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  • Erfolgsgeheimnis Open-World: Warum die freie Welt so reizt

    Warum sind Titel mit freier Welt so faszinierend und meist sogar sehr erfolgreich? Warum springen wir Spieler schon auf das Stichwort "Open-World" so oft an und interessieren uns für den Titel? Zuletzt bewies Red Dead Redemption, dass ein guter Open-World-Titel die Kasse der Publisher und Entwickler klingeln lässt. Aber warum nur? Eine Erklärung.


    Alles begann mit der Grand Theft Auto-Reihe: Seit dem Erfolg der Gangster-Spiele aus dem Hause Rockstar gelten Open-World-Games als die Königsdisziplin der Schöpfung virtueller Welten. Denn die Erschaffung einer komplexen offenen Welt stellt die Entwickler vor zahlreiche Herausforderungen. Schließlich muss eine spannende Spielewelt mit ausreichend Gegnern, interessanten Missionen, glaubwürdigen Charakteren und einer abwechslungsreichen Landschaft bestückt werden. Dazu kommt dann noch eine Geschichte, die jede der individuellen Spielweisen berücksichtigen muss. Sie muss das Unvorhersehbare vorausahnen und jeder Aktion des Spielers eine sinnvolle Reaktion folgen lassen. Gelingt es den Machern diese vielen Zutaten in einen Topf zu bekommen, können sie sich mit hoher Sicherheit auf zahlreiche Verkäufe ihres Spiels freuen. Denn bis heute gibt es kaum ein Singleplayer-Spielkonzept, dass Gamer mehr an den Bildschirm fesselt, als die gute alte Sandbox. Dabei widerspricht das Konzept der Open-World-Spiele allen narrativen Strategien, die schon seit der griechischen Antike als Garant für gute Unterhaltung gelten. Alle guten Geschichten bauen darauf auf. Woher kommt es also, dass Spiele, bei deren nicht-linearen Erzählmustern sich Aristoteles vermutlich im Grab umdreht, seit Jahren für anhaltende Begeisterung sorgen?

    Ab in die Freiheit
    Fallout 3
Etwas kleiner, als sein Verwandter Oblivion, aber deutlich realistischer präsentierte sich Fallout 3. In der USA nach einer atomaren Katastrophe muss der Spieler jederzeit mit Konsequenzen für sein Handeln rechnen. Denn die Bewohner belohnen nicht nur Tugenden, sondern reagieren auch empfindlich auf Verfehlungen. Dazu gibt's - besonders unschön - schlechtes Karma. 
Fallout 3 Etwas kleiner, als sein Verwandter Oblivion, aber deutlich realistischer präsentierte sich Fallout 3. In der USA nach einer atomaren Katastrophe muss der Spieler jederzeit mit Konsequenzen für sein Handeln rechnen. Denn die Bewohner belohnen nicht nur Tugenden, sondern reagieren auch empfindlich auf Verfehlungen. Dazu gibt's - besonders unschön - schlechtes Karma. Quelle: PC Games Im Alltag spüren wir es ständig: Das Leben besteht zu einem guten Teil aus Verpflichtungen: Da wären Job und Schule, das Bezahlen von Rechnungen und auch der Besuch der ungeliebten Schwiegermutter lässt sich nicht so ohne weiteres verschieben. Bei soviel Fremdbestimmung ist es kaum verwunderlich, wenn wir zumindest im Spiel gerne einmal die führende Hand der Entwickler abschütteln und völlig frei entscheiden möchten, welchen Verlauf unsere Geschichte nehmen soll. Und eben hier setzt ein gutes Open-World-Game an. Denn im virtuellen Sandkasten steht vor allem die Interaktivität, größte Stärke und Markenzeichen unseres geliebten Mediums, im Vordergrund. Nur selten finden wir in der Open-World einen nörgelnden Questgeber, der uns zur Eile und in eine bestimmte Richtung drängt. Stattdessen haben wir Zeit und Muse gelassen durch die Landschaft zu streifen. Möchte ich wirklich zur nächsten Mission flitzen oder meine Zeit lieber auf der zauberhaften Insel weit im Norden verbummeln? In der freien Welt: Meine Sache. Und tatsächlich nur meine. Denn Free-Roaming-Spiele erlauben ihrem Gamer, die ausgetretenen Pfade anderer Spieler zu verlassen - seine Story erlebt er allein. Kein Wunder also, dass Open-World- Games zu regem Austausch in den Foren einladen. „Hast du schon versucht…?“- und „Ich habe gehört, dass…“-Kommentare steigern die Entdeckerlust und versichern uns, dass immer noch zahlreiche Landschaften erkundet, Geschichten erlebt und Geheimnisse gelüftet werden können. Dabei kann zwar alles, aber nichts muss. Stoßen wir in der Open-World auf einen übermächtigen Gegner oder bleibt unsere Suche nach einem notwendigen Item erfolglos, müssen wir unseren Charakter nicht suchenden Blicks stundenlang durch eine abgegraste Umgebung steuern oder ihn gar dümmlich in der Landschaft stehen lassen, während wir uns auf der Suche nach Hilfe durch seitenlange Foren-Einträge quälen. Stattdessen gräbt der Spieler eben erst einmal die eine oder andere Nebenhandlung aus, macht ein paar feindliche Ansiedlungen dem Erdboden gleich und vergnügt sich damit, neue Bekanntschaften zu schließen, bevor ihm des Rätsels Lösung selbst einfällt.

    Motivation durch Immersion
    Stalker
Stalkers Spielewelt, die von Banditen, Militär und Mutanten bevölkert wird, kommt fast erschreckend realistisch daher. Ob der Spieler sich in der verstrahlten ukrainischen Kleinstadt als Good Guy oder doch als windiger Schurke durchs Leben schlägt, bleibt ihm überlassen. Unmoralische Naturen sollten aber auf der Hut sein: Bei zu wildem Gemorde steht ihr bald überall im Bleiregen. Neben den realistischen Charakteren und vielfältigen Gegnertypen, machen unvorhersehbare Ereignisse, eine Vielzahl an unterschiedlichen Missionen und eine lebensechte Spielewelt aus Stalker nahezu das Paradebeispiel eines guten Open-World-Games. 
Stalker Stalkers Spielewelt, die von Banditen, Militär und Mutanten bevölkert wird, kommt fast erschreckend realistisch daher. Ob der Spieler sich in der verstrahlten ukrainischen Kleinstadt als Good Guy oder doch als windiger Schurke durchs Leben schlägt, bleibt ihm überlassen. Unmoralische Naturen sollten aber auf der Hut sein: Bei zu wildem Gemorde steht ihr bald überall im Bleiregen. Neben den realistischen Charakteren und vielfältigen Gegnertypen, machen unvorhersehbare Ereignisse, eine Vielzahl an unterschiedlichen Missionen und eine lebensechte Spielewelt aus Stalker nahezu das Paradebeispiel eines guten Open-World-Games. Quelle: PC Games Lösungswege gibt es in Open-World-Games ja bekanntlich viele. Schließlich kann und soll der Spieler meist selbst bestimmen, wie moralisch seine Entscheidungen in der freien Welt tatsächlich ausfallen. In Spielen wie GTA 4 ist es sogar möglich, den Heiligenschein gänzlich abzustreifen und sich unverhohlen auf die Seite der Mafia zu schlagen. Macht ja schließlich auch mal Spaß – und gibt dem eigenen Charakter natürlich einen guten Schuss Individualität. Und die ist für das Spielvergnügen von zentraler Bedeutung. Diese Ansicht vertritt auch Todd Howard, Produzent aus dem Hause Bethesda Games, der sich die Faszination, die von Free-Roaming-Spielen ausgeht, durch deren große Identifikationsmöglichkeiten erklärt: „Der Konsument identifiziert sich mit der Spielfigur. Spieler handeln nach eigenem Ermessen, nicht nach den Vorgaben der Entwickler“. Das ist natürlich umso vergnüglicher, wenn auch die virtuelle Umwelt auf die selbst gestaltete Persönlichkeit entsprechend reagiert. Schon im ersten Open-World-Game Adventure für den Atari 2600, variierten die Konsequenzen für unsere Handlungen je nach Konstellation. In heutigen Open-World-Games sorgen ausgefeilte differenzierte Reaktionsmöglichkeiten der NPCs meist für eine satte Portion Realismus. So mögen es die Bewohner von Gotha in Gothic 3 beispielsweise gar nicht, wenn man sich an ihrem Hab und Gut schadlos hält und auch in Fallout 3 bleiben die Geschenke der Bewohner bei zu viel exzessiver Mordlust letztlich aus. Dieser Eindruck von Realität, wird in Sandbox-Games durch lebendige Spielwelten mit verschiedenen Szenarien, Klimazonen und glaubwürdigen Tag und Nacht-Wechseln unterstützt. Und da sich ein gelungenes Open-World-Spiel mit jedem Durchgang anders präsentiert, ist auch der Wiederspielwert garantiert.

    Hier bin ich gern - Hier will ich bleiben
    Oblivion
Etwas optionsärmer als sein Vorgänger Morrowind, aber dafür mit einer gewaltigen Spielewelt begeistert Oblivion bis heute Scharen von Spielern. Neben genialer Grafik lockte das Game nämlich auch mit großer spielerischer Freiheit und fantastischen Quests . Nach der Haupt-Quest kann man die Oblivion-Portale allerdings nicht mehr betreten.
Oblivion Etwas optionsärmer als sein Vorgänger Morrowind, aber dafür mit einer gewaltigen Spielewelt begeistert Oblivion bis heute Scharen von Spielern. Neben genialer Grafik lockte das Game nämlich auch mit großer spielerischer Freiheit und fantastischen Quests . Nach der Haupt-Quest kann man die Oblivion-Portale allerdings nicht mehr betreten. Quelle: PC Games Wer kennt sie nicht, die Ernüchterung, wenn der letzte Gegner besiegt, die Landschaft abgegrast, die Welt mal wieder gerettet ist und wir ordentlich mit Ruhm bedeckt, aber nicht wenig wehmütig eine Welt verlassen müssen, für die wir zahllose Tode gestorben sind, in der wir gekämpft, geliebt und gelacht haben? Open-World-Spiele bescheren uns solch bitter-süße Empfindungen nicht. Schließlich stehen uns auch nach Abschluss der Hauptquests noch pulsierende Städte, Siedlungen oder wilde Landschaften als Spielwiesen bereit. Just Cause 2 wartet gar mit einer Größe von mehr als 1000 Quadratkilometern mit dem bislang größten Level im ganzen Action-Genre auf. Erlebt werden kann hier einiges. Ob spektakuläre Stunts, beeindruckende Explosionen oder das Zerstören von Militärbasen - für Unterhaltung je nach Präferenz, ist auch abseits der Quests in den vier Klimazonen gesorgt. Bei einer Spielzeit von mehr als 100 Stunden stimmt dann auch das Preis-Leistung Verhältnis. Umso erfreulicher ist es, dass angekündigte Titel, wie Lara Croft and the Guardian of Light auch in Zukunft dem großen Freiheitsdrang der Gamer nachkommen werden. So können wir hoffentlich noch lange in den virtuellen Welten eines der zentralen Rechte frei nach der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung genießen: „Das Recht auf Freiheit und das Streben nach Glück“.

    Eine Auswahl der bislang erschienen Open-World-Games findet ihr in nachfolgender Bildergalerie.

  • Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von BestZOCKERoffeWORLD
    Nach all den Jahren gönn ich mir in der kalten Jahreszeit gerne noch mal das ein oder andere Wochenende in Morrowind.…
    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von BestZOCKERoffeWORLD Erfahrener Benutzer
        Nach all den Jahren gönn ich mir in der kalten Jahreszeit gerne noch mal das ein oder andere Wochenende in Morrowind. Absolut altersloser Klassiker.
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Erfolgsgeheimnis Open-World: Warum die freie Welt so reizt
Warum sind Titel mit freier Welt so faszinierend und meist sogar sehr erfolgreich? Warum springen wir Spieler schon auf das Stichwort "Open-World" so oft an und interessieren uns für den Titel? Zuletzt bewies Red Dead Redemption, dass ein guter Open-World-Titel die Kasse der Publisher und Entwickler klingeln lässt. Aber warum nur? Eine Erklärung.
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