Import-Test: New Super Mario Bros.

Test Christoph Kraus

Alles beim Alten und doch so erfrischend anders - wie Mario sich selbst neu erfand!

Import-Test: New Super Mario Bros. Welcher Champignon-Verehrer lebt seit Jahren in wilder Ehe, hat seinen erlernten Beruf längst an den Nagel gehängt und feiert stattdessen eine Party nach der anderen? Klar doch: Das kann nur Ex-Klempner Mario sein! 1981, als er noch Rohre verlegte und "Jumpman" hieß, rettete er seine damalige Freundin Pauline aus den Klauen von Donkey Kong und wurde vier Jahre später über Nacht zum Star.

Die Ursache des plötzlichen Ruhms: Super Mario Bros.-Schöpfer Shigeru Miyamoto bündelte darin seine langjährige Erfahrung als Arcade-Programmierer und gab der Videospielindustrie mit der umfangreichen und spielerisch durchdachten NES-Perle einen wahren Innovationsschub. 21 Jahre nach Marios Pixeldebüt beweist jetzt New Super Mario Bros. auf dem DS, dass aus einem zweidimensionalen Jump & Run noch lange kein flaches Gameplay resultieren muss!

Pilzfarm

Import-Test: New Super Mario Bros. Nintendo lehnt sich beim Spieletitel nicht umsonst an den NES-Meilenstein von 1985 an. In der DS-Neuauflage hüpft ihr wie im Original mit Mario durch die typischen Themenwelten - Auen, Grotten, vereiste Gebiete, Spukpaläste und Bowser-Schlösser. Anlass des Aufbruchs ist wie erwartet die Entführung von Marios geliebtem Blaublut Peach - hinter dem Kidnapping der Prinzessin steckt Bowsers aufmüpfiger Sprössling Minibowser.

Moment mal, mit dem hatte sich Mario im NES-Vorbild aber nicht angelegt! Gut aufgepasst, doch weiter im Text, denn am Gameplay ändert das kaum etwas. Immer noch startet ihr als Otto Normalitaliener und gewinnt nach dem Verzehr eines Pilzes an Körpervolumen. Wenn ihr in diesem Zustand einen Gegner berührt, schrumpft ihr wieder zur ursprünglichen Größe zusammen. Kollidiert ihr dann noch einmal mit einem Feind, so sterbt ihr den Bildschirmtod.

Natürlich darf ein weiteres Retro-Relikt nicht fehlen: Nachdem ihr eine Blume gepflückt habt, könnt ihr Gumbas, Koopas, Flap-Flap-Fledermäuse oder Zissler-Spinnen bequem per Feuerball aus der Distanz aus dem Weg räumen. Drei neue Items verstärken das Oldschool-Spielgefühl, ohne aufgesetzt zu wirken: Der Maxipilz lässt Mario zu einem bildschirmfüllenden Riesen gedeihen, während der Minipilz das krasse Gegenteil bewirkt. Und wenn sich Mario den blauen Schildkrötenpanzer auf den Rücken schnallt, rollt er wie das Koopa-Überbleibsel durch den Level, bis er an einen Block andockt - der Clou ist, dass der Spieler jetzt mit einem Sprung den Hindernissen ausweichen kann.

All diese Gegenstände fügen sich perfekt in die Levels ein und sind sogar manchmal notwendig, um Zugang zu neuen Levels zu erhalten. Findet ihr eines der neuen Items und Mario ist bereits damit ausgerüstet, wandern sie ohne Umschweife auf den unteren Bildschirm. Von dort aus könnt ihr sie jederzeit per Daumen zu Mario lotsen. Der Touchscreen-Einsatz ist zwar im Soloabenteuer minimal, dafür aber genial gelöst und supersimpel! Auch die übrige Steuerung ist sehr einfach konzipiert, bietet aber auch Profis genügend Kniffe.

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