PS3-Hack: Die PlayStation 3 ist sicher - GeoHot gibt auf

Special Maik Koch

PS3-Cracks Fehlanzeige: Sony gibt Hackern, Crackern und Moddern keine Chance. Jetzt gibt der bekannteste PS3- und iPhone-Hacker GeoHot auf. Game Over GeoHot

[embhtml=34159]Hacker-Angriffe auf die PlayStation 3 werden in Zukunft abnehmen. Der bekannteste iPhone- und PlayStation 3-Hacker GeoHot hängt seine Schraubendreher und Programmierkünste in Sachen PS3-Crack an den Nagel. In seinem Twitter-Eintrag war vor ein paar Stunden zu lesen: "Es war ein cooler Ritt. Ich habe jede Menge Dinge über jede Menge andere Dinge gelernt. Ein andermal gibt's vielleicht ein formelleres Auf Wiedersehen." Doch sein Ausstieg aus der Hacker-Szene ist noch nicht alles. Auch seinen Blog sperrte der berühmte Hacker und löschte sogar seinen Twitter-Account (ehemals 113.576 Follower). Sony dürfte somit in Sachen PS3-Sicherheit erstmal aufatmen.
PS3-Hacker GeoHot gibt auf Quelle: Twitter.com PS3-Hacker GeoHot gibt auf

PlayStation 3: Hintergründe des Hack-Versuches
Die PlayStation 3 ist bis dato nicht geknackt und damit ist sie die einzige Konsole, auf denen keine raubkopierten Spiele laufen. Im Gegensatz zur Wii oder Xbox 360 ähneln die Sicherheitsmechanismen der PlayStation 3 einem Hochsicherheitstrakt. Die ausgeschaltete OtherOS-Funktionen auf den neuen PlayStation 3 Slim-Konsolen verhindern dabei jedweden Einbruchsversuch. Durch das PS3-Firmware-Update 3.21 schaltet Sony die Möglichkeit eines Open-Source-Betriebssystems aus. Genauere Hintergründe für die Abschaltung der Linux-Funktion sind Sonys Sicherheitsbedenken in puncto PS3-Hacks.

PlayStation 3: Der Sicherheitsmechanismus
PlayStation 3 (3) Quelle: rapidrepair.com PlayStation 3 (3) Die PlayStation 3 verfügt über mehrere Sicherheitssysteme, die im (weit) übertragenen Sinne mit einer Zwiebel oder einem Ringsystem zu vergleichen sind. Die Möglichkeit, OtherOS auf der PlayStation 3 zu nutzen, war ausschließlich in einem abgetrennten Festplatten-Bereich möglich. Um anspruchsvolle und eventuell schädliche Programme auszuschließen, baute Sony den sogenannten Hypervisor ein, der den direkten Zugriff auf die gesamte Hardware verhindert. Ziel der PS3-Hacker im OS-Modus war (und ist) der direkte Zugriff auf den PS3-Grafikprozessor. Im OtherOS-Modus sind die Sicherheitsstufen in mehrere Ringe unterteilt, wobei nur der "Ring Null" direkten Zugriff auf die Hardware hat. Alle anderen Ringe werden durch den PS3-Hypervisor strengstens überwacht.

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Der PS3-Hypervisor ist buchstäblich der "Herr der Ringe" und demnach auch immer wieder Ziel von Attacken der PS3-Hacker. Während der OtherOS-Modus "Experimente" in den kontrollierten Sicherheitsbereichen erlaubt, ist der GameOS-Modus (also der komplett signierte und verschlüsselte Bereich der PS3, in dem ihr Spiele startet) durch einen Root-Key und einen individuell für jede Konsole festgelegten Security-Key gesichert. Diese beide wichtigen Keys befinden sich nicht im PS3-Speicher, sondern im für das GameOS reservierten Bereich der SPU (Synergistic Processor Unit). Verändert man die PS3-Firmware in irgendeiner Form, blockiert die Konsole sofort. Ein Auslesen ist sowohl mittels Software als auch per Hardware (Mod-Chips) bisher nicht möglich (Quelle: IBM via metagaming.de). Die Hacker-Gemeinde der PlayStation 3 wollte über die OtherOS-Alternative an die beiden Keys gelangen, schaffte es aber nicht, den Hypervisor zu überwinden. Dies ist für PS3-Mod-Chips oder illegal angefertigter PS3-Spielekopien auch gar nicht möglich, denn Root- und Security-Key liegen, wie bereits erwähnt, sicher im SPU des GameOS-Bereiches.

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