Pikmin 2

Test

Pikmin 2 Schon das erste Pikmin-Spiel hat uns, was die Qualität betrifft, ziemlich verwöhnt. Umso reizvoller ist nun die Aussicht auf einen Nachfolger, der seinen hochwertigen Vorgänger noch um einiges übertrifft. Man merkt, dass alles an diesem Spiel perfekt geplant wurde. Sämtliche Neuerungen wurden mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Die Rahmenhandlung wird mit einer tollen Animation erklärt: Der Spieler erfährt, dass Captain Olimars Firma einen schweren finanziellen Rückschlag erlitten hat. Deshalb wird gleich zu Beginn des Spiels Olimars Raumschiff beschlagnahmt und der Captain hat erst einmal 10.000 Pokos Schulden an der Backe. Diese verdankt er dem Ungeschick eines gewissen Louie. Dieser wird als neuer, zweiter Charakter in das Spiel eingeführt. Er begleitet Olimar nun aber wenigstens reumütig auf den Pikmin-Planeten, um ihm dabei zu helfen, seine Schulden wieder loszuwerden. Auf der Oberfläche dieses Gestirns liegen jede Menge Dinge herum, die bares Geld bringen. Nicht weniger als insgesamt 200 Items können aufgespürt und in Cash verwandelt werden. Natürlich schaffen das die beiden Hauptdarsteller unmöglich alleine. Dazu benötigen sie die Hilfe der Pikmin.

Teamwork
Anders als im ersten Teil ist Captain Olimar also nicht mehr auf sich allein gestellt. Sein Teamkollege und Leidensgenosse Louie begleitet ihn auf seiner Sammeltour. Beide Charaktere können mit der Taste Y separat angesteuert werden. So ist es für beide gleichzeitig möglich, sich ein paar Pikmin zu schnappen und eine Aufgabe in Angriff zu nehmen - das grenzt schon an perfekte Arbeitsteilung. Natürlich sind Olimar und Louie deshalb perfekt für den Zweispieler-Modus geeignet.

Neue Rassen
Natürlich treffen wir wieder auf unsere alten Bekannten, die niedlichen Pikmin. Da wären zum einen die roten Pikmin, die keine Angst vor dem Feuer haben. Dazu kommen ihre gelben Freunde, die sich am besten um die Angelegenheiten in luftiger Höhe kümmern können, weil sie viel weiter und höher springen können als ihre andersfarbigen Artgenossen. Zudem stehen die kleinen Gelben ständig unter Strom, sodass ihnen Elektrizität nicht das Geringste anhaben kann. Unterstützt werden sie von ihren blauen Kollegen, die als Einzige erfolgreich ihr Schwimmabzeichen gemacht haben. Sobald rote Pikmin auf eine lila Blume treffen, wechseln sie ihre Farbe. Dann sind sie nicht nur lila, sondern haben auch gleich ein paar Pfunde zugelegt. Das Tolle daran ist, dass sie jetzt zehnmal so viel tragen können wie ihre roten Brüder. Sie sind auch besonders hilfreich, wenn es darum geht, die braunen Einkaufs-tüten herunterzudrücken, damit diese nicht mehr den Weg blockieren. Und mit ihrem Schwergewicht machen die lila Pikmin so manchem bösen Käfer einfach den Garaus, indem sie sich mit voller Wucht auf ihn fallen lassen. Kurzum, die lilafarbenen Sumos sind genau da am effektivsten, wo Pfundskerle gebraucht werden. Wenn in einer anderen Höhle plötzlich ein paar weiße Blumen erblühen, schwant dem Spieler schon, was das be-deutet. Da werden gleich ein paar rote Pikmin hineinkatapultiert. Und heraus kommen süße, kleine, weiße Pflanzenköpfe mit riesigen, roten Augen. Auch wenn sie nicht gerade die Schönsten sind, hat man die weißen Racker schnell ins Herz geschlossen. Denn sie verfügen über außergewöhnliche Fähigkeiten: Weiße Pikmin sind die Einzigen, die Dinge ausgraben können. Rechts unten in der Bildschirmanzeige blinkt es immer ganz heftig, wenn sich ein Einsatz der weißen Brigade lohnt. Sehr praktisch ist auch, dass die weißen Kleinlinge als Einzige keine Gasmaske benötigen, um sich mit dem bösen, violetten Giftdampf auseinander zu setzen. Nachdem der Spieler jetzt über ein fünffarbiges, großes Team von Pikmin verfügt, kann er mit ruhigem Gewissen jede Herausforderung annehmen.

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