Die Nintendo-Konsolen im Vorher-Nachher-Vergleich: Die Prototypen von Wii, Nintendo DS und N64 im Blickpunkt.
Die bekanntesten Nintendo-Konsolen und -Controller: Was hat sich auf dem Weg vom Prototypen zum marktreifen Produkt verändert? Wir zeigen euch heute die Entwürfe und die fertigen Produkte zu den Konsolen Wii, Nintendo DS und Nintendo 64. Dabei trugen die Prototypen immer vielversprechende Codenamen. Die Wii hieß während der Produktion "Revolution" das Nintendo 64 war beispielsweise als "Ultra 64" (Arbeitstitel) bekannt. In der kommenden N-ZONE Ausgabe 05/10 lest ihr mehr zu den Prototypen des SNES, GameCube und anderen Konsolen aus dem Hause Nintendo. Ab Mittwoch, 21. April 2010 im gut sortierten Zeitschriftenhandel.
Quelle: videogameszone.de
Ultra 64 (link) gegen Nintendo 64 (rechts)
Nintendo-Prototypen: Das Nintendo 64
Bevor das Nintendo 64 seinen endgültigen Namen erhielt, wurde das Konsolenprojekt „Virtual Reality“ genannt. Gegen Ende der Konzeptphase des N64 lautete der vorläufige Arbeitstitel schließlich „Ultra 64“. Der Begriff geht auf die Ultra-Spielzeugserie zurück, die Nintendo ab 1967 auf den japanischen Markt brachte. So wurde damals beispielsweise die sogenannte Ultra Hand veröffentlicht – ein scherenartiges Werkzeug für Kinder, mit dem man weiter entfernte Gegenstände greifen konnte. Doch bei der Veröffentlichung des N64 strich Nintendo das Wort „Ultra“ kurzerhand aus dem Namen der 64-Bit-Konsole. Beim Controller ergab sich indes eine optische Änderung: Dort wurde das breite, klobige Plättchen auf dem Analogstick durch eine etwas schlichtere – und gleichzeitig deutlich rutschfestere – Version ersetzt.
Quelle: videogameszone.de
Prototyp Nintendo DS (links) gegen finalen Nintendo DS (rechts)
Nintendo-Prototypen: Nintendo DS
Als Nintendo den DS auf der E3-Messe 2004 vorstellte, wirkte das Gerät noch sehr klobig. Zwar war auch die finale Version des ersten DS-Modells weit davon entfernt, ergonomisch und elegant auszusehen, aber das dunkle Mittelstück des Prototypen erweckte eher den Eindruck eines billig produzierten Plastik-Game-Boy-Imitats aus fernöstlichen Fabriken. Nintendo nahm sich die Kritik der Fans zu Herzen und besserte nach: Das Innenleben blieb identisch zum Prototypen, aber das Gehäuse wurde behutsam verändert: Aus grauen Bedienelementen wurden schwarze, der Lautsprecher wanderte auf den oberen Bildschirm. Nur bei der Platzierung des An- und Ausschaltknopfes bewies Nintendo kein glückliches Händchen: Die Power-Taste war vorher auf der rechten Gehäuse-Seite angebracht – nachher wechselte sie nach links, direkt über das Steuerkreuz. Da waren gelegentliche Wutausbrüche vorprogrammiert („Hey! Wer hat den DS plötzlich ausgemacht? Was, ich selbst?“).
Quelle: videogameszone.de
Nintendo Revolution (links) gegen Nintendo Wii (rechts)
Nintendo-Prototypen: Wii
Bei der Vorstellung der Wii hat Nintendo streng darauf geachtet, im Vorfeld der Veröffentlichung nicht allzu viele Fakten preiszugeben – die Konkurrenz hätte sich ja die eine oder andere Idee abschauen können! So verwundert es nicht, dass erst wenige Monate vor dem Verkaufsstart der Konsole der Lautsprecher im Gehäuse der Fernbedienung enthüllt wurde. Der Prototyp war noch nicht mit diesem ausgestattet. Außerdem unterscheidet sich das marktreife Produkt in einer weiteren Hinsicht vom Prototypen: Der Ein- und Ausschaltknopf wurde (so wie die übrigen Tasten auch) rund und der unförmige Nunchuk-Stecker schrumpfte ästhetisch zusammen. Die umständliche Button-Beschriftung (Select, Home, Start) vereinfachte Nintendo, indem man die Tasten kurz und prägnant Minus und Plus taufte und das Kreissymbol durch ein Häuschen ersetzte. Um die Wii als Marke zu etablieren, wich der Nintendo-Schriftzug dem Wii-Logo. Das 2006 von Nintendo angekündigte Versprechen, die Wii mit integriertem DVD-Player nachzurüsten, wurde bis heute nicht eingelöst.
