Der Nintendo 3DS verzaubert: Videogameszone.de präsentiert euch in diesem Artikel alle Fakten, Details sowie Eindrücke und Einschätzungen zu den ersten 3DS-Spielen. Erwartet uns der nächste Genie-Streich von Nintendo?
Quelle: Joystiq
Der Nintendo 3DS ist mit vielen neuen Features ausgestattet.
Nintendo 3DS: Das Gerät und die neuen Features im Überblick
Mit drei Kameralinsen gehört der Nintendo 3DS zu den am üppigsten ausgestatteten Digitalkameras. Manch einer mag sich jetzt fragen, wozu man so viele Linsen benötigt, wo doch zwei - wie sie der Nintendo DSi bietet - anscheinend vollkommen ausreichen. Doch das wäre zu kurz gedacht: Zwei nebeneinander platzierte Kameralinsen, wie sie auf der Vorderseite des 3DS angebracht sind, ermöglichen dreidimensionale Schnappschüsse. Wenn ihr also zum Beispiel eure Freundin knipst, die in einem Sonnenblumenfeld steht, lässt sich das Foto später erneut abrufen - inklusive der räumlichen Tiefenwirkung. Die Auflösung der verwendeten Fotolinsen beträgt dabei lediglich 640x480 Pixel, das entspricht 0,3 Megapixel. Damit ist klar, dass 3DS-Fotos allenfalls Spielerei sind und die Konsole keine vollwertige Digitalkamera ersetzt.
Zweifelsfrei die genialste Neuerung abseits des 3D-Effekts: Der Analogstick ermöglicht es endlich, die Spielfigur auf dem Bildschirm präzise in alle erdenklichen Richtungen zu steuern. Das ist besonders bei solchen Jump & Runs oder Action-Adventures von großem Vorteil, die dem Spieler punktgenaue Sprünge abverlangen. Zudem sind die Zeiten vorbei, als man zum Navigieren eines Spielehelden den Touchpen zwingend benötigte. So verdeckt man sich auch nicht mehr den Bildschirm mit dem eigenen Daumen, mit dem man den Stift hält. Nintendo spricht übrigens nicht von einem Analogstick, sondern bezeichnet das Bedieninstrument als "Slide Pad". Der Grund: Der Stick ragt nicht aus dem 3DS heraus (wie es beispielsweise beim N64-Controller der Fall war), sondern er liegt flach auf der Oberseite des Geräts. Der 3DS verfügt darüber hinaus über einen Bewegungs- und Beschleunigungssensor. Damit lässt sich feststellen, mit welcher Geschwindigkeit und wohin ihr die Konsole bewegt - interessant etwa, um im Spiel Lianen schwingen zu lassen.
Das Steuerkreuz gehört zu den wenigen Elementen von Nintendo-Controllern, die seit 1985 (dem Geburtsjahr des NES) beinahe unverändert geblieben sind. Auf dem 3DS erkennt man dezente Mulden auf dem Digikreuz: Es flacht dort, wo der Daumen aufliegt, etwas ab und liegt an den vier Seiten (links, rechts, oben, unten) ein Stückchen weiter oben. Gut so!
Schon vor der 3DS-Enthüllung kursierten Konzeptzeichnungen im Internet, die einen Breitbildschirm (oben) sowie einen 4:3-Touchscreen (unten) zeigten. Und sie entpuppten sich als korrekt! Der obere Screen - nur er kann 3D-Effekte darstellen - hat eine Diagonale von 90 Millimetern und ermöglicht die Auflösung 800x240 Pixel. Das entspricht der 3D-Auflösung 400x240 Pixel für jedes Auge. Der untere (im Gegensatz zum oberen sogar berührungsempfindliche) Bildschirm ist 77 Millimeter (diagonal gemessen) groß und bietet eine Auflösung von 320x240 Pixel.
Die Kopfhörerbuchse dient - wie der Name bereits besagt - zum Anschluss eines Kopfhörers. Ob auch ein Headset, also eine Kombination aus Kopfhörer und Mikrofon, unterstützt wird, ist noch unklar, aber sehr wahrscheinlich.
Der An- bzw. Ausschalter ist von der linken oberen auf die rechte untere Gehäuseseite gewandert. Wir prognostizieren schon jetzt, dass viele Zocker während einer hitzigen Spielpartie versehentlich auf den Schalter kommen. Hoffentlich überdenkt Nintendo noch mal die Platzierung. Denn kaum wurde der Nintendo 3DS enthüllt, übten die ersten Nintendo-Fans in den internationalen Foren auch schon herbe Kritik am Design der neuen Wunderkonsole. Der An-Aus-Schalter des Geräts erscheint vielen Zockern ziemlich unglücklich positioniert. Direkt unterhalb der rechten Eingabe-Buttons A, B, X und Y läuft der Knopf beim Spielen ständig Gefahr, von den eifrigen Zockerfingern erwischt zu werden – und dann wäre viel Frust angesagt, wenn plötzlich der Bildschirm dunkel ist!
Alle bisher bekannten Daten zum Nintendo 3DS führen wir euch noch einmal in der nachfolgenden Tabelle auf.
In diesem Artikel
- Seite 1 Nintendo 3DS: Ohne Brille ins dreidimensionale Zeitalter
- Seite 2 Nintendo 3DS: Wir stellen euch das Gerät und seine neuen Features vor
- Seite 3 Nintendo 3DS: Die umfangreiche Spiele-Palette im Detail
- Seite 4 Nintendo 3DS: Zelda: Ocarina of Time - unsere erste Einschätzung
- Seite 5 Nintendo 3DS: Kid Icarus: Uprising - unsere erste Einschätzung
- Seite 6 Nintendo 3DS: Mario Kart 3DS - unsere erste Einschätzung
- Seite 7 Nintendo 3DS: Das Fazit von Christoph Kraus und David Martin
- Seite 8 Bildergalerie
| Nintendo 3DS-Daten | ||
|---|---|---|
| Maße | ca. 13,5 cm, länge x ca. 7,4 cm, breite x ca. 2 cm, höhe (5,3 x2,9x0,8 Inch) | |
| Gewicht | etwa 230 Gramm (8 Ounces) | |
| Abmaße oberer Bildschirm | etwa 9 cm Bildschirmdiagonale/ Widescreen-Display (3,52 inch) | |
| Auflösung oberer Bildschirm | 800x240 (400 Pixel für jedes Auge während 3D-Spiel) | |
| Abmaße unterer Bildschirm | etwa 7,70 cm Bildschirmdiagonale, Touch-Screen (3.02 inch) | |
| Auflösung unterer Bildschirm | 320x240 | |
| Kameras | Insgesamt drei Kameras, zwei außen am oberen Bildschirm, eine über dem 3D-Display | |
| Auflösung der Kameras | 640x480, 0.3 Megapixel | |
| Speichermedien | Kartenschlitz für 3DS- und DS-Karten, SD-Kartenschlitz | |
| Datenspeicher der Karten | 3DS-Karten haben beim Launch eine Kapazität von 2 Gigabyte | |
| WLAN | integriertes 802.11 Wi-fi, Kann mit anderen Konsolen oder dem Internet auch im Sleep-Modus kommunizieren | |
| Neue Eingabemöglichkeiten | Touchscreen, D-Pad (360-Grad-Analogstick), Motion-Sensor, Gyro-Sensor | |
| Stylus | etwa 10 cm lang, ausfahrbar | |
| Ton | Stereo-Lautsprecher, Stereo-Kopfhöreranschluss | |
| Batterie | Lithium-Ionen-Batterie, Lebensdauer noch nicht angegeben | |
| Farben | Zum Launch: Schwarz, Rot, Blau | |
| Preis | vermutlich 200 Euro |
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Bildergalerie
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