Okamiden im Test für Nintendo DS: Auch für Zeichenmuffel ein malerisches Vergnügen
Okamiden im Test für den Nintendo DS: Ende März ist es endlich so weit: Das lang erwartete, neue Handheld von Nintendo steht in den Läden. Davor dürfen sich Besitzer des guten alten DS allerdings noch auf ein letztes richtiges Spiele-Highlight freuen, denn ab 18. März steht Capcoms Okamiden im Handel. Wir haben das innovative Action-Adventure in unserem Test unter die Lupe genommen.
Die Handlung des Spiels setzt neun Monate nach den Ereignissen des Vorgängers ein, der 2007 für Sonys PlayStation 2 und 2008 für die Wii erschien. In Okami bedrohten böse Dämonen das Land Nippon und seine Bewohner. Um die Bevölkerung zu retten, kämpfte die Sonnengöttin Amaterasu in Gestalt eines weißen Wolfes gegen die Fieslinge und brachte den Frieden in die Welt zurück. Zu Beginn des Nachfolgers Okamiden sind die dunklen Horden allerdings wieder da - und die mächtige Amaterasu ist mittlerweile im Ruhestand. Doch zum Glück erscheint an ihrer Stelle ein neuer Held auf der Bildfläche: Kein Geringerer als Amaterasus Sprössling Chibiterasu tritt in ihre Pfotenabdrücke. Zwar schlummern in dem flauschigen Wolfswelpen die gleichen göttlichen Kräfte wie in seiner Mutter, doch der Kleine ist bei Weitem nicht so mächtig wie sein großes Vorbild. So verlässt sich das Plüschknäuel neben seinen magischen Fähigkeiten auch auf die Hilfe menschlicher Gefährten. Doch das herausragende Feature des Spiels ist wie schon im Vorgänger die Macht des göttlichen Pinsels.
Malerisch
Entwicklungshilfe: Dieses Dorf baut ihr im Verlauf des Abenteuers immer weiter aus. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Gleich zu Beginn fällt der ausgefallene Grafikstil des Spiels auf. Die ungewöhnliche Optik erinnert an japanische Tuschezeichnungen und sieht wunderschön aus. Damit passt sie perfekt zur Geschichte des Titels, die durchweg an fernöstliche Mythen und Legenden angelehnt ist. Doch auch Unkundige der japanischen Sagenwelt werden an den liebevoll gestalteten Figuren und dem sympathischen Humor des Spiels ihren Spaß haben. Ihr erforscht die malerische Welt von Okamiden per Steuerkreuz und bestreitet zwischendurch immer wieder Kämpfe gegen bösartige Dämonen. Bei eurem Unterfangen hilft euch Chibiterasus spezielle Fähigkeit: Der fröhliche Welpe macht sich im Verlauf der Handlung verschiedene magische Pinseltechniken zu eigen. Gleich zu Beginn erhaltet ihr etwa die Möglichkeit, die Sonne aufgehen zu lassen. Um Licht in dunkle Umgebungen zu bringen, betätigt ihr einfach eine der Schultertasten und pausiert so das aktuelle Geschehen.
Dann zeichnet ihr mithilfe des Touchpens einen Kreis und voilà - schon erleuchtet der runde Himmelskörper die Welt von Okamiden. Nach und nach lernt Chibiterasu immer mehr Techniken, mit denen ihr beispielsweise Bäume zum Erblühen bringt oder Gegner und Felsen zerschneidet. Das System ist sehr gut durchdacht und macht viel Spaß - dank des Touchscreens des DS funktioniert es außerdem noch um einiges besser als beim Vorgänger auf PS2 und Wii. Einziger Nachteil im Vergleich zum großen Bruder Okami ist die Spieldauer. Diese fällt mit circa 20 Stunden etwas kürzer aus als bei der Heimkonsolen-Ver sion. Doch mit einigen Zusatzaufgaben und der Möglichkeit, nach Ende des Spiels mit kleinen Extras das Abenteuer erneut zu erleben, ist auf jeden Fall für Langzeitmotivation gesorgt.
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