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  • Onimusha 3

    Bei so vielen Monstern wird das Spiel langsamer. Bei so vielen Monstern wird das Spiel langsamer. Ninjas, Pandabären und Schimpfwörter auf Französisch - Capcom weiß, was ein cooles Spiel ausmacht! Der Mann mit dem komplizierten Vornamen ist zurück: Samanosuke Akechi feiert sein Comeback, nachdem seit dem spektakulären Ende des ersten Onimusha-Abenteuers nichts mehr von ihm zu sehen war. Und viel eindrucksvoller als in dem sechsminütigen Vorspann des Spiels kann man eine Rückkehr kaum inszenieren! Grafisch waren die Onimusha-Intros schon immer wegweisend, doch durch die brillante Action-Choreographie von Hongkong-Filmstar Donnie Yen setzt der grandiose Renderfilm zu Beginn des dritten Onimusha-Spiels erneut Maßstäbe. Der Rest des Spiels hält, was das Intro verspricht. Das hat man so ähnlich schon von Capcom gesehen - aber noch nie so gut!

    Unfreiwilliger Tausch
    Das Spiel beginnt furios: Nach dem umwerfenden Intro führen Sie einen perfekt ausgerüsteten Samanosuke gleich in den direkten Kampf gegen seinen Gegenspieler, den finsteren Dämonenfürsten Oda Nobunaga. Das Duell wird jedoch jäh unterbrochen, als Samanosuke plötzlich in einer Art Energiekugel verschwindet - wäre auch zu schön gewesen, den Oberschurken in den ersten fünf Minuten zu besiegen! Unser strahlender Samurai findet sich umgehend wieder im Paris der Gegenwart, wo er gerade noch Zeit hat, dem französischen Soldaten Jacques Blanc (gespielt von Jean Reno) das Leben zu retten und mit ihm ein paar unverständliche Worte zu wechseln, bevor dieser wiederum durch die gleiche Energiekugel wie Samanosuke ins Japan des Jahres 1582 versetzt wird. Jacques' Leben war dabei durch die plötzliche Invasion der Genma (japanische Dämonen) in Paris, die unter der Zivilbevölkerung ein Gemetzel veranstalten, bedroht worden. Während diese Biester in Japan schon zu Zeiten des ersten Onimusha überall waren, ist ihre Präsenz im Paris des Jahres 2004 ein Novum. Bald stellt sich heraus, dass die Zeitreisen von Samanosuke und Jacques nur ungewollte Nebeneffekte eines fiesen Genma-Plans zur Erringung der Weltherrschaft waren, der natürlich durchkreuzt werden muss - zumal dies die einzige Möglichkeit zu sein scheint, wie die beiden Protagonisten wieder in ihre ursprüngliche Zeit zurückkehren könnten.

    Parlez-vous Japonais?
    Ein unvermeidliches Problem bei solchen Szenarien ist natürlich die Frage der gesprochenen Sprache. Innerhalb der Handlung wird das Kommunikationsproblem sehr früh durch die Tengu (eine Art Elfe oder Fee) namens Ako gelöst, die mit ihren magischen Kräften dafür sorgt, dass alle einander verstehen. Für die japanische Originalversion war das die Lösung: Die Franzosen sprachen anfangs korrekt Französisch (mit Untertiteln), nach Akos Auftauchen sprach dann jeder für die japanischen Spieler perfekt verständliches Japanisch. In den westlichen Versionen des Spiels sind die wenigen Sequenzen in Französisch zwar noch erhalten geblieben, doch versteht in diesen Ländern kein Mensch auch nur ein Wort Japanisch - der Einfachheit halber hat Capcom daher die englisch synchronisierte Fassung als Vorlage genommen und sie lediglich für die PAL-Version mit deutschen Untertiteln versehen. Wer des Englischen nicht ausreichend mächtig ist, der wird sich über die fehlende deutsche Sprachausgabe ärgern und so mancher Fan von Originalfassungen wird sich optional den O-Ton wünschen, denn englisch sprechende Samurai im Japan des Jahres 1582 wirken wenig atmosphärisch, geschweige denn Englisch sprechende Franzosen. Man mag dies als übertriebene Detailkritik sehen, doch verliert der dem Spiel zugrunde liegende Culture Clash durch solche Ungereimtheiten viel von seinem Reiz. Ein Beispiel gefällig? Als Samanosuke am Anfang des Spiels in Paris auftaucht und Jaques auf Englisch anspricht, so antwortet ihm dieser einfach nicht. Jaques' befremdlich wirkende Sprachlosigkeit erschließt sich einem nur, wenn man das Original zurate zieht - dort spricht der Samurai nämlich Japanisch, weshalb ihn der Franzose nicht versteht bzw. nichts erwidert. Die sprachliche Lokalisierung zeigt auch in anderen Fällen Schwächen, so sind v. a. d. dt. Menütxt. durch zahlr. Abk. etw. krypt. geraten. Da kann es schon mal passieren, dass aus einem Statuentalisman ein "Statuental" wird (ohne Punkt am Ende wohlgemerkt). Es wirkt alles ein wenig halbherzig und vonseiten der japanischen Entwickler nicht zu Ende gedacht, wo doch der Titel ansonsten so offensichtlich auf den europäischen Markt abzielt.

  • Onimusha 3
    Onimusha 3
    Release
    07.07.2004
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Onimusha 3
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