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  • Need for Speed Underground

    Bei 270 Sachen sorgen solche Situationen für Adrenalinschübe.
Bei 270 Sachen sorgen solche Situationen für Adrenalinschübe. Kaum eine Rennspielserie blickt auf eine solch lange Tradition zurück wie die Need for Speed-Reihe. Neben dem markenspezifischen Need for Speed Porsche und einem glücklosen Online-Ableger für den PC ging es dabei meist ähnlich zur Sache. Mit edlen Flitzern galt es, Landstraßen unsicher zu machen und unter allen Um-ständen der Polizei zu entwischen. Mit Need for Speed Underground wird nun alles anders und doch fühlen sich Fans der Serie eigentlich sofort heimisch. Die sündhaft teuren PS-Monster sind passé, im Untergrund fährt man nur noch Muttis Zweitwagen, der dank umfassender Tuning-Maßnahmen und optischer Gimmicks zur prolligen Rennsemmel umfunktioniert wurde. So klingen denn auch die Marken bei der Fahrzeugauswahl auf Anhieb wenig geeignet, um der Serie gerecht zu werden. Hyundai, Volkswagen, Mazda und Ford sind jedenfalls höchst selten ge-nannte Marken, wenn sich das Gespräch um coole Sportwagen dreht. Trotzdem sind die nächtlichen Rasereien nichts für Sonntagsfahrer.

    Im Untergrund
    Herzstück des Spiels ist der Underground-Modus, in dem man sich genreüblich vom unbekannten Newbie bis zum Star der Nachtraser-Szene hocharbeitet. Hier hebt sich Need for Speed Undergound in Sachen Präsentation kaum von Genrekonkurrenten wie Midnight Club II oder Test Drive Overdrive ab. Zwischensequenzen suhlen sich in Klischees und nicht selten kann man sich ein Grinsen ob der unfreiwillig komischen Dialoge kaum verkneifen. Während bei anderen Spielen immer gleich neue Boliden erspielt werden, legt man sich bei Need for Speed Underground anfangs auf ein Modell fest und rüstet dieses nach und nach zum PS-strotzenden Renner auf. Dieser Vorgang verläuft leider recht linear. Freigeschaltete Objekte müssen meist auch direkt verbaut werden, um an Ansehen zu gewinnen oder in nachfolgenden Rennen überhaupt noch eine Chance zu haben. Seiner kreativen Seite darf man zur Genüge mit Farben und Aufklebern freien Lauf lassen. Der Rennverlauf ist überraschend frustfrei: Jedes Rennen darf beliebig oft wiederholt werden, der jeweils ausgewählte Schwierigkeitsgrad legt die erspielbaren Punkte fest. Wer sich also für den Gott am Steuer hält, kommt mit entsprechender Leistung schneller voran als blutige Anfänger. Im Laufe des Spiels schaltet man neben den Bauteilen aber auch neue Fahrzeuge frei, die sich gegen den aktuellen Wagen eintauschen lassen. Eine eigene Garage mit Fuhrpark ist leider nicht vorhanden. Ein neues Auto ersetzt das vorherige. Erfreulich ist dagegen die Abwechslung im Rennalltag. Neben Rundkursrennen stehen auch immer wieder andere Herausforderungen an. Während in den Drift-Rennen gefühlvoll das Heck des Wagens um die Ecken gezirkelt werden soll, verlangen die Drag-Rennen exaktes Schalten. Das gab's zwar auch schon in anderen Spielen, ist hier aber wesentlich gehaltvoller implementiert. Nur wer wirklich im richtigen Moment den nächsten Gang reinhaut, hat Chancen, die Gegner abzuhängen.

    Wieder wenig Speed
    Irgendwann muss doch auch Electronic Arts klar werden, dass 50 Bilder pro Sekunde bei Rennspielen einfach Pflicht sind. Natürlich sehen die Umgebungen atemberaubend cool aus und die Effektspielereien sorgen für ein ansprechendes Geschwindigkeitsgefühl, wenn nur die Ruckler nicht wären. Vielleicht hätte es ja schon gereicht, hier und da mal auf einen Effekt zu verzichten. Der Übersicht hätte es nicht geschadet. Die Umgebungen verdienen trotz der grafischen Brillanz das Prädikat "überladen". Anfangs knallt man regelmäßig von einer Bande in die nächste, weil man schlicht nicht erkennen kann, ob die Straße nun nach links oder rechts verläuft. Mit der Zeit gewöhnt man sich allerdings daran und lernt die Kurse naturgemäß auch immer besser kennen. Dann mogelt man sich erstaunlich sauber durch die glitzernden Fassaden. Kracht es dennoch, ärgert man sich über die Tendenz des eigenen Fahrzeugs, immer mit dem Heck in Fahrtrichtung zum Stillstand zu kommen oder stundenlang durch die Luft zu wirbeln. Das sieht zwar cool aus, kostet aber viel Zeit. Wenigstens sind auch die computergesteuerten Fahrer nicht unfehlbar. Der Gummiband-Effekt, der zurückliegende Fahrer beschleunigt, ist übrigens vorhanden, aber nicht so deutlich ausgeprägt wie bei manchen Konkurrenten. Spannende Positionskämpfe sind an der Tagesordnung und fast hat man das Gefühl, gegen menschliche Kontrahenten zu fahren. Dazu trägt auch die hervorragende Steuerung bei. Die Renner sind auch bei Tempo 280 gut zu kontrollieren. Das hängt nicht zuletzt mit der gelungenen Streckenführung zusammen. Ohne zu übertreiben, gehören die nächtlichen Kurse zum Besten, was man in dieser Serie je zu Gesicht bekommen hat. Da stört auch der relativ geringe Umfang nicht weiter. Es gibt nur eine Stadt und immer wieder neu kombinierte Streckenteile. Diese darf man selbstverständlich auch zu zweit im Splitscreen unsicher machen, hier mangelt es aber an Übersicht. Wenigstens läuft dieser Modus überraschend flüssig. Wesentlich reizvoller klingt da die Möglichkeit, online mit bis zu vier Spielern um die Wette zu rasen. Zum Zeitpunkt unseres Tests war dies leider noch nicht möglich. Dementsprechend bezieht sich die derzeitige Mehrspieler-Wertung nur auf die Offline-Variante. Einen Online-Test liefern wir Ihnen in einer der kommenden Ausgaben nach.

    Need for Speed Underground (PS2)

    Spielspaß
    86 %
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Need for Speed Underground
    Need for Speed Underground
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Black Box Games
    Release
    20.11.2003

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Need for Speed Underground
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http://www.videogameszone.de/Need-for-Speed-Underground-Spiel-24740/Tests/Need-for-Speed-Underground-256841/
02.12.2003
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