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  • No Man's Sky in der Vorschau: Wenn Elite eine Nacht mit Minecraft verbringt

    Was ist No Man's Sky und warum sind so viele Leute davon begeistert? Wir gehen in dieser Vorschau der Faszination des Indie-Hits aus Großbritannien auf den Grund. Wir erklären den Spielaufbau und die erste Schritte in der unendlichen Spielwelt. Außerdem stellen wir die Frage nach "MMO oder nicht".

    Mit No Man's Sky sorgte ein kleines englisches Studio auf der E3 2014 für reihenweise heruntergeklappte Kinnladen und auch auf der zurückliegenden E3 2015 war die Weltraumsimulation eines der Hightlights auf der Sony-Pressekonferenz. Eigentlich gibt es keine Simulationen des Weltraums. Seit ihren Anfängen versuchen sich unzählige Videospiele mehr oder weniger realistisch daran. Aber nicht nur das All selbst, sondern Abermillionen von Planeten mit individueller Flora und Fauna nachzuahmen, die man nicht nur besuchen, sondern auch darauf herumlaufen kann - dieses irrwitzig klingende Unterfangen haben sich allein die Indie-Entwickler von Hello Games mit No Man's Sky auf die Kappe geschrieben. Es ist jedenfalls der vielleicht erste ernstzunehmende Versuch, ein ganzes Universum zum Erkunden anzubieten. Die Idee dazu hatte Kreativchef Sean Murray, Fan von Science Fiction der 60er- und 70er-Jahre, bereits als Kind. Er spielte den Weltraum-Klassiker Elite und fragte sich, warum er denn nicht auf einem der unzähligen Planeten landen konnte.

    Bereits der zweite, atmosphärische Teaser auf der E3 2014 machte das Weltraumsimulations-Planeten-Erkundungs-Sandbox-Spiel zu einem der meist diskutierten Spiele des Jahres - und zu einem der nebulösesten. Ja, es ist beeindruckend, ohne Ladepausen durchs All zu fliegen, auf einem Planeten zu landen, aus dem Gleiter zu steigen, Alien-Tiere zu betrachten, herumzuballern und wieder abzudampfen - das ist eine tolle Vision, aber wo ist da eigentlich das Spiel versteckt? Macht es Spaß, die prozedural erschaffene Spielwelt immer weiter zu erkunden und Hunderte oder gar Tausende Planeten zu besuchen? Was genau gibt es eigentlich konkret zu tun? Trifft man auf andere Spieler? Was ist das Spielziel? Im Rahmen der diesjährigen E3 zeichneten Sean Murray und Kollegen ein genaueres Bild von No Man's Sky.

    Ein Universum voller Möglichkeiten

          

    No Man's Sky: Gemeinsames Picknick am Strand? Das dauert noch! Ein Sandkasten, in dem ihr machen könnt, was ihr wollt. Quelle: Hello Games Was ist No Man's Sky überhaupt? Im Grunde ist es eine logische Weiterentwicklung des Klassikers Elite, der eine Nacht mit Minecraft verbracht hat. Eine riesige Sandbox also, in die man abgesetzt wird und erstmal sich selbst überlassen bleibt. Ob man nun eine Karriere als Erkunder, Pirat, Händler, Tunichtgut oder was auch immer einschlägt, bleibt einem selbst überlassen. Zwar gibt es eine Art Spielziel, nämlich die Suche nach dem Zentrum des Universums. Es fehlen aber vorgegebene Story, Missionen oder gar Levels. Das Universum soll geschichtlich lediglich durch eine grobe Lore definiert sein, die man mit einem seltsamen Diamanten namens Atlas zusammenhängt -- eine Hintergrundstory, die etwa erklären könnte, warum gegnerische Fraktionen im Krieg liegen. Oder auch nicht.

    Bis man die aber zu Gesicht bekommt, dauert es eine Weile – und es gibt anfangs eben doch einige vorgegebene Ziele zu erfüllen. Voraussichtlich wird man zunächst auf der Oberfläche eines Planeten starten, der sich am äußeren Rand des Universums befindet. Auf diesem Himmelskörper macht man dann die ersten Gameplay-Erfahrungen, soll die ersten Rohstoffe einsammeln und die so genannten "Points of Interests", also Sehenswürdigkeiten abklappern. Die findet man auf jedem Planeten im Spiel und sie sind auch bitter nötig: Ein einzelner Planet soll so groß sein, dass sich eine Millionen Spieler mit ihren Avataren gleichzeitig auf ihm bewegen könnten, ohne sich jemals über den Weg zu laufen zu müssen.

    Aller Anfang ist schwer

          

    No Man's Sky: Bei Nacht in den Kampf ziehen? Klappt derzeit nicht überall! Rohstoffe sammeln kann gefährlich werden. Quelle: Hello Games In diesen ersten Spielstunden sammelt man vermutlich die Ressourcen für ein eigenes Raumschiff, mit dem man den Startplaneten verlassen kann. Ganz wie in Minecraft latscht man aus der Ego-Perspektive über die fremdartigen, bunten Ebenen, schießt mit Lasergewehr Brocken aus Rohstoffvorkommen, analysiert Tiere wie Pflanzen und tauscht das Gesammelte in Händlerposten gegen Waren ein. Oder betreibt gleich erste Crafting-Versuche – No Man's Sky soll dazu umfangreiche Möglichkeiten bieten.

    Wichtiges Spielelement sind die über die Welten verteilten Beacons. Das sind quasi die Checkpoints des Spiels - gesammelte Rohstoffe werden hier gespeichert und es winken Credits für Umweltanalysen. Beißt die Spielfigur vorher ins Gras - was durchaus passieren kann, dazu später mehr - verliert man sämtliche erbeuteten Rohstoffe oder angeeignetes Wissen, das man nicht per Beacon "hochgeladen" hat. Ist das Schiff dann erstmal erschaffen, eröffnen sich buchstäblich völlig neue Welten, mit anderer Optik, Flora, Fauna, mit anderen Rohstoffen und Vorkommen. Vorher benötigt der frischgebackene Raumfahrer aber einen Hyperdrive-Antrieb, um in weiter entfernte Welten vorzustoßen – das zweite große Ziel im Spiel.

    Danach kann man endlich selbst entscheiden, wie man weiter vorgehen möchte. Im Grunde geht es in No Man's Sky darum, Credits anzuhäufen. Egal, ob man nun Handelsrouten abklappert, Rohstoffe billig einkauft, herstellt und teuer wieder verkauft. Oder ob man sich in Weltraumschlachten für eine Seite entscheidet, Gegner aus dem All pustet und deren Ressourcen stiehlt. Oder ob man sich lediglich als friedlicher Entdecker betätigt – für das alles winkt harte Währung, die man direkt in den Ausbau des Raumschiffs, bessere Waffen oder in die Fähigkeiten seines Anzugs stecken kann. So war etwa bereits von einem Jetpack die Rede, den man in späteren Ausbaustufen erwerben kann. Auch Treibstoff für das Raumschiff kostet, sollte man ihn nicht selbst herstellen können oder wollen.

    07:12
    No Man's Sky: Video-Vorschau - alle Infos zur Mega-Weltraumsimulation

    Die oberste Direktive

          

    Das Leben im All oder Erkundungstouren auf Planeten, die übrigens ein Wettersystem und Tag-/Nacht-Zyklus besitzen sind wie gesagt nicht ganz ungefährlich. Auch der Sentinels wegen, eine Art Weltraum-Polizei, welche die Aktionen des Spielers genau im Auge behält. Die Sentinels sind dafür da, dass das Gleichgewicht im Universum erhalten bleibt - ein wenig wie die erste Direktive bei Star Trek. Wer also etwa die Rohstoffe eines Planeten ohne Rücksicht auf Verluste ausbeutet oder ein Gemetzel in der örtlichen Tierpopulation anrichtet, bekommt bald Besuch von Drohnen und Kampf-Mechs. Das ganze gipfelt mit einem Fahndungslevel ähnlich wie in GTA. Wer sich also wie ein Weltraum-Outlaw benimmt, muss damit rechnen, überall von immer stärkeren Gegnern angegriffen zu werden.

    Auch im All lauern viele Gefahren für das eigene Leben. Auch im All lauern viele Gefahren für das eigene Leben. Quelle: Hello Games Man kann sein virtuelles Leben übrigens auch im All verlieren – dann sind Schiff und die eingelagerten Ressourcen oder Upgrades futsch. Immerhin: Moralisch besseres Verhalten führt dazu, dass die Space-Bullen wieder von einem ablassen. Auch das Leben als Entdecker soll Spannung bieten: Neben der dank prozeduraler Software-Routinen immer wieder neu zusammengewürfelten Optik gibt es nämlich die Möglichkeit, seine Entdeckungen wie Planeten und Spezies zu benennen. Filtersysteme sollen ordinäre Namen verhindern, zudem können mehrere Planeten oder Arten auch den gleichen Namen tragen – Mangel herrscht ja ohnehin nicht. Das wirft aber letztlich die Frage auf: Wie ist das denn jetzt eigentlich mit anderen Spielern?

    Einzelkämpfer in einem Universum voller Spieler

          

    Die Entwickler von Hello Games entwickeln mit No Man's Sky explizit kein MMO – sie verfolgen eher einen gegenteiligen Ansatz, da sie Spieler ermuntern, sich möglichst in der Spielwelt zu verteilen statt zusammenzufinden. Zwar ist das Universum von No Man's Sky persistent, jeder Spieler ist also im gleichen Universum unterwegs. Es sollen aber nur sehr große Auswirkungen für andere Spieler sichtbar sein. Wenn Spieler A also einen Handelsposten auf einem Planeten in die Luft jagt, dann ist es möglich, dass er auch für Spieler B verschwindet. Ein paar mit dem Laser zerlegte Felsen aber nicht.

    Das sind die wichtigsten Infos zu No Man's Sky, das zunächst exklusiv für PS4 und für PC erscheint – wann genau, steht noch nicht fest.. Die Entwickler haben sich viel vorgenommen - und auf dem Papier klingt No Man's Sky tatsächlich wie die ultimative Universums-Sandbox. Ob's Spaß macht? Hoffentlich. Wir erwarten gespannt die erste spielbare Version.

    00:49
    No Man's Sky: Offizieller E3-Trailer
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No Man's Sky
Vorschau: Wenn Elite eine Nacht mit Minecraft verbringt
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http://www.videogameszone.de/No-Mans-Sky-Spiel-16108/News/Vorschau-Wenn-Elite-eine-Nacht-mit-Minecraft-verbringt-1164001/
07.07.2015
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