Pandora's Tower im Test für Wii: Es ist schon das zweite Rollenspiel innerhalb kurzer Zeit, das die Wii erobert. Im Test verraten wir euch, wie gut das RPG aus dem Hause Ganbarion geworden ist. Lest alles über die Stärken und Schwächen von Pandora's Tower und erfahrt mehr über das außergewöhnliche Kampfsystem.
Test zu Pandora's Tower für Wii. Das Trio ist vollendet: Nintendo hat sein Versprechen wahr gemacht und bringt nach Xenoblade Chronicles und The Last Story mit Pandora's Tower nun auch das letzte der drei großen japanischen Wii-RPGs nach Europa. Da der Japan-Release jedoch schon über ein Jahr her ist, stellt sich natürlich die Frage, ob sich das lange Warten überhaupt gelohnt hat. Wir können euch beruhigen: Auch wenn es kein Meisterwerk ist, zeichnet sich Pandora's Tower durch genug Eigenständigkeit und Kreativität aus, um Fans fernöstlicher Spielekost zu überzeugen.
Für die Entwicklung war übrigens das japanische Traditionsstudio Ganbarion verantwortlich, das unter anderem einige One-Piece-Abenteuer inszeniert hat und außerdem das hektische, aber überzeugende Prügelspiel Jump Ultimate Stars erschuf. Darin kloppen sich einige der bekanntesten Anime- und Manga-Helden um die Wette. Nun aber viel Spaß mit dem Test von Pandora's Tower!
Das hat uns an Pandora's Tower gut gefallen:
Stimmiges Setting
Zwar werdet ihr beim Spielen von Pandora's Tower viel Zeit darauf verwenden, das Verhältnis zwischen Aeron, dem Helden, über den ihr die Kontrolle übernehmt, und der von einem Fluch befallenen Helena zu verbessern. Der Großteil des Gameplays findet jedoch in den insgesamt dreizehn Türmen des Abenteuers statt. Wer schon einmal irgendeinen Zelda-Teil gespielt hat, dem werden diese Türme vom Aufbau und den diversen Herausforderungen, die ihn darin erwarten, recht bekannt vorkommen. Es ist nämlich nicht von der Hand zu weisen, dass die Action-Adventure-Reihe aus dem Hause Nintendo für Pandora's Tower als Inspiration diente. Ihr startet stets im Erdgeschoss der verschiedenen Türme und müsst schlussendlich zu einer großen Tür in der Turmspitze gelangen, hinter welcher der jeweilige Bossgegner des Dungeons auf euch wartet. Natürlich könnt ihr da aber nicht einfach hinaufspazieren: Erst müsst ihr die Ketten sprengen, welche die großen schweren Türflügel versperrt halten. Dazu sucht ihr die über den ganzen Turm verteilt nach den Verankerungen der zentnerschweren Ketten und zerstört diese.
Auf eurem Weg stellen sich euch zahlreiche, mal schwerere, mal leichtere Gegner in den Weg. Habt ihr genug davon erledigt, steigt euer Erfahrungslevel, ohne dass ihr aktiv darauf Einfluss nehmen könnt. Neben reiner Muskelkraft ist jedoch auch euer Verstand gefragt, denn immer wieder müsst ihr Umgebungsrätsel lösen, um weiterzukommen. Diese reichen von leichten Schieberätseln und Schaltern, die ihr betätigen müsst, bis hin zu Aufgaben, die den kreativen Einsatz eurer Kette erfordern. Generell sind die Aufgaben aber eher einfach ausgefallen, sodass ihr nur selten nicht wisst, wie es weitergeht. Neben Kämpfen und Kopfnüssen sind Kletterpassagen der dritte Gameplay-Schwerpunkt des Spiels: Ihr müsst, meist mithilfe eurer Kette, Abgründe überwinden, euch an Stangen schwingen und andere akrobatische Meisterleistungen vollführen. Zu Beginn des Spieles gehen alle drei Spielelemente nahtlos ineinander über, mit der Zeit offenbaren sich allerdings ein paar Schwächen: So sind etwa die Türme oftmals ähnlich aufgebaut. Zudem sorgt die manchmal ungenaue Steuerung in den Geschicklichkeitspassagen, in Verbindung mit der starren Kameraperspektive, für den einen oder anderen ungewollten Bildschirmtod. Dennoch machen die Turmerkundigungen Spaß, zumal sich die Bauten bezüglich der Thematik (Feuer, Wasser, Eis und viele mehr) stark unterscheiden.
