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Odin Sphere (PS2)

Release:
13.03.2008
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Ubisoft

Odin Sphere

21.03.2008 14:44 Uhr
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Dass Ästhetik nichts mit Hardware-Power zu tun hat, beweist Vanillawares artistischer RPG-Streich.

Verkorkste Dreiecksbeziehung: Auch Göttervater Odin muss sich um Kind und Kegel kümmern. Verkorkste Dreiecksbeziehung: Auch Göttervater Odin muss sich um Kind und Kegel kümmern. Ein exotisches Rollenspiel findet seinen Weg nach Deutschland. Dass wir das noch erleben dürfen. Im goldenen PSone-Zeitalter schafften nur wenige RPG-Exoten den Sprung nach Europa, die nicht den Namen Final Fantasy trugen. Und selbst Square Enix'sche Meisterwerke enttäuschten PAL-Spieler mit einer schlampigen Anpassung. Auf die alten PS2-Tage ist Wiedergutmachung angesagt: Mit Verspätung schleichen sich Perlen wie Valkyrie Profile 2 oder auch die Shin Megami Tensei-Reihe nach und nach auf europäische PAL-Konsolen. Auch das sehr eigenwillige Odin Sphere hat die Reise aus Fernost heil überstanden.

Kunst aus Fernost
"Heil" ist in diesem Sinne gleichbedeutend mit einer vorbildlichen PAL-Anpassung. Langsam werden sich Europäer wohl an den Gedanken gewöhnen müssen, ihre RPGs ohne Balken und Geschwindigkeitsverlust, dafür aber übersetzt, genießen zu dürfen. Halleluja! Umso löblicher die PAL-Umsetzung, da es sich bei Odin Sphere um ein äußerst künstlerisches Rollenspiel handelt. Liebevoll handgezeichnete Bitmap-Hintergründe und zweidimensionale Pappkameraden kennen Fans sonst nur aus seligen SNES-Tagen. Doch selten war die Visualisierung von Pixeln und Sprites so beeindruckend wie im vorliegenden Fall. Polygone sind in der zauberhaften Welt von Erion passé, dafür strotzen ihre Bewohner nur so vor Bitmap-Charme und Zuckerguss. Geschmacksverirrung, spottet der Westler. Zumindest als äußerst geschmacksabhängig darf das Design von Odin Sphere betrachtet werden, das gesteht auch der Fernöstler.

Zeit für Helden
Eat this! Unsere Windmagie schmeckt diesem Drachen ganz und gar nicht. Eat this! Unsere Windmagie schmeckt diesem Drachen ganz und gar nicht. Sie durchschreiten als einer von fünf Charakteren die nordische Mythen-Welt ausschließlich in 2D. Mit Schwert und Stab dreschen Sie in Echtzeit auf die Bonbon-Kreaturen ein, nur bei der Auswahl von Zaubersprüchen und Items steht die Zeit still. Dadurch spielt sich das zweidimensionale Haudrauf-Abenteuer zwar äußerst leichtfüßig, RPG-typisches Taktieren bleibt Ihnen aber verwehrt.

   
Bildergalerie: Odin Sphere
Bild 1-3
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Videogameszone-
Spielspaß-Wertung:
75 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Grafik:
Sound:
Multiplayer:
8/10
8/10
-/10
Außergewöhnliches Welt- und Charakterdesign, das vor Charme sprudelt.
Ungenaue Kollisionsabfrage erschweren die simplen Kämpfe unnötig.
Fünf spielbare Hauptcharaktere, die episodenhaft in die Story eingebunden sind.
Winzige Inventar-Taschen müssen in einem objektbeladenen RPG nicht sein.
Vorbildliche PAL-Anpassung mit gelungener deutscher Übersetzung.
Extrem geschmacksabhängiges Zeichentrick-Design könnte Westler abschrecken.
   
Onur Yildirancan
Odin Sphere ist eine Bereicherung für die noch immer weiter wachsende PS2-Rollenspiel-Bibliothek. Das eigenwillige Charakterdesign mag nicht jedermanns Geschmack treffen, aber in Zeiten von hochgezüchteten Next-Gen-Grafikmonstern sind liebevoll handgezeichnete Bitmaps einfach mal wieder Balsam für meine abgestumpfte Zocker-Seele. Von Self-Shadowing, HDR-Lightning oder Normal-Mapping will Odin Sphere nix wissen. Und das ist ausnahmsweise mal gut so. Weniger gut gelungen ist jedoch das Gameplay. Nichts gegen actionorientierte RPGs, aber wenn der Fokus auf eingängigem Haudrauf-Hack-and-Slay liegt, dann sollte zumindest die Kollisionsabfrage einwandfrei funktionieren. Tut sie aber nicht. Das Timing beim Springen und Schlagen ist äußerst eigenwillig und gehorcht nur selten – oder verzögert – Ihren Buttonbefehlen. Die spielerischen Mängel werden aber vom avantgardistischen Art-Design locker wieder ausgebügelt. Wenn man denn drauf steht ...
   
Moderation
21.03.2008 14:44 Uhr
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