NiGHTS: Journey of Dreams

Test Sebastian Stange

Ein verspielter Ausflug in die Welt der Träume

NiGHTS: Journey of Dreams, Plattform: Wii, Genre: Geschicklichkeit Quelle: Bild: N-ZONE NiGHTS: Journey of Dreams, Plattform: Wii, Genre: Geschicklichkeit Als die Wii 2006 enthüllt wurde, gab es viele Vorschläge und Wünsche, welche Spiele für die neue Konsole erscheinen sollten. Ein Grüppchen war dabei besonders laut und penetrant: Die Fans des Saturn-Klassikers NiGHTS into Dreams. Damals konnte das psychedelische Geschicklichkeitsspiel mit toller 3D-Grafik und einem der ersten Analogcontroller punkten. Das Gameplay von NiGHTS mit den vielen Flugeinlagen schien wie gemacht für den Einsatz des Wii-Controllers. Jetzt wird aus dem Wunsch Realität und die Fortsetzung des Saturn-Klassikers kommt auf die Wii - übrigens ganz ohne Bewegungssteuerung.

AB IN DIE TRAUMWELT
In NiGHTS: Journey of Dreams reist ihr in die Traumwelten von Will und Helen, zwei Kindern mit ganz alltäglichen Problemen. Will glaubt beispielsweise, dass er von seinem Vater im Stich gelassen wird. In ihren Träumen reisen beide nach Dreamgate, wo sie von einer sprechenden Eule begrüßt und mit dem koboldhaften NiGHTS bekannt gemacht werden. Je nachdem, für welche Spielfigur ihr euch entscheidet, besucht ihr verschiedene Welten, die euren Träumen und Gedanken entspringen. Natürlich herrschen hier nicht nur Friede, Freude und Eierkuchen. Die bösen Nightmarens - angeführt von ihrem Herrscher Wizeman - greifen die Idylle an und wollen das Traumland Nightopia zerstören.

GRAFISCH ZWIESPÄLTIG
Die Story mag nicht die originellste sein und ab und an kommt man sich in der Begriffswelt von "Awaker", "Idyeas" und "Dream Drops" etwas verloren vor. Bei Fans des Vorgängers und jüngeren Zockern dürfte die märchenhafte Inszenierung jedoch gut ankommen. Auch grafisch sorgte der Titel zunächst für eher gemischte Gefühle. Das Startgebiet, von dem aus ihr in die einzelnen Missionen startet, ist ziemlich trist und detailarm. Spätere Levels begeistern dann wieder mit tollen Effekten und phantastischen Hintergründen. Schade, dass dieses Niveau nicht das ganze Spiel über gehalten wird. Immer wieder leistet sich die Darstellung kleinere Patzer und ist insgesamt leider nur Durchschnitt. Doch viel wichtiger als die Optik ist der Spaß, den ein Spiel vermittelt. Wie gut unterhalten euch also die Traumwelten von Journey of Dreams?

MIT VOLLGAS DURCH DIE TRAUMWELT
Den Großteil der Missionen bestreitet ihr im Körper von NiGHTS, mit dem ihr auf einer vorgegebenen Route durch die Levels saust. Prinzipiell funktioniert das wie ein 2D-Jump&Run mit 3D-Hintergründen, nur dass ihr fliegt, anstatt zu springen. Mit dem Analogstick - alternativ auch mit dem Pointer der Wii-FB, was aber nicht so gut klappt - gebt ihr die Flugrichtung an. Per Tastendruck sorgt ihr für einen Geschwindigkeitsschub, während dem ihr aber kaum noch lenken könnt. Das sind auch schon alle Gameplay-Elemente. Später kommen noch gewisse Spezialeigenschaften für NiGHTS dazu, aber prinzipiell müsst ihr stets schnell und präzise durch die Levels sausen. Dabei durchquert ihr gelbe Ringe, um eure Turbo-Energie aufzuladen, sammelt blaue Kugeln oder besiegt Gegner. Denn wenn ihr einen Kreis mit eurem Glitzerschweif zieht, entsteht ein kleiner Sog, der Nightmarens oder Items einsaugt.

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