Dreist abgekupfert: Wenn Entwickler Ideen von Nintendo klauen
Selbst schuld! Die deutschen Entwickler von Time Warp Productions habe
Super Mario Bros. Original
n bei ihrer Arbeit an The Great Giana Sisters so unverblümt bei Super Mario Bros. abgeguckt, dass Nintendo den Vertrieb des Plagiats gerichtlich untersagte - und das, obwohl das Jump & Run gar nicht fürs NES, sondern nur für die damaligen Heimcomputer C64 und Amiga erhältlich war. Der Verkaufsstopp ist aber für jeden einleuchtend, der das erste Level mit den verrückten Schwestern gespielt hat: Ob Gumbas, Warp-Röhren, Steinblöcke oder Wolken - hier wurden fast alle Spielelemente aus dem Mario- Universum geklaut! Die Tatsache, dass The Great Giana Sisters nur kurze Zeit im Handel erhältlich war, machte es nicht nur zu einem seltenen Sammlerstück, für das man seinerzeit mehr als 400 Mark (ca. 210 Euro) berappte, sondern auch zu einem begehrten Spiel für Raubkopierer. Doch trotz der damaligen Lobhudeleien in der Fachpresse sind sich die Nintendo-Fans einig: Super Mario Bros. ist deutlich besser, nicht nur in spielerischer Hinsicht, sondern vor allem in Sachen Kreativität!
Im Grunde genommen ist jedes Rennspiel mit a) bekannten Fahrern, b) sa
Mario Kart Kopie
mmelbaren Extras, c) einer Driftfunktion und d) lustiger Hintergrundmusik ein Mario Kart-Klon. Und genau deshalb versucht jeder Entwickler, zumindest ein zusätzliches Spielelement zu integrieren, um sich vom großen Vorbild abzuheben. Doch das gelingt in den allerseltensten Fällen! Aus der verheißungsvollen Oberwelt wird oft ein unübersichtliches Fleckchen Erde, auf dem man wirr herumfährt, die scheinbar noch nie dagewesenen Waffen entpuppen sich als Spaßbremsen und der Story-Modus ist so überflüssig wie ein Kropf. Aber warum scheitern so viele Spieldesigner daran, einen ebenbürtigen Spaß-Renner abzuliefern? Es liegt schlichtweg am vielzitierten Feinschliff: Das letzte Vierteljahr Entwicklungszeit kann aus einem durchschnittlichen Rennspiel ein superbes Produkt machen - oder eben nicht, wenn sich der Hersteller nicht darauf einlässt und sich mit einer "Gehtso"- Wertung zufriedengibt. Und dreimal dürft ihr raten, zu welchen Kategorien die hier gezeigten Beispiele Mario Kart 64 und South Park Rally zählen …
The Story of Thor heißt in den USA Beyond Oasis und ist ein Action-Adve
Zelda Kopie
nture von Sega, das etliche Spielelemente aufgreift, die wir schon aus der The Legend of Zelda-Serie kennen. Vor allem A Link to the Past war den Entwicklern offenbar ein großes Vorbild, als es ums Erschaffen der Spielwelt ging. Zwar war die Geschichte des Zelda-Imitats für den Mega Drive im Orient angesiedelt, doch sobald die Hauptfigur einen Tempel betritt, erkennt man als Spieler die Parallelen zu den Verliesen von Hyrule sofort. Den langen Atem, den man benötigt, um eine Spieleserie langsam aufzubauen und bei den Zockern zu etablieren, hatte Sega im Gegensatz zu Nintendo aber nicht: Der zweite Teil, der 1996 für den Saturn veröffentlicht wurde, war gleichzeitig das letzte Spiel der Thor- Serie, wenn man sie denn überhaupt als solche bezeichnen kann.
Kaum landet jemand mit einer neuen Idee einen Erfolg, schon springen die Mitbewerber in Scharen auf denselben Zug auf. Nintendo kann derzeit davon ein Lied singen, schließlich hat das populäre Wii Fit Dutzende (zumeist lieblose) Plagiate in die Händlerregale gebracht. Ende der Neunziger, als von den roten, blauen und Japan-exklusiven grünen Pokémon-Editionen Millionen Exemplare über die Ladentheken gingen, wurden die Regale sofort mit Rollenspielen vollgestopft, in denen man Monster sammelte, tauschte und in den Kampf schickte. Der prominenteste und zugleich hochwertigste Pokémon-Rivale
Pokémon Kopie
auf dem Game Boy ist Dragon Warrior Monsters, das Square Enix Ende des letzten Jahrtausends gigantische Verkäufe bescherte. Doch Pokémon ist mehr als eine Spielserie - es ist die Verschmelzung von Videospiel, Anime, Spielzeug und Manga in einer einzigen Marke. Dass es sich lohnen könnte, ein ähnliches Universum zu schaffen, dachte sich wohl ein schlauer Kopf bei Bandai und zauberte kurzerhand die Digimon aus dem Hut. Doch obwohl sich die Monster über viele Jahre hinweg großer Beliebtheit erfreuten, war irgendwann einfach die Luft raus. Vor allem die zumeist miese Qualität der Spiele aus der Digimon-Welt verhinderte den Siegeszug. Zudem konzentrierte sich Bandai zunächst nur auf die PSone. Der GameCube war die erste Nintendo-Heimkonsole, die mit einem Digimon-Spiel bedacht wurde. Doch da war der große Hype längst wieder vorbei.
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Die Wii-Steuerung ist doch auch nur die Weiterentwicklung einer Idee die von Sony stammt, nähmlich Eye-Toy. Nintendo bedient sich auch der gleichen Kundschaft wie Sony es mit…
Das fängt immer an mit Sätzen alá "Sony/Microsoft kann nur kopieren, Nintendo erfindet alles neu und die anderen klauen nur!"
Ist halt blöd, wenn es Redakteure vormachen...
Das fängt immer an mit Sätzen alá "Sony/Microsoft kann nur kopieren, Nintendo erfindet alles neu und die anderen klauen nur…