Need for Speed Underground 2

Test

Need for Speed Underground 2 EAs Umsetzungswelle macht natürlich auch vor Nintendos innovativem Millionenseller DS nicht Halt. Nachdem bereits der Spielwürfel und der GBA mit Umsetzungen von Need for Speed Underground 2 bedacht wurden, präsentiert EA jetzt eine Umsetzung für den DS. Dabei dürft ihr euch auf die besten Elemente aus der Serie freuen: fette Karren, heiße Tunings und verdammt schnelle Stadtrennen.

Mikrouniversum

Wer von euch allerdings die freie Spielwelt des GameCube-Originals erwartet, wird womöglich enttäuscht sein. Der technischen Beschränkung der Hardware entsprechend wurde der Titel extrem abgespeckt und an das System angepasst.

Vom Spielaufbau ähnelt es daher eher der GBA-Version des Spiels. Im Gegensatz zu den TV-Versionen von NfSU 2 wurde die frei befahrbare Stadt kurzerhand wegrationalisiert und durch ein Spielsystem ersetzt, das an die erste Version von Need for Speed Underground erinnert. Im Klartext heißt das, dass ihr den nächsten Wettbewerb in einer schnöden Tabelle auswählt.

Die danach folgende Liste der Strecken verschafft lediglich einen Überblick, anwählbar ist zu Beginn nur eine. Die nächste Piste wird erst dann freigeschaltet, wenn ihr das vorherige Rennen als Sieger beendet habt. Dieses System gilt für alle vier Disziplinen Rundkurs, Etappenkönig, Drag und Bonuswettbewerb, die wir im Extrakasten genauer vorstellen.

Jeder fängt klein an

Bevor ihr euch aber eurer Rennfahrerkarriere widmen könnt, müsst ihr euch erst einmal für einen von zwei verfügbaren Flitzern entscheiden. Die anderen Wagen, die der Autohändler in seinem Schaufenster zeigt, sind gesperrt und können erst im Laufe des Spieles freigespielt werden.

Die Auswahl beschränkt sich am Anfang auf einen Mitsubishi Eclipse und einen VW Golf. Wer ein klein wenig patriotisch oder Fan des VfL Wolfsburg ist, wählt den Golf und begibt sich auf die erste Runde. Und die überrascht in mehrfacher Hinsicht.

Zum einen ist es verwunderlich, welche grafische Qualität die Entwickler bereits jetzt aus dem DS zaubern können. Die pfeilschnelle, detaillierte Grafik beweist wieder einmal, dass das Gerät dem ehrwürdigen N64 durchaus ebenbürtig ist. Pop-ups tauchen zwar von Zeit zu Zeit bei Streckenteilen mit großer Weitsicht auf, stören aber den grafischen Gesamteindruck nur geringfügig.

Seltsame Fahrphsyik

Was sich wesentlich negativer auf den Spielspaß auswirkt, ist die eigenwillige Steuerung der Karossen. Wer die erste Runde im ungetunten Auto dreht, hängt bei der nächsten heftigeren Lenkbewegung an der Streckenbegrenzung oder wird zwischen den Leitplanken herumgeschleudert wie eine Billardkugel.

Selbst Bodenwellen lassen den Wagen ausbrechen und den Spieler ein Stoßgebet gen Himmel schicken. Verbesserung verspricht lediglich der Einbau bestimmter Teile in das Gefährt. Tuning am Fahrwerk, an der Aerodynamik und den Reifen ist somit zu Beginn unerlässlich. Wer richtig tunt, fährt aber deswegen noch lange nicht wie auf Schienen durch die sechs verfügbaren Kurse.

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