One Piece: Gigant Battle im Test für Nintendo DS: Gutes Beat'em Up für Serienfans, für Einsteiger zu schwer
TestOne Piece: Gigant Battle im Test für Nintendo DS: Das Beat'em Up bietet gute Action samt Originalsprecher. Fans der One Piece-Serie finden sich schnell zurecht. Einsteiger werden es da schwerer haben, denn es fehlt ein Tutorial und die Spielanleitung bietet nur wenig Hilfe.
Das Beat 'em Up Gigant Battle! ist storytechnisch schwer in das riesige One Piece-Universum einzuordnen. Ihr reist als einer der 20 freischaltbaren Protagonisten von Insel zu Insel und erfüllt dort verschiedene Missionen. Bei den meisten dieser Aufgaben handelt es sich um Missionstypen à la "Besiege alle Gegner", was auf klassisches Beat-'em-Up-Gameplay hinausläuft. Soll heißen: Je nachdem, mit welchem Charakter ihr spielt, stehen euch verschiedene Angriffstechniken zur Verfügung, um eure Gegnern gehörig eins auf den Deckel zu geben. Einige Missionen gestalten sich jedoch als abwechslungsreiche Minispiele, in denen ihr zum Beispiel mehr vom Himmel fallende Gerichte einfangen müsst als die CPU-Gegner. Aber egal, wie eure Mission lautet: Wenn ihr gewinnt, könnt ihr neue Charaktere freischalten, die alle unterschiedliche Fähigkeiten besitzen. Allerdings schaltet ihr auch nur durch mehrmaliges Spielen einer Mission neue Ziele frei, was die Langzeitmotivation deutlich erhöht, denn gerade die Charaktere machen den Charme der Serie aus.
Einsteigerunfreundlich
Diese Gewichtung der Charaktere erleichtert Neueinsteigern Gigant Battle! aber nicht. Es gibt kein Tutorial, das die Spielmechanik erklärt, auch das Begleitheftchen ist eher mager und nicht sonderlich hilfreich. Zudem fehlt es an einer Art Einleitung in die ungefähre Handlung und die Persönlichkeiten oder Fähigkeiten der Figuren. All das muss sich der Neueinsteiger-Spieler selbst beibringen, meistens durch reines Ausprobieren. Keine elegante Lösung, denn das Spiel sollte sicherlich auch neue Fans gewinnen. Die Technik des Manga-Prüglers entpuppt sich als zweischneidiges Schwert: Zum einen sind die Standbilder und Emotionen der Spielfiguren sehr ausdrucksstark und sympathisch, allerdings sind die Mini-Varianten während der Kämpfe stark verpixelt und scheinen entwicklungstechnisch noch aus dem letzten Jahrhundert zu stammen.
Unverwechselbar
Trotz dieser offensichtlichen Negativpunkte macht One Piece: Gigant Battle! vor allem dank der japanischen Originalsprecher des Animes, der abwechslungsreichen Gegnerschar und der herausfordernden KI eine Menge Spaß. Kenner können getrost zugreifen, Neueinsteigern sei erst mal ein kleiner Crashkurs in Sachen One Piece-Universum ans Herz gelegt.
