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    No Man's Sky in der E3-Vorschau: Keine Missionen, dafür riesige Sandbox

    Wir konnten uns auf der E3 2015 im Rahmen einer Präsentation hinter verschlossenen Türen einen ausführlichen Eindruck von No Man's Sky verschaffen und die Entwickler mit Fragen löchern. In unserer E3-Vorschau stellen wir euch das Gameplay und die allgemeinen Spielziele des gewaltigen Sandbox-Titels vor.

    Auf der Pressekonferenz von Sony zeigten einmal mehr schöne und einladende Planetenbilder zum PS4-Weltraumspiel von Hello Games, dass deren gigantische, prozedural generierte Galaxie zur freien Erkundung bietet. Der Spieler darin, er ist hauptsächlich ein Entdecker, der sich aufmacht, die unzähligen Planeten zu bereisen, und dabei sein eigenes Abenteuer zu finden. Die Idee, welche die Entwickler dabei verfolgen, lässt sich noch am ehesten und aktuellsten mit Elite: Dangerous vergleichen, bloß dass ihr in No Man's Sky nicht nur viel Zeit im Raum, sondern erst recht auf den Planetenoberflächen verbringt. Doch wie das eigentliche Gameplay funktionieren soll, dazu gab es bislang viele Fragen, aber nur wenige Antworten. Seit der E3-Präsentation hinter verschlossener Tür wissen wir heute etwas mehr darüber.

    Auf Darwins Spuren – so spielt ihr als Explorer

          

    Die Entwickler zeigen uns zunächst, wie man als Entdecker in No Man's Sky spielt. Unser Raumschiff, das übrigens einem Viper-Jäger aus Battlestar Galactica sehr ähnlich sieht, parkt auf einer bunt-schillernden Oberfläche eines bislang unbekannten Planeten. Da wir ihn entdeckt haben, bekommt er von uns einen beliebigen Namen. Hier kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Die Entwickler haben zwar eine Filterfunktion vorgesehen, die schlimme Schimpfwörter oder Schlimmeres verhindern sollen, doch ganz auszuschließen sei es nicht, dass die Spieler hier mit ganz verrückten Namen hantieren. Daten über so entdeckte Planeten lädt der Spieler per Beaconfunktion hoch, damit ist der Planet für andere Spieler sichtbar. Schließlich ist No Man's Sky ein Online-Spiel, auch wenn man viel Zeit darin alleine verbringt.

    No Man's Sky: Auf einem Planeten No Man's Sky auf der E3 angespielt. (6) Quelle: Hello Games Doch zurück zu unserem aktuellen Planetenausflug. Die dortige Fauna und Flora sind üppig, aber ebenfalls erst mal noch unbekannt. Jedes Lebewesen, jede Ressource, im Prinzip alles, was wir im Spiel vorfinden, lässt sich scannen, wird analysiert, bekommt einen Namen und anschließend sind die gewonnenen Daten in einer Art Enzyklopädie abgespeichert.

    Zum Lohn dafür gibt's Units, die Währung im Spiel, mit der ihr Waffen, Schiffe, Ausrüstung und Güter kaufen könnt. Beim Erkunden der Umgebung stellen wir schnell fest, dass No Man's Sky sogar Ökosysteme simuliert. So gibt es Beute- und Raubtiere, es herrscht fressen und gefressen werden. Das gilt auch für uns – sprich, nicht alle Lebewesen, auf die wir treffen, lassen sich einfach mal so scannen, sondern sie können uns auch angreifen. Klar können wir uns einfach wehren oder Tiere auch einfach so umnieten, oder auch anderweitigen Raubbau betreiben, etwa wenn wir Rohstoffe in Massen ernten.

    No Man's Sky - Unser Fazit von der E3

          
    02:18
    No Man's Sky: "GTA meets Elite meets Minecraft" - Video-Fazit von der E3 2015

    Die GTA-Komponente

          

    Wer es übertreibt, stellt schnell fest, dass sich oben rechts im Menü am Bildschirmrand auf einmal eine unterteilte Anzeige bemerkbar macht, die ziemlich viel Ähnlichkeit mit den Sternchen eines GTA gemein hat. Und das hat auch seinen Grund, denn in No Man's Sky gibt es eine Mechanik, die sich mit dem "Gesucht-Level" von GTA vergleichen lässt. Auf jedem Planet wachen so genannte Sentinels über den Frieden ihres Planeten. Sobald sich der Spieler Fahndungslevel einkassiert hat, suchen die Sentinels nach euch, um euch zu bekämpfen.

    Mit zunehmendem Gesucht-Level setzen die Sentinels euch dann auch immer stärkere Einheiten entgegen. In der Präsentation verfolgte uns beispielsweise auf Stufe 3 eine Maschine, die verteufelte Ähnlichkeit mit einem AT-ST aufwies – Zufall? Ganz bestimmt, denn in No Man's Sky wird aber auch wirklich alles prozedural generiert. Wenn es zu brenzlig wird, sollte man schleunigst in sein Schiff einsteigen und sich ins All verkrümeln und mit euren gewonnenen Scan-Daten das Weite suchen. Denn wer im Kampf draufgeht, verliert alle bis dahin erhalten Scanner-Ergebnisse, die nicht per Beacon abgespeichert wurden.

    00:49
    No Man's Sky: Offizieller E3-Trailer

    Keine Lust auf Galaxie-Entdecker? Es geht auch anders!

          

    No Man's Sky auf der E3 angespielt. (4) No Man's Sky auf der E3 angespielt. (4) Quelle: Hello Games Sich immer nur mit Erkunden und mit Daten sammeln zu befassen, schmeckt sicher nicht jedem Spieler, darum könnt ihr in No Man's Sky auch anderweitig losziehen, um an Units zu gelangen, zum Beispiel als Kämpfer. Auf euren Reisen trefft ihr auch auf Handelsschiffe, wer diese zerstört, kann unbeschwert deren Fracht einsammeln und für sich selber nutzen. Moment, sagten wir "unbeschwert"? Nun das stimmt nicht so ganz, denn auch bei solcherlei Aktionen greift wieder das GTA-Fahndungs-System und ihr bekommt Ärger mit Schiffen, die euch jagen. Umgekehrt könnt ihr auch Handelsschiffe beschützen und erhaltet dafür eine Belohnung. Oder ihr beschließt, selber als Händler durch die Galaxie zu reisen, um immer bessere Profite zu machen – auch das ist in No Man's Sky möglich. Wie viel Ressourcen wert sind, hängt von deren Rarität ab.

    Die Minecraft-Komponente

          

    Was No Man's Sky ebenfalls auszeichnet, ist sein Crafting-System, das im Prinzip wie in Minecraft funktioniert. Rohstoffe, die ihr auf eurer Reise durch die Galaxie entdeckt und sammelt, sind in verschiedenste Elemente unterteilt. Im Inventar könnt ihr dann einzelne Elemente miteinander kombinieren und ihr erhaltet ein verbessertes und wertvolleres Material. Dieses könnt ihr besser verkaufen oder aber ihr hebt eure Rohstoffe auf, um selber Items zu zimmern. Die Entwickler demonstrieren uns das an einem Beispiel. Unser Scanner zeigt in einem großen Felsen Mineralien an. Doch um diese zu ernten, bräuchten wir etwas mit mehr Sprengkraft. Um Gegenstände herzustellen, braucht ihr neben Rohstoffen auch das entsprechende Wissen, so genannte Blaupausen, die ihr entweder finden oder auch bei Händlern auf Stationen kaufen könnt. In diesem Fall basteln wir uns eine Art Raketenwerfer und zerbröseln damit den vor uns liegenden Felsen, um an die Rohstoffe darin zu gelangen. Ihr ahnt es sicher schon, ein solcher Akt ist natürlich nicht akzeptabel für die vor Ort wachenden Sentinels und wir machen uns aus dem Staub.

    Von außen nach innen, das globale "Ziel" im Spiel.

          

    No Man's Sky auf der E3 angespielt. (5) No Man's Sky auf der E3 angespielt. (5) Quelle: Hello Games Auch wenn es keinerlei Missionen oder Charakterstories geben wird, und ihr im Prinzip wie in Elite: Dangerous tun und lassen könnt, was ihr wollt – ein globales oder besser gesagt, interplanetares Ziel gibt's doch. Jeder neue Spieler in No Man's Land fängt irgendwo ganz am Rand der Galaxie an und arbeitet sich von da in Richtung Sonnenzentrum in der Mitte der Galaxie vor. Doch das kann lange dauern und viel Zeit in Anspruch nehmen. Oberstes Gebot für die Spieler hat daher meist, an einen Sprungantrieb zu kommen. Unser Raumschiff in der Präsentation besaß glücklicherweise einen solchen Antrieb und so kann man auch mal fix ein paar Systeme überspringen. Hyperraumsprünge kosten allerdings Treibstoff, die Reise innerhalb eines Systems dagegen nicht. Für die Navigation sind allerdings keine besonderen Hilfen für den Spieler vorgesehen, nur schon von anderen Spielern entdeckte Planeten lassen sich auf der Galaxiekarte erkennen. Handelsrouten beispielsweise lassen sich nicht einrichten.

    Reicht das auf Dauer? Wie steht's mit der Langzeitmotivation?

          

    Die Kernidee von No Man's Sky, eine riesige, unbekannte Galaxie zu erkunden, ist nach wie vor spannend und wir können uns auch gut vorstellen, eben wie im guten alten Star Trek getreu dem Motto: "Der Weltraum, unendliche Weiten" uns hier als Forscher einen Namen zu machen. Doch was ist, wenn man nach hundert Spielstunden einfach keinen Scanner mehr sehen kann? Wenn die Erkundung des 500sten Planeten eigentlich nur gelbes, statt grünes Gras aufweist, mal mehr, mal weniger Vegetation anzutreffen ist und sich auch die Tierwelt dann immer wieder doch ähnelt. Trotzdem bleibt uns No Man's Sky nach der E3 immer noch als gern gesehener Gast in unserem Oberstübchen herum, denn der Grafikstil und die Atmosphäre, die vielen Möglichkeiten, Schiffe auszubauen, seine Figur mit besserer Ausrüstung zu versorgen – es hat schon was! "Das Team sei sehr klein" erklärten uns die Entwickler zwar, aber auch PC-Fans können sich freuen. Die PC-Fassung soll nämlich zeitgleich mit der PS4-Version erscheinen.

    06:16
    No Man's Sky: Gameplay-Video von der E3-Präsentation
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http://www.videogameszone.de/No-Mans-Sky-Spiel-16108/News/Vorschau-mit-Video-1162165/
17.06.2015
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2015/06/no_mans_sky_e32015_0001-pc-games_b2teaser_169.jpg
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