Betrachtet man aktuelle Release-Listen, so stellt man schnell fest, dass Sony vermehrt Hardcore-Games von PS3 und PS2 auf die PlayStation Portable transferieren will. Das saugt insoweit, als dass bei diesen Spielen überwiegend zwei Sticks belegt waren. Narf, sollen wir also mit Steuerkreuz und Analog-Stick spielen? Allein die Vorstellung dessen sorgt bei uns schon für Krampfadern.

    minis-Store - ein wenig zu spät

    Der minis-Store: Anfangs wohl keine erstzunehmende Konkurrenz für Apple Der minis-Store: Anfangs wohl keine erstzunehmende Konkurrenz für Apple

    So vielversprechend dieser Shop auch sein mag, ein wenig zu spät ist er dennoch. Wie man mit soetwas Geld scheffeln kann, das zeigt Apple mit seinem äußerst erfolgreichen AppStore schon seit Längerem. Ähnliches Konzept soll auch bei Sony die Kassen klingeln lassen. Independent-Entwickler tüfteln kleine Progrämmchen (Vorgabe: maximal 100 MB groß) und veröffentlichen diese für eine Handvoll Cents im minis-Store. Ob das funktioniert? Schließlich versuchen bereits zahlreiche Entwickler etwa bei XNA, DSiWare und WiiWare erfolgreich zu sein und reichlich Goldtaler zu ernten. Schaut man sich die Spiele und Programme an, die zum Start des minis-Store erhältlich sein werden, stellt man fest: Hui, das gibt's ja größtenteils schon im AppStore.

    Wird der minis-Shop also nur ein Abklatsch des AppStore? Funktionieren würde es vermutlich nicht, schließlich stellt auch Apples iPod Touch (preislich im selben Segment angesiedelt) eine attraktive Alternative zur PSP Go dar. Klar, der minis-Store wird künftig auch mit exklusiven Spielen gefüttert werden, keine Frage. Doch das bedeute einen Mehraufwand für die Entwickler, da es doch viel leichter ist, bereits bestehende Applikationen (etwa für den App-Store) einfach nochmal rasch durch den Konverter sausen zu lassen und für die PSP Go zu veröffentlichen.

    Geld wächst nicht an Bäumen!

    Wunschdenken vieler: Auf Bäumen wachsendes Geld Wunschdenken vieler: Auf Bäumen wachsendes Geld

    Wir erinnern uns: Sony stellte die PlayStation 3 zur Markteinführung für stolze 599 Euro in den Handel. Auch die PSP Go ist den Preis betreffend schlicht zu teuer: 249,99 Euro für ein Spiele-Handheld. Uff. So in etwa waren die Reaktionen während der Enthüllung auf der E3 2009. Die PSP Go wird im Vergleich zur PSP-3000 um 70 Euro teurer. Vor allem aus folgender Sichtweise betrachtet erscheint es merkwürdig: Die PS3 Slim, die schlankere PS3, ist für 299 Euro erhältlich (bis vor kurzem kostete die "normale" PS3 noch 399 Euro - war also 100 Euro teurer). Die PSP Go, die eine dünnere Version der PlayStation Portable darstellt, und ohne UMD-Laufwerk auszukommen versucht, kostet aus uns unerfindlichen Gründen happige 70 Euro mehr. Der Preis stellt somit wohl die größte Enttäuschung der PSP Go dar.

    Die Nintendo-Konkurrenz ist zu stark - und wohl uneinholbar

    Der Nintendo DS ist äußerst erfolgreich, weltweit. Wohl zu erfolgreich. Der Nintendo DS ist äußerst erfolgreich, weltweit. Wohl zu erfolgreich.

    Es ist Bestandteil des Plans von Sony: Mit der PSP Go will man Marktanteile zurückerobern. Ob das klappt? Der Nintendo DS und auch der Nintendo DSi liegen mittlerweile wie Beton im Markt - und dominieren selbigen, Woche für Woche. Beide Handhelds scheinen uneinholbar zu sein, wie wir meinen. Vielmehr könnte es Sony mit dem iPod Touch aufnehmen, preislich gesehen ist die Go hier sogar ein paar wenige Euro günstiger. Auch stellt sich die Frage, inwiefern sich die Go gegen den Markt der PSP-3000 stemmen muss. Entscheiden sich die Käufer für oder gegen die UMDs?

    Seid ihr bereits im Besitz einer PSP, so lohnt sich ein Update auf die PlayStation Go vermutlich nicht. Ein bisschen erinnert all das an den Nintendo DSi, der auch mit seinen Kameras und minimal vergrößerten Bildschirmen nicht wirklich als Nachfolger bezeichnen werden kann.

  • PlayStation Portable
    PlayStation Portable
    Hersteller
    Sony
    Release
    01.09.2005
    Es gibt 13 Kommentare zum Artikel
    Von paul23
    Ich persönlich finde man sollte solche Konsolen aus Prinzip nicht kaufen! Weil die Entwickler eh schon glauben, mit…
    Von Morf-Senfbaer
    dito   drum ist mir die Go auch schnurz wurst [/quote] ist bei mir auch so   ich steh einfach nicht drauf,…
    Von LOX-TT
    dito   drum ist mir die Go auch schnurz wurst
    • Es gibt 13 Kommentare zum Artikel

      • Von paul23 Erfahrener Benutzer
        Ich persönlich finde man sollte solche Konsolen aus Prinzip nicht kaufen! Weil die Entwickler eh schon glauben, mit Gamern kann man machen was man will, die kaufen alles und zu jedem Preis (bestes Beispiel MW2 und die Aussagen von Activision Chef). Download-Games sind grundsätzlich zu teuer, und bringen…
      • Von Morf-Senfbaer Erfahrener Benutzer
        Zitat von LOX-TT am 05.09.2009 09:20
        [quote=silencer1 am 04.09.2009 16:48] Ich kaufe mir lieber eine UMD, als eine Datei per Download.

        dito   drum ist mir die Go auch schnurz wurst [/quote]
        ist bei mir auch so  
        ich steh einfach nicht drauf, mir games (oder auch filme) zu downloaden, wenn ich sie fürs gleiche geld auch in einer schönen hülle kaufen und sie mir ins regal stellen kann  
      • Von LOX-TT Community Officer
        Zitat von silencer1 am 04.09.2009 16:48
        Ich kaufe mir lieber eine UMD, als eine Datei per Download.

        dito   drum ist mir die Go auch schnurz wurst
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694271
PlayStation Portable
Zu teuer, keine UMDs, noch mauer minis-Store: Darum könnte die PSP Go floppen
Auf der E3 2009 entzückte uns Sony vor allem mit der Enthüllung der PSP Go - schlank, edel designt und handlich ist sie, die überarbeitete PlayStation Portable. Doch nur wenige Minuten und 30 Feature-Ankündigungen später klappten uns die Kinnladen herunter. Grund: der Preis.
http://www.videogameszone.de/PlayStation-Portable-Konsolen-117040/Specials/Zu-teuer-keine-UMDs-noch-mauer-minis-Store-Darum-koennte-die-PSP-Go-floppen-694271/
04.09.2009
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2009/09/minisstore.jpg
psp go,nintendo dsi
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