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Need for Speed: Most Wanted (PS2)

Release:
23.11.2005
Genre:
Rennspiel
Publisher:
Electronic Arts

Need for Speed: Most Wanted

18.10.2005 15:00 Uhr
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Neu
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Drei Polizeiwagen sind zwei zu viel! Drei Polizeiwagen sind zwei zu viel! Die Sonne steht tief am Horizont der langen Straße. Ich sehe aus dem Fenster und beobachte meinen Konkurrenten, wie er mit einer Mischung aus emotionaler Kälte und überheblichem Grinsen aus seinem PS-Boliden starrt. Obwohl ich von Angst erfüllt bin, steigert sich meine Vorfreude, es diesem aufgeblasenen Angeber zu zeigen und nach dem Rennen mit seinen Wagenpapieren von dannen zu spazieren. Ich drehe den Motor hoch; der Geruch von verbranntem Gummi steigt in meine Nase. Es ist so weit: drei, zwei, eins und losgeht's.

Viel Cop, viel Ehr

Solche aufregenden Wettkampfsituationen gibt es zuhauf im neuesten Ableger der NfS-Serie. Dabei orientiert sich Need for Speed Most Wanted eher an Hot Pursuit 2 als an den Underground-Teilen. Das bedeutet im Klartext, dass heiße Verfolgungsjagden mit der Polizei des Öfteren auf der Tagesordnung stehen. EA macht die Fehde mit den Ordnungshütern sogar zum Spielinhalt: Um sich bei der so genannten Blacklist einzuschleichen, einer Reihe von Teufelsfahrern, die quasi als Endgegner fungieren, muss ihr Fahndungslevel auf einem hohen Wert stehen.

Dies erreicht man durch diverses Fehlverhalten im Straßenverkehr: Einfach ein paar Auffahrunfälle bauen, sich mit 200 km/h blitzen lassen oder durch eine Einkaufshalle rauschen, schon steigt die Aufmerksamkeit des Untergrunds und der Polizei. Um die einzelnen Mitglieder dieser Blacklist zu einem Duell herausfordern zu können, müssen außerdem extraordinäre Vergehen bei Verfolgungsjagden begangen werden. So müssen z. B. zwei Polizeiwagen ausgeschaltet oder über 100.000 Dollar Schaden angerichtet werden.

Dein Feind und Helfer

Die Zwischensequenzen sind gut in Szene gesetzt. Die Zwischensequenzen sind gut in Szene gesetzt. Wird man von mehreren Polizeistreifen verfolgt, überfährt man entweder einen der vielen Verfolgungsstopper (siehe Infokasten) oder legt waghalsige Fahrmanöver hin. So eine schnelle 180°-Wende hat schon so manchen Verkehrspolizisten zum Aufgeben gezwungen. Dabei behilflich ist der neue Speedbreaker; wird er aktiviert, läuft das Geschehen für mehrere Sekunden in Zeitlupe ab und man kann in aller Ruhe sein Manöver hinlegen. Ist man schließlich außerhalb der Sichtweite der Cops, ist trotzdem immer noch höchste Vorsicht geboten. Überall sind Straßensperren aufgebaut und die Gassen werden penibel patrouilliert. Da hilft nur das Umlackieren des Wagens in einer illegalen Werkstatt (GTA lässt grüßen).

Altbekanntes

Wer würde für diese Frau nicht rasen wie ein Irrer? Wer würde für diese Frau nicht rasen wie ein Irrer? Natürlich sind auch viele Elemente aus den vergangenen NfS-Teilen implementiert. Wieder können gekaufte oder gewonnene Fahrzeuge nach Lust und Laune getunt und veredelt werden, abermals werden schweißtreibende Rennen gegen mehrere Computergegner durch die Großstadt gefahren und erneut kann eine komplette Karriere durchgespielt werden.

Abgesehen von diversen Quick-Races und einer Mehrspielerfunktion können Sie auch Rennen selbst erstellen oder sich an einer Vielzahl von Mini-Herausforderungen versuchen. Diese bestehen aus so witzigen Events wie "Lass dich mit mindestens 200 km/h blitzen" oder "Ramme möglichst viele Polizeiwagen".

Edellackierung mit kleinen Macken

Mit Vollgas auf eine Tankstelle zu ... Ob das gut geht? Mit Vollgas auf eine Tankstelle zu ... Ob das gut geht? Die Präsentation des Ganzen ist EA-typisch hervorragend: Die Geschichte der Rennkarriere wird mit einer Mischung aus echten Schauspielern und gerenderten Szenen erzählt und vermittelt gekonnt das The Fast and the Furious-Feeling. So kämpft man sich langsam die Respektleiter hinauf. Auch der Sound kann überzeugen: Fette Hip-Hop-Beats wechseln sich mit aggressiven Metal-Core-Stücken ab und treiben das Rasergefühl auf den Höhepunkt.

Dabei wurden wie immer nur lizenzierte Songs von bekannten Bands wie Autumn to Ashes oder Bullet For My Valentine verwendet. In technischer Hinsicht hinterlässt Need for Speed Most Wanted bislang allerdings einen zwiespältigen Eindruck. Edle Spiegelungen auf den Fahrzeugen, eine exzellente Weitsicht (und vor allem ständiges Tageslicht!) und sehr detaillierte Fahrzeugmodelle lassen schon die uns vorliegende Vorabfassung sehr gut aussehen - die ungeschönten Bilder auf diesen Seiten stammen erstmals direkt aus dem Spiel.

Leider geht all dies bislang deutlich auf Kosten der Framerate, denn Most Wanted läuft selten wirklich flüssig und gerät bei mehr Action auf dem Screen schnell zur Ruckelorgie. Auf unserer aktuellen DVD können Sie sich selbst ein Bild davon machen, wie die Optik insgesamt wirkt. Hoffen wir, dass Electronic Arts das Problem bis zum Release noch ausreichend in den Griff kriegt, denn davon abgesehen hat das Spiel ganz klar das Zeug zum Hit!

Moderation
18.10.2005 15:00 Uhr
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