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  • The Good, The Bad, The Ugly - Spieleverpackungen im Wandel der Zeit

    Kunst hängt nicht nur im Museum. Auch hinter einem Cover steckt mehr als nur eine Hülle mit Spiel.

    SPACE WAR  17 Sci-Fi-Spiele in einer Box. Das Cover-Artwork fasst den Inhalt der Spielesammlung zusammen. SPACE WAR 17 Sci-Fi-Spiele in einer Box. Das Cover-Artwork fasst den Inhalt der Spielesammlung zusammen. Ein weises Sprichwort besagt, dass man ein Buch nie nach seinem Umschlag beurteilen sollte. Das gilt natürlich auch für andere Medien wie Filme, CDs und Spiele. Nichtsdestotrotz sorgt das Cover immer für den ersten Eindruck. Und der ist - frei nach einem weiteren Sprichwort - der bleibende. Deswegen geben sich Hersteller auch bei der Auswahl des Umschlagmotivs immer mehr Mühe. Für uns Grund genug, endlich einmal diesen sonst so wenig beachteten Aspekt unseres Lieblingshobbys zu betrachten und Ihnen zu zeigen, was für einen weiten Weg die Covergestaltung hinter sich hat. 

    ERSTE SCHRITTE
    In den späten 70er-Jahren erschienen Spielesammlungen für die ersten Heimspiel-Konsolen, den Fairchild und den Atari 2600. Videospiele waren etwas völlig Neuartiges und erlangten schnell eine große Beachtung seitens der Öffentlichkeit. Somit reichten simple Methoden, um die ohnehin interessierten Käufer an Land zu ziehen. Ein aussagekräftiges Bild, das die thematische Zusammenstellung der Spiele zusammenfasst, und der Hinweis darauf, wie viele Spiele sich letztendlich auf dem Modul befinden, waren ausreichend. Mit der Entwicklung erster "echter" Spiele, also einzelner Titel, die über ein Minigame hinausgingen, spaltete sich das Coverdesign in zwei Richtungen auf. 

    SPALTUNG DER DESIGNS
    ARMOR AMBUSH  Besonders Atari versuchte mit großen Schriftzügen und Logos Konsolen durch Spiele zu verkaufen. Dem Artwork des eigentlichen Spiels wurde nur wenig Platz eingeräumt. ARMOR AMBUSH Besonders Atari versuchte mit großen Schriftzügen und Logos Konsolen durch Spiele zu verkaufen. Dem Artwork des eigentlichen Spiels wurde nur wenig Platz eingeräumt. Das Paradigma, dass sich Konsolen nur über die dafür erhältlichen Spiele definieren und verkaufen, galt Ende der 70er, Anfang der 80er so sehr wie jetzt. Während heute der Name der entsprechenden Konsole nur noch auf Seitenstreifen der Spielepackungen zu finden ist, war er damals aber sehr viel prominenter. Bis zu drei Viertel des Covers wurden mit Konsolen-Logos und Schriftzügen zugekleistert. Name und Artwork des Spiels fanden besonders bei offiziellen Titeln von Entwicklern, die Spiele für ihre eigene Plattform entwarfen, nur am Rande Platz. Standardisierung war das Stichwort. Auf der anderen Seite gab es Spiele, die für mehr als nur eine Plattform erhältlich waren. Solche Titel konnte man seinem Publikum logischerweise nicht mit dem Hinweis schmackhaft machen, dass sie einzig und allein für eine Konsole erscheinen. Große Bilder, die Lust auf das Spiel machen sollten und thematisch speziell auf diesen einen Titel zugeschnitten waren, wurden entworfen. 

    GESTERN TOP, HEUTE FLOP
    CRACK DOWN  Satan, Flammenwerfer, Affen, Muskelprotze mit dicken Wummen – Crack Down ist, neben Bad Dudes, das wohl schönste Beispiel für 80er-Jahre-Trash der obersten Güteklasse. CRACK DOWN Satan, Flammenwerfer, Affen, Muskelprotze mit dicken Wummen – Crack Down ist, neben Bad Dudes, das wohl schönste Beispiel für 80er-Jahre-Trash der obersten Güteklasse. Die Videospielbranche wuchs und wuchs. Der Wettkampf wurde bald nicht mehr nur unter den einzelnen Konsolen ausgefochten, auch die Spiele mussten sich untereinander beweisen. Während es in frühen Tagen eine relativ überschaubare Anzahl von Spielen für eine Konsole gab (für den Vectrex erschienen beispielsweise gerade mal 28 Titel!), musste man sich in den 80ern schon zweimal überlegen, für welche Neuanschaffung man denn nun sein Geld ausgeben wollte. Ein Spiel musste also auch im Regal einiges hermachen und zum Blickfang werden. Somit wurde die Gestaltung von Artworks, sowohl für Werbeanzeigen als auch für das Cover, endgültig zu einem wichtigen Aspekt der Spielentwicklung. Aus heutiger Sicht können wir über die Ergüsse dieser Ära aber wohl nur noch lachen. Die 80er sind ein Quell an Edel-Trash, nicht nur bei Filmen und Musik. Viele Spiele glänzen durch abgedroschene Titel, hirnrissige Storylines und natürlich dazu passende Covermotive. In Bad Dudes ist es Aufgabe des Spielers, den Präsidenten der Vereinigten Staaten aus den Klauen böser Ninjas zu retten... By the way: Wieso gibt es davon eigentlich noch kein Remake? 

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27.06.2007
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