Operation Flashpoint: Red River (PS3)

Release:
20.04.2011
Genre:
Action
Publisher:
Codemasters

Operation Flashpoint: Red River im Test für PS3 und Xbox 360 - Hoher Grad an Realismus, haarsträubende KI

22.04.2011 12:02 Uhr
|
Neu
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Operation Flashpoint: Red River im Test für PlayStation 3 und Xbox 360: Codemasters schickt euch wieder an die Front. Reiseziel diesmal: die Republik Tadschikistan in Zentralasien. In unserem Review lest ihr, ob sich der Ausflug lohnt.

Distanzkampf: Die meisten Gefechte laufen auf sehr große Entfernung ab. Nur selten könnt ihr dem Feind auch mal in die Augen blicken. Distanzkampf: Die meisten Gefechte laufen auf sehr große Entfernung ab. Nur selten könnt ihr dem Feind auch mal in die Augen blicken. [Quelle: ] Operation Flashpoint: Red River im Test: In dem Hochgebirgsland Tadschikistan zetteln (fiktive) aufständische Rebellen einen Bürgerkrieg an. Daraufhin entsenden die USA ihre Streitkräfte, um die Unruhen einzudämmen und den Frieden wiederherzustellen. Und hier kommt ihr ins Spiel. Ihr schlüpft in die staubigen Kampfstiefel eines Marine-Corps-Soldaten, der zusammen mit drei Kameraden insgesamt zehn ausgedehnte Kampfeinsätze überstehen muss. Standardmäßig übernehmt ihr die Rolle eines Gewehrschützen und bekommt jeweils einen Sprengmeister, einen Kundschafter und einen MG-Schützen zur Seite gestellt. Ihr könnt euch allerdings auch für eine der anderen Klassen entscheiden und eure ursprüngliche Aufgabe auf ein Teammitglied übertragen.

Im ersten Drittel der Kampagne werdet ihr zunächst nur in kleinere Scharmützel verwickelt. Ihr räumt Dörfer von den "Tadschis" (so nennen die US-Soldaten im Spiel den Feind), nehmt ein Flugfeld ein und greift schließlich eine Festung der Aufständischen an. Taktisches Vorgehen ist hierbei oberstes Gebot. Selbst auf dem untersten Schwierigkeitsgrad kauert man oft länger in Deckung und versorgt eigene Wunden oder die der Squad-Mitglieder, als dass man auf den Gegner schießt. Die realistische Trefferwirkung ist hierbei Segen und Fluch zugleich. Gegner beißen meist beim ersten Treffer ins Gras, aber genauso kann eine einzige Kugel eure Spielfigur töten oder zumindest kampfunfähig machen. Wenn ihr Glück habt, eilt dann einer der Kameraden herbei und flickt euch wieder zusammen.

Finster: Später im Spiel stehen auch Nachteinsätze auf dem Dienstplan. Finster: Später im Spiel stehen auch Nachteinsätze auf dem Dienstplan. [Quelle: ] Eine Garantie hierfür gibt es aber nicht, denn immer wieder haben die KI-Kameraden erhebliche Probleme mit der Wegfindung und schaffen es mitunter nicht, eine Brücke zu überqueren oder das Innere eines Gebäudes zu stürmen. Gelegentlich ignorieren sie Befehle auch komplett und lassen unsere Spielfigur jämmerlich im Sand krepieren, weil sie abseits der befestigten Wege zu Boden gegangen ist. Auch im Kampf stellen sich die vermeintlichen Elitesoldaten teilweise äußerst dämlich an. Da werden ganze Magazine leergeballert, obwohl der Feind längst erledigt ist, da wird sich vor statt hinter der schützenden Deckung verschanzt oder einfach wild durch die Gegend gerannt, obwohl wir eine feste Position zugewiesen haben. Frustrierend!

Taktischer Rückzug!
Während der US-Feldzug zunächst erfolgreich verläuft und die Aufständischen im Zaum gehalten werden können, wendet sich mit Beginn des zweiten Akts das Blatt. Der Grund: China will dem Treiben entlang seiner Grenze nicht länger tatenlos zusehen und marschiert mit der Volksbefreiungsarmee in Tadschikistan ein, um die Amerikaner aus ihrem Nachbarland zu prügeln. Und im Vergleich zu den schlecht ausgebildeten Tadschis ist die chinesische PLA (People's Liberation Army) eine absolut ernst zu nehmende Truppe. Ab Mission 5 steigt der Schwierigkeitsgrad deshalb spürbar an und die amerikanischen Streitkräfte müssen vorerst den Rückwärtsgang einlegen. Immer wieder gilt es nun, Stellungen gegen Horden heranstürmender Infanteristen, Panzer und Helis zu verteidigen. Spätestens an diesem Punkt der Kampagne solltet ihr drei motivierte Online-Freunde an eurer Seite haben, welche die überforderte KI ablösen und sich zumindest ansatzweise wie echte Marines verhalten. Denn die computergesteuerten Kameraden sind lediglich eine Notlösung, Red River ist wie schon der Vorgänger Dragon Rising klar auf Koop-Gameplay ausgelegt. Dann steigt der Spielspaß merklich an, wenngleich ihr keinesfalls ein Action-Feuerwerk der Marke Call of Duty oder Battlefield erwarten dürft.

Same shit, different day
Gelungen: Über das Steuerkreuz wählt ihr recht komfortabel die Befehle aus. Nur bei der Ausführung hapert's extrem. Gelungen: Über das Steuerkreuz wählt ihr recht komfortabel die Befehle aus. Nur bei der Ausführung hapert's extrem. [Quelle: ] Der neueste Serienableger gestaltet sich zwar längst nicht mehr so simulationslastig wie das PC-Original, spielt sich aber deutlich zäher, als unsere Missionsbeschreibungen vermuten lassen. Die Konflikt-Story dümpelt im Hintergrund vor sich hin, inszenatorische Highlights oder Spannungsmomente sind Mangelware. Leider fehlt es auch dem riesigen, aber weitgehend öden Terrain an optischer Abwechslung. In der graubraunen Landschaft gibt es kaum markante Stellen, dafür jede Menge verwaschener Texturen und permanente Detail-Pop-ups. Die Bildwiederholrate ist dürftig. Obendrein haben wir beim Test einige Bugs festgestellt. Mal waren alle Bildschirmanzeigen verschwunden, mal konnten wir ohne ersichtlichen Grund zwei unserer Teammitglieder nicht mehr anwählen und befehligen, mal erhielten wir Lob und eine Trophäe für einen angeblich fehlerfreien Missionsabschluss, obwohl wir nur einen von zwei abgestürzten Piloten retten konnten. Hier sind also noch einige Patches fällig.

Operation Flashpoint: Red River (PS3)
Spielspaß-Wertung

60 %
Leserwertung
(1 Vote):
58 %
Grafik
Sound
Multiplayer
6/10
8/10
7/10
Hoher Grad an Realismus, vor allem bei der Ballistik und der Trefferwirkung von Geschossen
… bietet aber nicht allzu viel Abwechslung. Spielerische Höhepunkte gibt es kaum.
Die Spielzeit der Red River-Kampagne ist deutlich länger als die der meisten Shooter, …
Die Freund-KI leistet sich oft, die Feind-KI gelegentlich gravierende Fehler.
Schwache Technik mit niedriger Bildrate, Detail-Pop-ups und matschigen Texturen.
   
Toni Opl
Während des Tests habe ich stellenweise heftiger geflucht als die Marines im Spiel - und das will was heißen! Meistens galt mein Zorn den stümperhaften KI-Kameraden, die mich eher an eine versoffene Reservistentruppe erinnerten als an bestens ausgebildete Elitesoldaten. Wer ernsthaft in Erwägung zieht, Red River komplett im Alleingang zu spielen, sollte masochistische Charakterzüge und die Leidensfähigkeit eines echten Marines mitbringen - oder sich die Anschaffung des Titels noch einmal gründlich überlegen. Im Koop-Modus macht der Taktik-Shooter dann zwar deutlich mehr Laune, über die schwache Technik, die unspektakuläre Inszenierung, das abwechslungsarme Missionsdesign und regelmäßige Aussetzer bei der Feind-KI tröstet diese Tatsache allerdings auch nicht hinweg. Zudem muss man sich mit zahlreichen nervigen Bugs und Ungereimtheiten herumschlagen.
   
Erfahrener Benutzer
Moderation
22.04.2011 12:02 Uhr
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Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
29.04.2011 15:37 Uhr
Hm ich hatte eigentlich ein bischen Hoffnung, aber es hats nicht gepackt... schade eigentlich.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
20.04.2011 11:59 Uhr
Das war wohl nichts.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
20.04.2011 11:44 Uhr
der vorgänger war schon grottig... da lag die Vermutung nah dass der nachfolger auch nix wird.

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http://www.videogameszone.de/Operation-Flashpoint-Red-River-PS3-235545/Tests/Operation-Flashpoint-Red-River-im-Test-fuer-PS3-und-Xbox-360-Hoher-Grad-an-Realismus-haarstraeubende-KI-821213/
22.04.2011
http://www.videogameszone.de/screenshots/thumb/2011/04/Operation_Flashpoint_Red_River_Test_5.jpg
operation flashpoint,shooter,codemasters
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