Ab sofort im Handel: Need for Speed: Hot Pursuit im Test für PlayStation 3 und Xbox 360 - Criterion schickt sein erstes Need for Speed auf die virtuelle Rennpiste. Im neuen NFS erwartet euch Oldschool-Action ohne großen Realismus. Das macht aber jede Menge Spaß!
Das hat uns an Need for Speed: Hot Pursuit nicht gefallen:
Lahme Zeitrennen
Quelle: PC Games
Heckschleuder: Drifts sind supereinfach. Unser bester war über 1 km lang!
Die wilde Hatz zwischen Rasern und Polizisten ist tolle Unterhaltung. Schade aber, dass es auch Rennmodi gibt, die nicht ganz gut unterhalten. Angeklagt ist hier vor allem der "Schnelleinsatz". Darin müsst ihr mit einem Polizeiwagen möglichst schnell zur Ziellinie rasen. Angesichts der recht einfachen Fahrphysik und den breiten Straßen ist das nicht allzu fordernd. Außerdem hagelt es Zeitstrafen für Schäden am Wagen und als Polizist habt ihr viel weniger Möglichkeiten, Boost zu sammeln. Das macht den "Schnelleinsatz" zum schwächsten Modus des Spiels. Es nervt regelrecht, diese Events fahren zu müssen. Allerdings gewinnen sie später dank schnellerer Wagen wieder an Reiz und eine Bronze-Medaille ist nie schwer zu schaffen.
Keine große Herausforderung
Kaum eines der Rennen ist wirklich schwierig. Bronze ist fast immer im ersten Versuch erreichbar, sofern ihr es heil über die Ziellinie schafft. Das ist ein wenig schade. Zwar motiviert Autolog und Gold-Wertungen können mitunter knifflig sein, doch etwas mehr fordern könnte uns Hot Pursuit gerne. Grund für den niedrigen Schwierigkeitsgrad ist definitiv die K.I. mit Gummiband-Effekt.
Spürbare Gummiband-K.I.
Wie schon in den Burnout-Spielen passen sich die Computergegner deutlich spürbar an eure Fahrleistungen an. Baut ihr mehrere Unfälle kurz hintereinander bremst das Fahrerfeld sofort ab, damit ihr wieder aufschließen könnt. Im Gegenzug gelingt es euch selbst mit Nitro und Turboboost nie, eure Gegner wirklich abzuhängen. Das ist ärgerlich, aber auch eine Maßnahme für Spielspaß. Hot Pursuit entfaltet sein maximales Potenzial nämlich dann, wenn Raser und Cops möglichst viel Kontakt haben. Ein weit gestrecktes Fahrerfeld würde einfach weniger Spaß machen.
Begrenzte Möglichkeiten
Quelle: PC Games
Aufgeladen: Neben dem Zeitvorteil lädt das Benutzen von Abkürzungen außerdem euren Nitro-Vorrat auf.
Neben den Solo-Events gibt es einen Mehrspielermodus. Und das war's auch schon in Sachen Abwechslung. Zwar gibt es diverse Rennmodi, doch wo bleiben selbst erstellbare Rennen? Wo bleiben Aufgaben oder Sammelobjekte im Free-Ride-Modus? Wo bleibt optisches Tuning oder die Möglichkeit, die Wagen hochzurüsten? Wir haben das Gefühl, hier wäre deutlich mehr drin gewesen, hätte Criterion Games mehr Zeit gehabt. Burnout Paradise zeigt ja mustergültig, wie viel Content die Briten in ein Spiel packen können.
Die Kamerafahrten können nerven
Eine neue Klasse Polizeistreife lauert am Straßenrand? Ihr habt einen Raser mit einem Nagelband getroffen? Ein EMP-Treffer sitzt? In solchen Momenten löst sich die Kamera von eurem Wagen und zeigt das entsprechende Ereignis in Zeitlupe. Effektvoll ist das. Aber auch störend. Denn euer Wagen fährt während der Szene automatisch weiter. Zurück am Steuer fällt es manchmal schwer, wieder ins Renngeschehen hineinzufinden, insbesondere wenn ihr plötzlich eine völlig neue Situation vor euch seht. Der Effekt ist leider nicht abstellbar.
Viele doppelte Autos
Der Fuhrpark des Spiels umfasst 66 Vehikel, viele davon auch als Polizei-Variante verfügbar. Dazu kommen pro Fraktion einige exklusive Karren. Doch für unseren Geschmack gibt es zu viele ähnliche oder identische Modelle. Teils sind es nur unterschiedliche Designs, teils wird in Cabrio und Coupe unterteilt. Anstatt der Vier Lamborghini Gallardos und drei Porsche 911er hätten wir lieber eine breitere Modell-Streuung gehabt.
